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Der Mythos Paul Klee

Eine biographische und kulturgeschichtliche Studie

Details

Verlag Böhlau
Auflage/ Erscheinungsjahr 11.07.2016
Format 24,7 × 18,1 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 408
Abbildungen 88 s/w- und 48 farb. Abb., 48 Illustration(en), farbig, 32 Tafel(n), farbig, 88 Illustration(en), schwarz-weiß
ISBN 9783412501860

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Zu dieser Arbeit

Bereits 1920 stilisierte sich Paul Klee (1879–1940) zum weltentrückten Künstler und Metaphysiker, ein Mythos, den seine Biographen aufgriffen und über Jahrzehnte verbreiteten. In seinem Buch geht Manfred Clemenz der Entstehung und Geschichte dieses Mythos erstmals auf den Grund. Er rekonstruiert den biographischen, zeitgeschichtlichen und kunstphilosophischen Hintergrund des Schaffens von Paul Klee und skizziert so ein realistisches Portrait des Künstlers, das signifikant von den harmonisierenden Darstellungen der bisherigen Klee-Biographik abweicht. Selbstzweifel, Depressionen, der Kampf zwischen Geist und Trieb sowie eine körperfeindlich-asketische Haltung prägen dieses Bild. Als Grundlage der Rekonstruktion dienten dem Autor neben autobiographischen und kunsttheoretischen Schriften Klees auch eine Reihe bisher unveröffentlichter Texte wie die Lebenserinnerungen seiner Frau Lily und die Tagebücher Petra Petitpierres, seiner langjährigen Freundin und Vertrauten.

Der Autor in einem ausführliche Interview zu seinem Buch:

"(...) Jahrzehntelang wurde an der „Heiligsprechung“ Klee gearbeitet, er wurde geradezu als Übermensch gefeiert: er weiß alles (Will Grohmann) und kann alles, ist „mehr als ein Mensch“ (Werner Haftmann). Seit den achtziger Jahren gibt es vermehrt kritische Stellungnahmen (vor allem durch O.K. Werckmeister und Christine Hopfengart), die jedoch jeweils nur einzelne Aspekte oder Themen beleuchten. Ich habe versucht, einen kritischen Überblick über die verschiedenen Themenbereiche bei Klee zu vermitteln: sein Werk, seine Person (wozu auch sein Gesellschaftsbild, sein schwieriges Verhältnis zu Frauen und seine Krankheit Sklerodermie gehören), zeitgeschichtliche Zusammenhänge und nicht zuletzt die problematischen Beziehungen zu seinen Künstlerfreunden (insbesondere zu Franz Marc, dem er nur den „Erdgedanken“ konzediert, während er den „Weltgedanken“ repräsentiert). ..."

Mafred Clemenz in einem 2017 geführten Interview mit Georgios Chatzoudis, nachzulesen auf L.I.S.A-Wissenschaftsportal der Gerda Henkel-Stiftung

Der Autor

Manfred Clemenz war langjähriger Professor für Soziologie / Klinische Sozialpsychologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt; er ist Psychologischer Psychotherapeut (Psychoanalyse), Gruppenanalytiker (DAGG) und Supervisor in freier Praxis sowie Kunsthistoriker.

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