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Freud, Sigmund (Hg.)

Der eigene und der fremde Gott

Zur Psychoanalyse der religiösen Entwicklung (Erstausgab)

Details

Verlag Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Leipzig /Wien /Zürich
Auflage/ Erscheinungsjahr 1923, EA
Format
Einbandart/ Medium/ Ausstattung OLwd. mit geprägtem Titel
Seiten/ Spieldauer 255 (1) Seiten
Reihe Imago Bücher, Band III
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-000930_AQ

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Zu diesem Buch

»Die folgenden Aufsätze sind zumeist aus der Erweiterung von - rträgen entstanden, die in den Jahren 1920 und 192I auf dem II. Psychoanalytischen Kongreß im Haag und in der Berliner und Wiener Gruppe der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung gehalten wurden. Ursprünglich von einander unabhängig, fügten sie sich nachträglich zwanglos in einen größeren Zusammenhang. Die wesentlichen Züge drängten in eine Richtung und, was sich im engsten Rahmen spiegelte, schien sich bedeutsamer in einem weiteren zu wiederholen.

Die Meine Arbeit soll einen Versuch darstellen, von analytischen Gesichtspunkten aus die Erscheinungen der religiösen Feindseligkeit und Intoleranz, psychologisch zu erklären und zugleich den tieferen Ursachen der religiösen Verschiedenheiten nachzuforschen.

Woferne die Konvergenz der Ergebnisse in diesen, von verschiedenen n her geführten Untersuchungen einen Schluß auf die Richtigkeit d<s Ganzen zuläßt, würde ich hoffen, daß die vorliegende Aufsatzreihe dazu beitragen kann, ein wichtiges Stück der religiösen Entwicklung in einem neuen Lichte erscheinen zu lassen.« (aus dem Vorwort)

Aus dem Inhalt

  • Über kollektives Vergessen
  • Jesus und Maria im Talmud
  • Der heilige Epiphanus verschreibt sich
  • Die psychoanalytische Deutung des Judasproblems
  • Gott und Teufel
  • Die Unheimlichkeit fremder Götter und Kulte
  • Das Unheimliche aus infantilen Komplexen

Über den Autor

Theodor Reik (* 12. Mai 1888 in Wien ; † 31. Dezember 1969 in New York City ), österreichisch Psychoanalytiker jüdischer Religion; emigrierte 1939 in die USA.

Theodor Reik studierte unter bedrückenden materiellen Verhältnissen in Wien Psychologie , Philosophie , Literatur - und Religionswissenschaft . 1910 machte er Bekanntschaft mit Sigmund Freud und las dessen Werk Die Traumdeutung. Freud, der sich mit dem jungen Studenten anfreundete, unterstützte bald darauf mehrere Jahre dessen Ausbildung zum Psychoanalytiker durch einen monatlichen Geldbetrag. 1912 erschien Reiks Doktorarbeit Flaubert und seine 'Versuchung des heiligen Antonius', die erste auf psychoanalytischer Grundlage stehende literaturkritische Studie.

Reik arbeitete bis 1928 als Sekretär der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. Danach wurde er Mitarbeiter am Psychoanalytischen Institut Berlin , bis er 1933 aufgrund der nationalsozialistischen Machtübernahme zur Emigration gezwungen war. Reik floh zunächst in die Niederlande , 1938 emigrierte er in die USA .

Theodor Reik war im Gegensatz zu den meisten Psychoanalytikern seiner Zeit kein ausgebildeter Mediziner, was ihn in Konflikt mit dem damaligen Gesetz brachte, das nur Ärzten die Ausübung von Heilberufen gestattete. 1925 wurde er wegen Verstoß gegen das so genannte Kurpfuscherei-Gesetz angeklagt, da er ohne medizinische Ausbildung psychoanalytische Therapien betrieb. Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse nahm dies zum Anlass, die Schrift Zur Frage der Laienanalyse (1926) zu veröffentlichen, in der Freud klar Stellung bezog für eine fundierte psychotherapeutische Ausbildung und für die Zulassung anderer Berufssparten zur Psychtherapie und Psychoanalyse. Das Klima in der US-amerikanischen Psychoanalyse, die sich in diesem Punkt den Wünschen Freuds widersetzte und Nicht-Medizinern die Zulassung zur Ausbildung und Ausübung der Psychoanalyse verwehrte, erschwerte es Reik sich dort psychoanalytisch zu betätigen. So verweigerte ihm die Psychoanalytische Vereinigung von New York die vollwertige Mitgliedschaft. 1948 gründete Reik eine eigene Psychoanalytische Vereinigung, die auch Nichtmedizinern offen stand. Ihr angegliedert war eine Klinik, die seinen Namen trug.

Reik hinterließ ein umfassendes Werk, von dem die religionspsychologischen neben den kriminal- und kunstpsychologischen Schriften als das bedeutendste gilt.

Zum Erhaltungszustand

Hier als ein Exemplar der Erstausgabe in der Leinwand-Premiumvariante des Verlages mit geprägtem Titel und in nahezu perfekter Erhaltung; offenbar nie gelesen; ohne Anstreichungen, Anmerkungen oder Stempel.

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