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Dazwischenzeiten

1930. Wege in der Erschöpfung der Moderne

Details

Verlag Matthes & Seitz Berlin
Auflage/ Erscheinungsjahr 2017
Format 20,5 × 13 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 192 Seiten
Abbildungen 8 farbige Abbildungen auf 1 Bogen Schöndruckseite
Gewicht 300
ISBN 9783957574725

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20,00 €


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Zu diesem Buch

Im Jahr 1930 setzten viele Künstler der Moderne ihre Erschütterungen ins Bild, noch bevor sie diese begriffen, in Begriffe hätten fassen können.

In vier Essays fragt Marie Luise Knott mit einer der damaligen Lage entsprechenden Dringlichkeit, welche neuartigen Erosionslandschaften die vier Künstler Erwin Piscator, Karl Wolfskehl, Bertolt Brecht und Paul Klee in diesem Jahr durchmaßen – damals, als Piscators elektrisierendem Theater das Licht ausging, als Wolfskehls geheimes Deutschland zerstob, als Bertolt Brecht der Gesellschaft in der sich radikalisierenden Welt der Straßenaufmärsche und Saalschlachten den Spiegel vorhielt. Und als Paul Klee sich selbst aus seiner Kunst vertrieb. Nach wie vor beunruhigt die Frage, wie es geschehen konnte, dass der Sieg der Nationalsozialisten 1933 so beschämend einfach war. Die Frage beunruhigt umso mehr angesichts der heutigen Krisen, die so oft vermeintliche Parallelen zu der Zeit vor dem Ende der Weimarer Republik wachrufen. Was gaben die Künstler damals verloren? Was ließen sie sein, weil es so wie es war nicht weiter ging? Und: lassen sich mit dem Blick von heute Momente rekonstruieren, in denen 1930 Neues seinen Ausgang nahm? Indem man die Vergangenheit neu zerlegt, zerlegt man auch die Gegenwart und macht die Zukunft wieder zu dem, was sie ist: rätselhaft, unerwartet, unvernünftig.

Aus der Einleitung der Autorin

Stimmen zum Buch

»In vier nicht nur stilistisch glänzenden Essays betrachtet die Kritikerin und Übersetzerin Marie Luise Knott […] Momente des Jahres 1930.[…] Sie stellt schmerzliche Fragen an die künstlerische Moderne. Doch verabschiedet sie die Kunst nicht in eigene Sphären, sondern fordert sie auf, das Konstrukt des autonomen Individuums zu verteidigen.«

Moritz Reininghaus, in: Tagesspiegel

Die Autorin

Marie Luise Knott lebt als freie Autorin, Kritikerin und Übersetzerin in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Kunst und Literatur, zuletzt bei Matthes & Seitz Berlin: ”Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt”, nominiert für den Leipziger Buchpreis und den Tractatus Preis.

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