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Der Seelenspiegel

Das enoptrische Moment im Okkultismus

Details

Verlag Pullingen i. Württ., Johannes Baum
Auflage/ Erscheinungsjahr 1920, EA
Format Gr.-8°
Einbandart/ Medium/ Ausstattung OBr.
Seiten/ Spieldauer 57 (1) Seiten
Reihe Die Okkulte Welt, Band 35/36
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-005496_AQ

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Zu diesem Buch

»Der Begriff des Okkultismus ist im Gebrauch schwankend. Feststehend erscheint nicht viel mehr, als was sein Terminus sich nicht nehmen läßt, daß er sich nämlich mit etwas Verborgenem befasse. Was dieses sei, wo, und welcher Art, darüber wird verschieden gedacht. Nichtsdestoweniger muß sich eine Definition finden lassen, die sowohl dem Gebrauch als der Herkunft und den Ansprüchen des Begriffes gerecht würde. Die lang gewohnte Auffassung, welche den Okkultismus in die Nähe von Spiritismus, Hellseherei, Magie etc. bringt, doch so, daß er diese Gebiete - nicht in krassem Aberglauben und Fanatismus befangen, sondern eher vorurteilslos, eher wissenschaftlich behandle, gibt — wenn damit auch noch lang keine Definition geschaffen ist — immerhin deutliche Winke über das Wesen und die Stellung des Okkultismus. In bezug auf die Wissenschaftlichkeit eine Zwitterstellung: denn die Okkultisten selbst betonten immer ihre Wissenschaftlichkeit gegenüber den Spiritisten, Schwärmern, Abergläubischen usf., denen sie sie aberkannten; ihnen aber würde die Wissenschaftlichkeit wieder von jenen Unduldsamen abgesprochen, welche auch schon die Berührung mit den Gebieten des Spiritismus, Mediumismus, Hellsehens etc. für unwissenschaftlich erklärten, so daß auch die bloße Untersuchung dieser Regionen verfehmt erscheinen konnte. Das schlechthin ablehnende Verhalten — am meisten anzutreffen bei dem naiv-realistischen Spießer und dem zöpfischen Vertreter der zünftigen Wissenschaft — nahm nach dem Abblühen der Romantik in der jüngeren Aufklärung stark zu, läßt aber, nachdem der Materialismus abgewirtschaftet hat, schon geraume Zeit wieder nach; ja es überrascht nicht mehr und diskreditiert nicht mehr, wenn Männer der offiziellen Wissenschaft ihren Geist an Fragen des Okkultismus wenden.«

aus der Einleitung "Was ist Okkultismus?"

Aus dem Inhalt

  1. Was ist Okkultismus?
  2. Das enoptrische Moment
  3. Der Traum
  4. Das Krystallsehen
  5. Andere Phänomene

Über den Autor

Herbert Silberer (* 28. Februar 1882 in Wien; † 12. Januar 1923; Freitod) war ein österreichischer Psychoanalytiker. Er gehörte dem Kreis um Sigmund Freud an und war Ideengeber Carl Gustav Jungs.

Silberer war der Sohn des erfolgreichen Wiener Unternehmers Viktor Silberer. Sigmund Freud schrieb in einem Brief vom 19. Juli 1909: „Silberer ist ein unbekannter junger Mensch, wahrscheinlich ein feiner Dégéneré; sein Vater ist eine Wiener Persönlichkeit, Gemeinderat und ‚Macher‘. Der Gegensatz zwischen einem dominanten, starken, erfolgreichen und unternehmerischen Vater und einem der Innenschau zugeneigten, den Träumen, Phantasien, Halluzinationen und Visionen ergebenen Sohn erinnert an die Vater-Sohn-Beziehung bei Franz Kafka.

Viktor Silberer ließ den Sohn zu einem Sportler erziehen. Wie sein Vater war Herbert Silberer Ballonfahrer, und 1903 veröffentlichte er über seine Allein- und Nachtfahrten das Buch "4000 Kilometer im Ballon". Er wurde Redakteur der vom Vater gegründeten „Allgemeinen Sportzeitung“ in Wien, verlor aber immer mehr das Interesse am Sportjournalismus.

1907 schloss sich Silberer der Gruppe um Sigmund Freud an. Freud war anfangs begeistert von ihm und empfahl dessen „Bericht über eine Methode, gewisse symbolische Halluzinations-Erscheinungen hervorzurufen und zu beobachten“ C. G. Jung zur Veröffentlichung.

Silberer verstand sich als Privatgelehrter, arbeitete über Mantik, Mystik und Symbolik, und trat auch einer Freimaurerloge bei. Er war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe mit Lilli Tilgner wurde 1919 geschieden. Im selben Jahr heiratete er Berta Bloch.

Über zehn Jahre war Silberer Mitglied der „Psychoanalytischen Vereinigung“, war jedoch bei den Anhängern Freuds und bei Freud zunehmend umstritten. Man unterstellte ihm eine zu große Nähe zu C. G. Jung und Wilhelm Stekel, die als Abtrünnige galten.

Von 1920 bis 1922 gab er mit Wilhelm Stekel das von Samuel Tannenbaum in New York finanzierte Periodikum „Psyche and Eros“, eine Zweimonatszeitschrift in englischer Sprache, heraus. Diesem Projekt war keine lange Lebensdauer beschieden. Laut Stekel sei er durch dieses Projekt für Freud „erledigt“ gewesen. Silberer, der immer noch von seinem Vater finanziell abhängig war, spielte zuletzt mit dem Gedanken, als Bankangestellter zu arbeiten. Dazu kam es aber nicht mehr.

Am 1. November 1922 sprach Silberer in einem Vortrag über „Beobachtungen an Träumen“ die Übertragung an und betonte den Unterschied zwischen materialer (inhaltlicher) und funktionaler Symbolisierung. Wenige Monate nach diesem Vortrag nahm sich Silberer das Leben. Zuvor hatte er einen ablehnenden Brief Freuds erhalten, was mit seinem Freitod in Verbindung gebracht wurde. Über die Hintergründe und die Umstände des Todes hieß es in der „Neuen Freien Presse“, Wien, vom 12. Januar 1923:

„Auf tragische Weise hat heute Nacht der Schriftsteller Herbert Silberer geendet. Er hatte sich in seiner Wohnung (...) im Zustande geistiger Überreiztheit erhängt und wurde tot aufgefunden. Herr Silberer (...) hatte in der letzten Zeit Spuren nervöser Erkrankung gezeigt… Silberer war ein bekannter Schriftsteller. Er fungierte als Redakteur der Zeitung des Österreichischen Aeroklubs und hat sich auch viel mit Problemen der Metaphysik und der Telepathie usw. befaßt, die er wissenschaftlich behandelte.“

Silberer erhängte sich – ein in seiner Tragödie möglicherweise durchaus bewusst gewählter symbolisch aufzufassender Akt der Selbsttötung – am Fensterkreuz.

Quelle: Wikipedia

Zum Erhaltungszustand

Hier die seltene und entsprechend gesuchte Arbeit des Freud-Schülers als ein noch unaufgeschnittenes Exemplar; das Papier und der empfindliche Broschureinband licht- und altersbedingt nachgedunkelt und an den für den Schnitt beim Buchbinder gedachten Seiten mit kleinen Läsuren und Einrissen.

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