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Der mühselige Aufbruch

Eine Psychoanalyse im Alter

Details

Verlag Ernst Reinhardt Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 2. Aufl. 2001
Format 13,6 × 1,5 × 21,4 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 238 Seiten
Reihe Reinhardts Gerontologische Reihe, Band 24
ISBN 9783497015689

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19,90 €


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Zu diesem Buch

Lange Zeit hat man die psychoanalytische Behandlung von Patienten, die älter als fünfzig oder gar sechzig Jahre sind, abgelehnt. Mittlerweile hat sich unser Bild von älteren Menschen gewandelt: Heute gilt der Mensch im Laufe seines Alterns als flexibel und lernfähig, bereit, die ihm verbleibende Zeit seines Lebens bewusst zu nutzen und zu genießen. Eine 60-jährige Frau hat derzeit in Deutschland durchschnittlich noch eine Lebenserwartung von ca. 23 Jahren (Männer: ca. 19 Jahre). Weshalb also sollte man psychisch kranken älteren Menschen die Chance vorenthalten, mit Hilfe der Psychoanalyse Konflikte zu bewältigen und neue Lebensfreude zu gewinnen?

Hartmut Radebold, Nestor der deutschsprachigen Alternspsychotherapie, und seine Patientin Ruth Schweizer schildern den "mühseligen Aufbruch" aus Depression und Verunsicherung. Gezeigt wird, wie die Patientin im Laufe der Analyse Selbstmordgedanken, Ängste und zahlreiche psychosomatische Symptome abbaut. Nach vierjähriger Behandlung hat sie zu neuer und stabiler Lebenszufriedenheit gefunden. Inzwischen ist Ruth Schweizer 80 Jahre alt und psychisch gesund. In Fachkapiteln erörtert der Autor die besonderen Aspekte der psychoanalytischen Behandlung Älterer: Übertragung und Gegenübertragung, Psychodynamik und Entwicklungsmöglichkeiten, Widerstände gegen diese Form der Behandlung Älterer.

Ein mutiges Beispiel unkonventioneller Behandlungswege, das zur Nachahmung einlädt.

Aus dem Inhalt

  • Einführung: Psychoanalytische Psychotherapie und Psychoanalyse Älterer
  • Zum Behandlungsbericht
  • Therapieanfang: Erstinterview, Biographie
  • Die Behandlung – dargestellt in elf Abschnitten:
    - Wiederbelebte Wünsche und ansteigende Ängste.
    - Das kleine Wesen in der Hundehütte nimmt wahr, dass es existiert.
    - Die Welt außerhalb meiner Hundehütte ist doch unbrauchbar oder sogar bedrohlich, besser ich bleibe drin.
    - Gibt es eine akzeptable Welt außerhalb der Hundehütte?
    - Außerhalb der Hundehütte gibt es zu viele bedrohliche, schmerzliche und verführerische Gefühle.
    - Ich habe meinen Vater doch sehr geliebt; er durfte seine (mögliche) Zuneigung zu mir nicht zulassen, und die Mutter litt es nicht.
    - Darf ich als Löwin auch schmusen, aber auch andere anfallen?
    - Vater und Mutter waren doch viel mächtiger als erinnert – erst jetzt kann ich mich mit ihnen wirklich auseinandersetzen!
    - Auch höchst widersprüchliche erlebte sexuelle Gefühle und abgewehrte traurige Gefühle sind meine eigenen Gefühle!
    - Kann ich auch ohne die abgelehnten, aber auch geschätzten Eltern meinen Weg selbständig finden?
    - Mein Weg führt mich jetzt durch das Tal zu mir noch unbekannten Zielen
  • Ergebnisse aus der Sicht des Psychoanalytikers, der Patientin, Psychodiagnostische Verlaufsbeschreibung mit dem Gießen-Test
  • Psychoanalytische Behandlung Älterer – besondere Aspekte
  • Widerstände gegen eine psychoanalytische Behandlung

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