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Das Kartenspiel

Roman

Details

Verlag Schöffling
Auflage/ Erscheinungsjahr 2001
Format 21 × 14 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 208 Seiten
Gewicht 333
ISBN 9783895611810

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19,90 €


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»Lesen Sie Adolf Schröder: Sie werden ihn nicht mehr vergessen!«

Magazine Littéraire

Zu diesem Roman

'Als sich das Schiff vom Kai entfernte, glaubte ich, Dir noch etwas sagen zu müssen.', so beginnt ein Brief, der in eine unglaubliche Geschichte führt.

Selma Bruhns ist eine alte, willensstarke Frau, eine Jüdin, die den Faschisten entkommen konnte, um einen unsagbaren, um einen für einen so lebendigen Menschen wie sie es immer war, auf Dauer unertäglich hohen Preis. Sie gibt sich dem Erinnern und Vergessen hin, ihr von den Vorfahren ererbtes Haus in Hamburg-Blankenes verfällt, alle Fenster sind verhängt, unzählige Katzen streifen durch Haus und Garten.

Die Aufgabe, die bleibt und für sie so wichtig wird, ist das Sortieren der Briefe, Tausender Briefe, die an eine Almut gerichtet sind und die von einer jungen Frau geschrieben wurden, die 1939 nach Brasilien emigrieren mußte: 'Ich rede mir ein, daß ich Glück gehabt habe oder daß ich glücklich bin, aber gleichzeitig habe ich das Gefühl, alle Sätze, in denen das Wort Glück vorkommt, beginnen sich schon, während ich sie denke oder ausspreche, von mir zu entfernen.'

Die alte Dame heuert über die Arbeitsvermittlung des ASTA einen Studenten an, der ihr helfen soll, die vielen Briefe in eine chronologische Ordnung zu bringen. Wie sich zeigt, ein Student, der seinerseits noch nicht recht weiß, wohin seine Lebensreise gehen soll. Anfangs erstaunt, abgeneigt, mit Ekel vor den Katzen im muffigen Haus, ambivalent -  beginnt er gleichwohl mit der Sortiererei. Es ist eine Sisyphosarbeit. Und er hört auch nicht auf damit, als Selma ihm sagt, nach getaner Arbeit würde er die geordneten Briefen im Garten des Hause zu verbrennen haben ...

Eine knappe Woche dauert der Job in diesem unwohnlich gewordenen, einen so schönen Haus. Und obwohl die beiden nur wenige Worte miteinander wechseln, entfaltet sich eine starke Dynamik. Selma bereitet sich auf das Sterben vor, und der junge Student soll ihr dabei helfen. Und mit ihm spielt sie ihr Spiel, das letzte Spiel, ein Kartenspiel, das in ihrem Leben die wichtigste Rolle einnahm: Denn sie waren j zwei, die Zwillinge Almut und Selma, aber nur ein Paß für Brasilien war verfügbar. Der eine Paß bedeutete Leben, der nicht vorhandene den sicheren Tod im KZ.

Adolf Schröders Kartenspiel ist ein außergewöhnlich ergreifender und spannender Roman. Schröder erzählt unprätentiös, subtil und ohne Sentimentalität. Ähnlich wie in Bernhard Schlinks 'Vorleser' wird der Leser völlig in den Bann dieser deutschen Geschichte gezogen, die niemanden unberührt läßt.

Aus Rezensionen zu diesem Buch

»Aus der Nüchternheit steigt eine Atmosphäre herauf, die an Dürrenmatts Erzählungen denken lässt.«

Badische Zeitung

»Ein fesselnder und aufrührender Roman. Adolf Schröder: Ein Name, den man sich merken muß.«

Le Figaro

»Es ist bewunderungswürdig, wie intelligent der Autor seine Mittel einzusetzen weiß, um Spannung zu erzeugen.«

Katharina Rutschky in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

»Eine aufregende Geschichte über die Geschichte.«

Le Monde


»Adolf Schröder versteht es glänzend, sich in die Köpfe seiner Protagonisten zu versetzen. Ein Gegenwartskrimi, dessen tragisches Geheimnis mehr als ein halbes Jahrhundert zurückliegt.«

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Der Autor

Adolf Schröder wurde 1938 in Bremen geboren. Nach dem Abitur begann er, Germanistik und Geschichte in Hamburg zu studieren. Bereits 1961 produzierte er sein erstes Hörspiel. Schröder machte sich einen Namen als Hörspiel- und Drehbuchautor, unter anderem für die Fernsehserie 'Der Alte'. Adolf Schröder starb am 8. Mai 2008 in Hamburg.

Rezensionen

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