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Sonderausgabe

Das Ich und das Es

Metapsychologische Schriften

Details

Verlag FISCHER Taschenbuch
Auflage/ Erscheinungsjahr 01.04.1992
Format 19 × 12,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 368 Seiten
Gewicht 274
ISBN 9783596104420

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10,95 €


Merkliste

»Wenn ich mir vorstellen könnte, daß alle an der Psychologie Interessierten diese Schrift lesen werden, so wäre ich auch darauf vorbereitet, daß schon an dieser Stelle ein Teil der Leser Halt macht und nicht weiter mitgeht, denn hier ist das erste Schibboleth der Psychoanalyse. Den meisten philosophisch Gebildeten ist die Idee eines Psychischen, das nicht auch bewußt ist, so unfaßbar, daß sie ihnen absurd und durch bloße Logik abweisbar erscheint (…).« (S. Freud)

Zu diesem Buch

Freuds Genie bestand nicht zuletzt in einer doppelten Ausrichtung der Aufmerksamkeit: er war einerseits ein sinnenbegabter Beobachter noch des winzigsten ›konkreten‹ Details in den Mitteilungen seiner Analysanden und andererseits ein kühner Theoretiker, der zur Erklärung des Beobachteten ganz neuartige, hochgradig ›abstrakte‹ Modelle entwarf – die sogenannte »Metapsychologie«, also eine hinter das Bewußtsein führende Theorie des Seelenlebens.

In chronologischer Reihenfolge präsentiert der vorliegende Band die zentralen metapsychologischen Schriften Freuds, darunter »Das Ich und das Es – Zur Einführung des Narzißmus«, »Das Unbewußte« sowie »Jenseits des Lustprinzips«. Alex Holder führt dem Leser in seiner luziden Einleitung vor Augen, wie und warum Freud seine verschiedenen Theoreme (darunter die Triebklassifikation, das Modell des psychischen Apparates, die Auffassung von der Abwehr) zeitlebens immer wieder revidierte, wenn neue Beobachtungen dies erforderten.

Ein Beispiel: Freud gab seine erste dualistische Triebtheorie, die den Sexualtrieben die Ich- oder Selbsterhaltungstriebe gegenüberstellte, zugunsten des Antagonismus zwischen Lebenstrieben und Todestrieb auf, weil die erste Klassifikation die klinischen Phänomene des Wiederholungszwangs, des Masochismus und Sadismus nicht zu erklären vermochte. Wie aktuell das Konzept des Todestriebs ist, wird deutlich, wenn man sich die immer bedrohlichere Tendenz der Menschen vergegenwärtigt, die eigenen natürlichen Lebensgrundlagen vollends zu zerstören.

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