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Der Weg des Bogens

Mit Illustrationen von Christoph Niemann Im Text. Aus dem Brasilianischen von Maralde Meyer-Minnemann

Details

Verlag Diogenes
Auflage/ Erscheinungsjahr 27.09.2017
Format 15,5 × 9,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 160 Seiten
ISBN 9783257069488

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18,00 €


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Zu diesem Roman

Tsetsuya ist der beste Bogenschütze des Landes. Er lebt als Tischler in einem abgelegenen Tal. Als ein ehrgeiziger anderer Bogenschütze ihn aufspürt und sich mit ihm messen will, stellt er sich der Herausforderung. Doch seine Lehren gibt er nicht an ihn, sondern an einen einfachen Jungen in seinem Dorf weiter.

Anspannen, innehalten, loslassen: Das ist der Weg des Bogens. Dies lehrt der beste Bogenschütze des Landes seinen Schüler. »Dabei ist der Pfeil die Intention, der Bogen die Disziplin, und die Zielscheibe ist das Ziel. Es geht um Harmonie und die richtige Balance von Disziplin und Begeisterung. Wenn du nichts riskierst, wirst du nie wissen, was du das nächste Mal anders machen musst.«

Ein Buch über Konzentration, Beharrlichkeit, Entscheidungsfreude und die notwendige Offenheit für neue Wege – im Bogenschießen ebenso wie im Beruf, in der Liebe und im Leben.

Leseprobe

"»Tsetsuya?« Der Junge blickte den Fremden erstaunt an.
»Tsetsuya soll ein berühmter Bogenschütze sein? Niemand in unserer Stadt hat ihn je mit einem Bogen gesehen. Wir kennen ihn alle nur als Tischler.«

Der Fremde ließ aber nicht locker. »Vielleicht hat er ja das Bogenschießen inzwischen aufgegeben, den Mut verloren, was weiß ich. Doch dann verdient er auch nicht mehr, als der beste Bogenschütze des Landes zu gelten. Deshalb habe ich auch die lange Reise auf mich genommen: Um ihn herauszufordern und ihm den Ruhm zu nehmen, den er nicht mehr verdient.« Der Junge merkte, dass es zwecklos war zu streiten. Da brachte er besser den Fremden zum Tischler, damit der sich selbst davon überzeugen konnte, dass er sich irrte.

Tsetsuya arbeitete in der Werkstatt, die im hinteren Teil seines Hauses lag. Als er Schritte hörte, wandte er den Kopf, um zu sehen, wer gekommen war. Beim Anblick der langen Wickelhülle, die der Fremde über der Schulter trug, gefror sein Lächeln. »Es ist genau, was Ihr denkt«, sagte der Fremde, als er über die Schwelle trat. »Ich bin nicht hierher gekommen, um den Mann zu demütigen, der schon zu Lebzeiten eine Legende geworden ist. Ich möchte nur beweisen, dass es mir nach vielen Jahren der Übung gelungen ist, Vollkommenheit zu erreichen.«

Tsetsuya schickte sich an, seine Arbeit wieder aufzunehmen: Er war gerade dabei, Beine für einen Tisch herzustellen. Der Fremde aber fuhr fort: »Ein Mann, der das Vorbild einer ganzen Generation gewesen ist, kann nicht wie Ihr einfach so verschwinden. Ich habe Eure Lehren befolgt, habe versucht, den Weg des Bogens zu achten. Deshalb habe ich verdient, dass Ihr Euch mit mir messt. Wenn Ihr dies tut, werde ich wieder gehen und niemandem sagen, wo sich der größte aller Meister aufhält.« (...)"

Der Autor

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane (insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Elf Minuten‹, ›Untreue‹ und zuletzt ›Die Spionin‹) sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und über 215 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher und seine Reflexionen regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.

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