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Limitierte EA

Der Seelensucher

Ein psychoanalytischer Roman

Details

Verlag Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Leipzig / Wien / Zürich
Auflage/ Erscheinungsjahr 1921, EA
Format Quad.-12° (17,5 × 17,5 cm)
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Okart., unter Verwendung handgeschöpften Seidenpapiers
Seiten/ Spieldauer 314 (6) Seiten
SFB Artikelnummer (SFB_ID) AQ-1963

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Grinstein 16696; Kosch VI, 840 - Der groteske, psychoanalytische Roman des Arztes Georg Walther Groddeck (1866–1934), hier in einer vergleichsweise wohlerhaltenen, besonders seltenen, auf 1000 Exemplare limitierten Erstausgabe.

Zu diesem Buch

Eine der ungewöhnlichsten Ausgaben des jungen Wiener psychoanalytischen Verlages, in dem sonst die wissenschaftlichen Arbeiten der Psychoanalytiker der ersten und zweiten Generation zu erscheinen pflegten.

"Der Seelensucher ist von über 20 Verlagsanstalten abgewiesen worden und würde vermutlich noch heutigen Tags in den Schubladen liegen, wenn nicht Freud sich seiner erbarmt hätte" schrieb Groddeck in seiner Hauszeitschrift "Die Arche" 1927.

Sigmund Freud förderte das Erscheinen des Romans unter dem Dach des wissenschaftlichen Hausverlags der Psychoanalyse VIP, denn die Aufnahme des Buches in das Verlagsprogramm war zunächst nicht unumstritten. Das Publikumsinteresse nach diesem Roman war dann aber schließlich so enorm, daß Groddecks Roman als erster Verlagstitel überhaupt bereits ein Jahr später in einer zweiten Auflage erscheinen konnte. Alfred Polgar schrieb darüber im Prager Tageblatt: „So was Freches, Ungeniertes, raffiniert Gescheit-Verrücktes ist von Erzählern unserer Sprache noch nicht gewagt worden.“

Pressestimmen

»(…) Unsere Zeit braucht ihre Groddecks und wird sie solange brauchen, bis sie die ganze Erhabenheit und den ganzen Schrecken des Es begreifen kann, von dem Groddeck so viel in seinen Büchern und ganz besonders in jenem verkannten Meisterwerk, dem Buch vom Es, gesprochen hat (…)«

(Lawrence Durrell)

»Ein amüsanter Schriftsteller. Die Aufdröselung psychischer Karten, die Bloßlegung verwickelter Seelensituationen ist nicht so sein Gebiet wie das Erkennen des Sexuellen rechts und links im Seelenleben. Er spricht sich freimütig mit der boshaften Ruhe des erfahrenen Arztes über tausend Alltagsdinge aus, plaudert, plaudert. Die Briefe sind an eine Freundin geschrieben; das Unanständige verliert im Spaßhaften, Überlegenen seinen Charakter (…)«

(Alfred Döblin, Vossische Zeitung)

»(…) 1934 starb er (Groddeck) in der Schweiz. Auf den Scheiterhaufen in Deutschland brannten seine Bücher (…) Groddeck hätte wahrscheinlich auch lieber mit den Vögeln und den Fischen geredet, aber es ist ihm nichts anderes übrig geblieben, als seine Heiterkeit und Weisheit an diese komische und fürchterliche Spezies Mensch zu verschwenden (…).«

(Psychotherapie)

Über den Autor

Georg Groddeck studierte an der Berliner Universität Medizin und wurde hier Schüler und Anhänger des Leibarztes Bismarcks, dem umstrittenen Heilkünstler Ernst Schweniger (1850-1924). Schwenigers Ansätze einer naturheilkundlichen, suggestiven Behandlungsform setzte Groddeck später erfolgreich um. 1923 veröffentlichte er sein Hauptwerk, das "Buch vom Es", in dem er seine Vorstellung von der Wirkung des Unbewußten beschreibt sowie weiters die Annahme vertritt, daß alle Krankheiten psychischen Ursprungs seien und einer psycho-physischen Therapie bedürfen. Damit schuf Groddeck die Grundlagen der psychosomatischen Medizin, als deren Vater er heute gilt. Sigmund Freud mit dem Groddeck in regem, geistigen Austausch stand, entlehnte den Terminus des "Es" als Bezeichnung für den unbewußten und triebhaften Teil der menschlichen Psyche.

Zum Erhaltungszustand

Hier als schönes Exemplar der raren EA in der Originalleinenbindung und mit lediglich geringen, alterstypischen Gebrauchsspuren. Der Buchrücken und die Kanten durch Lichteinwirkung leicht verblasst; ansonsten ist das Buch ohne Anstreichungen, Stempel etc.

Rezensionen

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