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»Der Struwwelpeter« Dichtung und Deutung

Eine psychoanalytische Studie

Details

Verlag Suhrkamp
Auflage/ Erscheinungsjahr 09.03.2009
Format 20,9 × 12,6 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 227 Seiten
Abbildungen Mit zahlreichen farbigen Abbildungen
Gewicht 370
ISBN 9783518420775

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Merkliste

Kinder brauchen Märchen, weil sie Geschichten erzählt bekommen sollten, die sie in die Drastik des Lebens einführen und auf einer stilisierten Ebene innere Konflikte verarbeiten lassen. Auch der ´Struwwelpeter` bietet Geschichten an, in denen es um Leben und Tod geht, Geschichten, die nach wie vor von Kindern und Erwachsenen gelesen und vorgelesen werden.

In jüngerer Zeit ist bei gutmeinenden und in Fragen psychodynamischer Zusammenhänge wenig informierter Fachleuten, insbesondere gerade bei Pädagogen - und auch bei vielen ´besorgten` jungen Eltern - der Eindruck entstanden, als dürfe man derlei ´drastische` und ´grausame` Geschichten, wie sie im Struwwelpeter oder in vielen Märchen der Gebrüder Grimm erzählt werden, heutigen Kindern nicht mehr zumuten. Wie fragwürdig, wie fatal diese Einschätzung ist, wird bei der Lektüre dieses Buches deutlich. Es erweitert die Aussagen Bruno Bettelheims zum selben Thema, die dieser in seiner Arbeit ´Kinder brauchen Märchen`(dt. EA 1977) fundiert dargelegt hat.

Zu diesem Buch

Kinder brauchen Märchen, weil sie Geschichten brauchen, die sie in die Drastik des Lebens einführen und auf einer stilisierten Ebene innere Konflikte verarbeiten lassen. Auch der Struwwelpeter bietet Geschichten an, in denen es um Leben und Tod geht, Geschichten, die nach wie vor von Kindern und Erwachsenen gelesen und vorgelesen werden.

Anita Eckstaedt geht in diesem Klassiker der psychoanalytischen Deutung, der zum Heinrich-Hoffmann-Jubiläum in einer einmaligen Sonderausgabe vorgelegt wird, den Bedingungen für die weltweite Wirkung dieses wohl bekanntesten Kinderbuches aller Zeiten auf den Grund. Die Authentizität und Überzeugungskraft der Hoffmannschen Bilderwelt sieht sie in der Biographie des Autors gegründet, der sich, ohne Mutter aufgewachsen, die jedes Kind bewegende Frage: »Bin ich gut oder böse?« – und infolgedessen: »Liebst du mich oder nicht?« – mit existentieller Intensität gestellt haben muß.

Die verschiedenen Struwwelpeter-Figuren haben Sündenbockfunktion; sie sind Negativprojektionen jenes einen Kindes, das Heinrich Hoffmann war. Und wird zwischen den Zeilen und Bildern der einzelnen Struwwelpetergeschichten eine ganz andere Erzählung lesbar: die von Heinrich Hoffmanns eigener Kindheit.

Lieferbarkeitshinweis

Hier die gefragte Arbeit Ecksteadts in wenigen Exemplaren der Paperback-Ausgabe zum noch einmal reduzierten Preis. - Die beim Verlag vergriffene gebundenen Erstausgabe ist bei der SFB ebenfalls noch verfügbar.

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