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Der gehemmte Rebell

Struktur, Psychodynamik und Therapie von Menschen mit Zwangsstörungen

Details

Verlag Klett-Cotta
Auflage/ Erscheinungsjahr 3. Druckaufl.; 25.04.2017
Format 23,3 × 16,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 156 Seiten
Gewicht 361
ISBN 9783608948806

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27,00 €


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Zu diesem Buch

Der Zwangsneurotiker ist ein gehemmter Rebell, der in ständigem Konflikt zwischen Autonomie und Fügsamkeit lebt. Triebhafte Bedürfnisse und Emotionen kann er nie ausleben; er hat gelernt, seine Gefühle zu kaschieren und sie in zwanghaften Ritualen auszudrücken.

Das Buch zeigt auf der Grundlage der psychodynamischen Therapie Möglichkeiten der Diagnose und Behandlung für alle therapeutischen Schulen auf.

Triebhaftes Ausleben des Begehrten und emotionaler Ausdruck ist dem Zwangsneurotiker schwer möglich; früh wurde ihm bedeutet – und er hat es gut gelernt –, seine Gefühle zu kaschieren und sie allenfalls auf mäandernd-komplizierten Umwegen und in umständlich-mühsamen Ritualen auszudrücken.

Hermann Lang, Psychoanalytiker und emeritierter Psychologieprofessor in Würzburg, bietet in seinem neuesten Buch aus seiner reichen theoretischen und klinischen Erfahrung aktuelle Befunde zum Thema, erläutert die psychodynamischen Wirkmechanismen der Zwangsneurose, erklärt die Grundlage Diagnosestellung, zeigt Behandlungsverläufe und Interventionsmöglichkeiten auf.

Aus dem Inhalt

1 Historischer Rückblick

2 Zwangsstörung (Zwangsneurose): Symptomatik, Klassifikation und Epidemiologie

  1. Zwangsgedanken
  2. Zwangsimpulse
  3. Zwangshandlungen
  4. Weitere Merkmale
  5. Epidemiologie
  6. Differenzialdiagnose

3 Psychodynamik, Pathogenese und Ätiologie der Zwangsstörung (Zwangsneurose)

  1. Das klassische Konzept
  2. »Der gehemmte Rebell«

4 Die anankastische Persönlichkeitsstörung (zwanghafte Charakterneurose)

5 Zwang in frühen Störungen

  1. Zwang und Schizophrenie
  2. Zwang und Depression

6 Das Messie-Syndrom

7 Therapie der Zwangsstörung (Zwangsneurose)

  1. Herstellung und Aufrechterhaltung eines Arbeitsbündnisses 
  2. Bildung einer positiven bzw. idealisierenden Übertragung
  3. Einsicht in psychodynamische Zusammenhänge zwischen Symptomatik, Auslösesituationen und Grundkonflikten bzw. vulnerabler Persönlichkeitsstruktur
  4. Verbalisierung von bislang tabuisierten Vorstellungen, Wünschen, Ängsten, verbunden mit Überich-Entlastung bzw. Reduktion von Schuldgefühlen
  5. Intensivierung des therapeutischen Prozesses im Übertragungsgeschehen und Korrektur problematischer primärer Beziehungserfahrungen
  6. Paar- und Familientherapie
  7. Gruppentherapie
  8. Notwendige Behandlungsmodifikation bei der Therapie von Zwangssyndromen im Rahmen »früher Störungen«
  9. Kombination von psychodynamischer Psychotherapie, Pharmakotherapie und Verhaltenstherapie

8 Therapie der zwanghaften Persönlichkeitsstörung

Über den Autor

Hermann Lang, Prof. Dr. med. und Dr. phil., ist Psychiater, Psychoanalytiker und Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Er ist emeritierter Lehrstuhlinhaber des Instituts für Psychotherapie und medizinische Psychologie an der Universität Würzburg. Er hat neben Medizin und Psychologie auch Philosophie studiert, unter anderem bei Gadamer, Ricoeur und Lacan.

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