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Das unmögliche Exil

Stefan Zweig am Ende der Welt. Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn

Details

Verlag Beck, C H
Auflage/ Erscheinungsjahr 19.09.2016
Format 21,7 × 13,9 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 397 Seiten
Abbildungen Mit 29 Abbildungen
Gewicht 648
ISBN 9783406697562

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Den gefühlten ´Urgrund`, dazuzugehören, fand Stefan Zweig im Exil nicht wieder. Zu stark war er verbunden mit der geistigen Welt des alten Europa. Die Biografie des amerikanischen Schrifstellers und Journalisten Georges Prochniks beschreibt sensibel und kundig Zweigs verzweifelte Suche nach einer neuen Heimat.

Zu diesem Buch

Um 1930 gehörte Stefan Zweig zu den meistgelesenen und meistübersetzten lebenden Schriftstellern. Dieser Erfolg des 1881 geborenen Wieners wurde in der Folge der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der anschließenden Annexion Österreichs gestoppt. Der Kosmopolit mußte als Jude um sein Leben fürchtet, verließ daher den alten Kontinent und ließ sich 1941 in dem von ihm als "Land der Zukunft" gepriesenen Brasilien nieder. "Endlich ein Ruhepunkt", hoffte er nach seiner Ankunft in der tropischen Stadt Petrópolis. Ein halbes Jahr später, am 23. Februar 1942, schieden er und seine junge Frau Lotte "aus freiem Willen und mit klaren Sinnen“ aus dem Leben.

Am Tag, da er seinen Pass verlor, im Alter von 58 Jahren, habe er entdeckt, bekannte Stefan Zweig, "dass man mit seiner Heimat mehr verliert als einen Fleck umgrenzter Erde". Ausgerechnet diesem in Wien geborenen Weltbürger entglitt im Exil zunehmend das Leben.

Einfühlsam erzählt George Prochnik, selbst Nachfahre von Wiener Emigranten, diese tragische Geschichte eines Aufbruchs in die neue Welt, der von England über die USA nach Brasilien führt. Zugleich macht er sichtbar, welche Abgründe die geistige Welt des alten Europa, die Zweig in seinen nachgelassenen Erinnerungen so grandios heraufbeschworen hat, von der Nord- und Südamerikas trennten.

Stimmen zum Buch

"Prochniks akribische Fleißarbeit schärft nicht nur das Bild der gedanklichen Welt, in der Stefan Zweig sich bewegte, es schärft auch das Bild seines Charakters"

Eva Karnofksy, Deutschlandfunk

"Ein intellektuelles Festmahl."

A. O. Scott, The New York Times

"Als Einführung in Leben und Zeit Stefan Zweigs ist George Prochniks Porträt wohl kaum zu übertreffen."

Clive Davis, The Independent

Der Autor

George Prochnik lebt und arbeitet als Journalist und Schriftsteller in New York. Er hat englische und amerikanische Literatur an der Hebräischen Universität Jerusalem unterrichtet, ist ständiger Mitarbeiter der US-amerikanischen Zeitschrift "Cabinet" und Autor von Büchern über die Stille und über die Freundschaft zwischen Sigmund Freud und dem amerikanischen Psychologen James Jackson Putnam.

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