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Jägersberg, Otto (Hg.)

Der Seelensucher

Ein psychoanalytischer Roman (Reprint der EA)

Details

Verlag Stroemfeld
Auflage/ Erscheinungsjahr Nachdruck des Reprints 2011 (1997)
Format 23 × 14,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden
Seiten/ Spieldauer 292 Seiten
Gewicht 558
ISBN 978-3-87877-479-2

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Zu diesem Buch

Ludger Lütkehaus: Der Nabel der Welt: Eines der komischsten Bücher der neueren deutschen Literatur - Georg Groddecks Roman "Der Seelensucher"

"Selten so gelacht bei einem deutschen Buch - erstaunlich genug, weil doch die deutsche Literatur bekanntlich allenfalls das Reich des metaphysisch grundierten Humors, weniger des Witzes und schon gar nicht zwerchfellerschütternder Komik ist. Und dann kommt ein nach eigenem Bekenntnis "wilder Analytiker", schreibt einen psychoanalytischen Roman und mit ihm eines der komischsten Bücher der neueren deutschen Literatur. Kein Geringerer als Alfred Polgar wollte denn auch mit seiner großen Rezension im Berliner Tageblatt vom 20.12.1921 "einem Buch Leser gewinnen, das kaum seinesgleichen hat unter deutschen Büchern". Zu den "Patronen" des Romans zählte er Cervantes, Swift, Rabelais.

Nun, das ist sehr hoch gegriffen, auch wenn Italo Svevo, W. H. Auden, Lawrence Durrell, Henry Miller ebenfalls applaudierten. Aber man schicke die Figur eines unverwechselbaren Sonderlings, der es vom Wanzenjäger zum genialen Narren und närrischen Genie bringt, durch alle Sphären der Wilhelminischen Vorkriegsgesellschaft, lasse ihn vierter Klasse reisen, konfrontiere ihn mit Zoo- und Gefängnisbewohnern, mit Krankensälen und Kegelclubs, veranlasse ihn, den Nabel der Welt im Nabel der Frau zu suchen, und nenne das Ganze den "Seelensucher" - und schon hat man den neuen "Simplicissimus und Subtilissimus teutsch. (...)".

Aus einer umfangreichen besprechung auf Literaturkritik.de, welche Sie hier in Gänze nachlesen können: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=726

Über den Autor

Georg Groddeck (1866–­1934) ist der Begründer der Psychosomatik, er wird auch der »wilde Analytiker« genannt. Nach medizinischem Studium und Ausbil­dung bei Bismarcks Leibarzt Schweninger läßt sich Groddeck 1897 als Bäderarzt in Baden­Baden nieder und entwickelt neben vielfältigen Publikationen eine ungewöhnliche ärztliche Praxis. Von 1900 bis zu seinem Tod 1934 leitet er das Sanatorium »Marien­höhe« in Baden-­Baden.

»Ein glänzender Schriftsteller, den man aber auch lesen kann, wenn man ein paar Volksschulklassen absolviert hat, seine Prosa ist witzig, trivial, großartig, es gibt Stellen, wo man, ohne je mit einer Arteriosklerose zu tun zu haben, plötzlich darüber zu lesen anfängt, nicht wegen der Krankheit mit diesem Etikett, sondern weil es zu einem ununterbrochenen Dialog zwischen dem Arzt und dem Patienten oder Expatienten oder künftigen Patienten kommt, denn krank waren wir ja alle, sind wir alle, werden wir alle, …«

(Ingeborg Bachmann)

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