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Der Junge, der die Bäume liebte

Roman (OT: »Il dio femmina stuprato nel bosco«). Aus dem Italienischen übersetzt von Irmgart Eichen

Details

Verlag Reclam, Philipp
Auflage/ Erscheinungsjahr 2004
Format 18,5 × 11,7 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden
Seiten/ Spieldauer 238 Seiten
Gewicht 340
ISBN 978-3-379-00813-6

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Zu diesem Buch

Der in die Jahre gekommene renommierte Psychoanalytiker Veritier wird eines Tages mit einer längst vergangenen Episode aus seiner Zeit als praktizierender und lehrender Psychoanalytiker konfrontiert, die ihn von seinem beruflichen Selbstverständnis und als Mensch gleichermaßen in tiefste Verwirrung stürzte: er lernte damals einen erstaunlichen Jungen kennen, der eine geradezu libidinöse Beziehung zu Bäumen pflegt …

Ein erstaunliches Romandebüt von überbordender erotsicher Fantasie, gepaart mit analytischem Detailwissen und intelligentem Sprachwitz - ein mutiges Buch vom Anderssein.

Der Psychoanalytiker Veritier wird mit einem Fall konfrontiert, der ihn als Analytiker und als Menschen in tiefste Verwirrung stürzt: Er lernt einen Jungen kennen, der eine libidinöse Beziehung zu Bäumen pflegt. Veritier erklärt der Mutter des Jungen: »Es ist möglich, dass ähnliche Fälle schon von Ärzten beobachtet worden sind. Falls dies so gewesen ist, hat jedoch keiner daran gedacht, sie wissenschaftlich zu untersuchen oder Aufzeichnungen darüber gemacht... Um der Wahrheit die Ehre zu geben, man kann bei den griechischen und römischen Autoren Dinge lesen, die vage in diese Richtung gehen, doch dabei handelt es sich um Mythologie und nicht um Wissenschaft. Bei Homer und Lukian zum Beispiel gibt es mehr als eine Stelle, wo Menschen und Bäume ...«

Pressestimmen

»Das ungewöhnlichste literarische Debüt der Saison.«

Diario Dell’Unità

"Vordergründig geht es in diesem Buch um die ziemlich skurrile und surreal wirkende Geschichte eines Jungen, der im Alter von 10 Jahren ein abnormes sexuelles Verhalten zeigt, indem er eine libidinöse Beziehung zu Bäumen pflegt. Derselbe Junge wird 50 Jahre später zum Premierminister des Landes gewählt, der als Elemente seines politischen Programms z. B. die Einführung einer vegetarischen Ernährung der Massen, die Einführung eines christlichen Baumkultes und die Einrichtung eines Ministeriums der Bäumischen Zeit plant. Eng verwoben mit dem Schicksal des Jungen, der die Bäume liebte, ist das seines damaligen Psychotherapeuten, dem in Mantua lebenden zur Erzählzeit schon fast Hundertjährigen Professor Veritier, der durch einen Zeitungsbericht über den ehemaligen Patienten erneut mit seinen Erinnerungen an den Jungen, dessen Mutter und verschiedene Geistwesen konfrontiert wird, denen er während der therapeutischen Arbeit begegnet war. Über diese Rahmenhandlung hinaus werden in dem spannend und mit viel Sprachgefühl geschriebenen Erstlingswerk eines italienischen Arztes aber weitere Themenräume geöffnet, die das Buch zu einem vielschichtigen und außergewöhnlichen Roman machen. Dazu gehört eine Gegenüberstellung kindlicher Ausformungen der Sexualität mit exzessiven Sexualpraktiken Erwachsener, die Beziehung von Menschen zu andersartigen Wesen ihrer Lebenswelt und übersinnlichen Geistwesen anderer Wahrnehmungssphären und die Grenzen im Austausch und im gegenseitigen Verständnis unterschiedlicher Seinsformen. Das Buch zeugt darüber hinaus von einer tiefen Verbundenheit des Autors mit den Bäumen, was sich in zahlreichen esoterischen, mythologischen und literarischen Anspielungen und Interpretationen mit Bezug zu Baum-Themen ausdrückt. Vor allem aber scheint die Handlung von einer Utopie motiviert zu sein, die an der vorurteilslosen Begegnung mit dem Außergewöhnlichen ansetzt und in der Überschreitung gewöhnlicher Grenzen Chancen zum Erreichen einer besseren Welt sieht."

Besprochen auf http://wunschbaum.de/baumliteratur_belletristisches.html

Lieferbarkeitshinweis

Bei der SFB in wenigen Archivexemplaren mit allenfalls minimalen Lagerspuren zum Angebotspreis; beim Verlag vergriffen.

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