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Der psychoanalytische Prozeß

Versuch über das Unbewußte und den Aufbau einer buchstäblichen Ordnung. Ein Buch aus der Lacan-Schule. - [dt. ERSTAUSGABE]

Details

Verlag Walter
Auflage/ Erscheinungsjahr 1971, dt EA
Format 8°, 22,6 × 16 × 2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden mit Schutzumschlag
Seiten/ Spieldauer 169 Seiten
SFB Artikelnummer (SFB_ID) 3530513202

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Zu diesem Buch

Seit einigen Jahren arbeiten in Paris Jacques Lacan und seine Schüler, zu denen Serge Leclaire gehört, an einer konsequenten Freud-Interpretation, die in Zusammenhang steht mit gleichzeitig unternommenen Untersuchungen von Linguisten wie Roland Barthes und Jacques Derrida oder Philosophen wie Michel Foucault. Ein neues Verständnis der psychoanalytischen Ansätze bahnt sich an, das für das Sprachgebiet, wo man Freud im Original liest, immer wichtiger zu werden verspricht.

Leclaire geht es darum, die Besonderheit des individuellen Wunsches herauszuheben aus der Allgemeinheit von Begriffssystemen um «Oedipuskomplex» und «Kastrationsdrohung». Dabei zeigt sich, daß der frühkindliche «Wunsch» in seiner Besonderheit sich nicht einfach aus Erzählungen von wiederauftauchenden Erinnerungen oder Einzelheiten der Familiengeschichte rekonstruieren läßt, sondern sich als Chiffre, Formel, «Buchstabe» erweist, als ständig wirksames Organisationmodell unbewußter Vorgänge.

Im Verlauf zweier Analysen, die immer wie der aufgenommen werden, wird illustriert, wie die Einzelzüge der Besonderheit Gestalt gewinnen als «Buchstaben» , die in ein einzigartiges «Buch» geschrieben sind, in ein Unikum, das nichts anderes ist als der Körper selbst, auf dessen Oberfläche - soweit sie aus lebendigen, besonders ausgezeichneten Punkten besteht - sich erogene Zonen bilden. Diese Zonen sind Pforten zur Lustempfindung, an ihnen realisiert sich der Spannungsausgleich, und das Objekt ist gleichsam eine Tür, die - als Lust - den Zugang schließt. Der Buchstabe ist das Zeichen und die Spur dieser Begegnung - in dem Maße, als sein (Schrift-) Zug abstrahiert und wiederholt werden kann.

Aus dem Inhalt

  • Zuhören
  • Der unbewußte Wunsch. Ein Versuch, Freud mit den Augen Freuds zu lesen
  • Der Körper buchstäblich oder Wie sonst vom Körper sprechen?
  • Der Körper des Buchstabens oder Die Verflechtung von Objekt und Buchstabe
  • Der Traum vom Einhorn
  • Das Unbewußte. Organisation und Ordnung des Buchstabens
  • Verdrängung und Fixierung oder Wie Lusterlebnis und Buchstabe artikuliert sind
  • Der psychoanalytische Prozeß. Zum Begriff der Übertragung und der Kastration

Über den Autor

Serge Leclaire, 1924–1994, Psychoanalytiker und Schüler Lacans, war Mitbegründer der Société française de psychanalyse (SFP). 1969 gründete er den Fachbereich Psychoanalyse an der Universität Paris VIII (Vincennes). Bei Turia+Kant ist von ihm ›Psychoanalysieren‹ (2001) und ›Ein Kind wird getötet‹ (2004) erschienen.

Zum Erhaltungszustand

Im Fachantiquariat der SFB der begehrte Grundlagentitel zur psychoanalytischen Theoriebildung als ein besonders gut erhaltenes Exemplar der gebundenen deutschen Erstausgabe und MIT dem Schutzumschlag; innen frisch und ohne jede Anmerkungen und Anstreichunge; der Schutzumschlag an der oberen vorderen Einbandkante leicht wellig und mit geringen Läsuren. - Beim Verlag seit vielen Jahren vergriffen; in dieser EA besonders selten..

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