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Dörr, Margret; Aigner, Josef Christian Aigner (Hg.)

Das neue Unbehagen in der Kultur und seine Folgen für die psychoanalytische Pädagogik

Details

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
Auflage/ Erscheinungsjahr 20.05.2009
Format 20,5 × 12,3 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 269 Seiten
ISBN 9783525402047

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Zu diesem Buch

Die Beiträge des Bandes beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit das Freud’sche »Unbehagen in der Kultur« für die moderne psychoanalytische Pädagogik theoretisch relevant und praktisch handlungsorientierend ist.

Der Band erforscht, inwieweit sich die zentralen Thesen Freuds aus dem Jahr 1930 zur Frage, warum der Mensch nicht glücklich werden und sein könne, auf die heutige Kultur reflexiv und kritisch anwenden lassen und welche Bedeutung dies für theoretische Konzeptionen und praktische Herangehensweisen der psychoanalytischen Pädagogik hat. Die Autorinnen und Autoren spannen den Bogen ihrer Erörterungen von Fragen der Therapie, der Genderdifferenz, des erzieherischen Umgangs mit der Generationsdifferenz, des neoliberalen Zuschnitts von Subjektbildung in institutionellen Sozialisationsinstanzen (Schule, Heim) bis hin zu kulturtheoretischen Erörterungen der Begründung von »Unbehagen« in den kulturellen Gegebenheiten der Gegenwartsgesellschaft.
Dabei kommen sie zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, was die Vitalität der Auseinandersetzungen um kulturtheoretische und -politische Themen innerhalb der psychoanalytischen Pädagogik zeigt: von der Einschätzung des Veraltetseins der wesentlichen Grundannahmen Freuds aus den 1930er Jahren bis hin zu einem tiefen psychoanalytischen Kulturskeptizismus, der meint, dass die Annahme dreier großer Leidensquellen der Kultur, wie Freud sie beschrieb, nämlich

  • die Bedrohung durch die Natur und der Umgang der Menschen mit vermeintlicher Naturbeherrschung,
  • die Hinfälligkeit des Körpers und die Reaktionen altersverleugnender und todesverdrängender Kulturen darauf und
  • die Unzulänglichkeit der sozialen Einrichtungen
  • lange nicht veraltet erscheint und insbesondere der psychoanalytischen Pädagogik und der Erziehungswissenschaft jede Menge Fragen und aktueller Problemstellungen aufdrängt.

Aus dem Inhalt

  • Josef Christian Aigner, Margret Dörr: Einleitung: Die psychoanalytische Pädagogik vor dem Unbehagen in der Kultur
  • Hans-Joachim Busch: Das Unbehagen in der Spätmoderne
  • Micha Brumlik: Die Aktualität des Todestriebes
  • Barbara Rentdorff: Unbehagliche Differenzen. Frauen, Männer und Kultur
  • Andreas Kriwak: Das Unbehagen zwischen Begehren und Trieb
  • Till Bastian: Unübersichtlichkeit, Fragmentierung und Zerfall - und die neue Sehnsucht nach dem Schlichten
  • Annedore Hirblinger: Über-Ich-Fixierung und Störung der Mentalisierungs-Fähigkeit – Aspekte der Selbstentwicklung in der psychoanalytischen Therapie
  • Heiner Hirblinger: Über-Ich-Fixierung und Störung der Mentalisierungsfähigkeit in pädagogischen Praxisfelder - Aspekte einer Entwicklung des Selbst im Unterricht und in der Lehrerbildung
  • Achim Würker: Das Unbehagen in der Kontrollkultur
  • Burkhard Müller: Das pädagogische »Unbehagen in der Kultur«. Anmerkungen zu einer Wirkungsgeschichte eines Konzepts
  • Günther Bittner: Muss ich mein eigener Feind sein? Plädoyer für Freuds moralkritische Perspektive
  • Jürgen Körner: Das psychoanalytische Unbehagen in der Kultur – Symptom und Remedium der spätbürgerlichen Gesellschaft?
  • Rolf Göppel: Das Unbehagen an der Freudlosigkeit der psycho-analytischen Kultur – Freuds »Techniken der Leidabwehr« und aktuelle »Anleitungen zur Lebenskunst«

Über die Herausgeber

Dr. phil. Margret Dörr, Diplom-Soziologin, Diplom-Sozialpädagogin, ist Professorin an der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit in Saarbrücken.

Dr. Josef Christian Aigner, Psychoanalytiker, Paartherapeut, ist Universitätsprofessor für Psychosoziale Arbeit - Psychoanalytische Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft /Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Innsbruck.

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