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Das Ich und das Denken

Eine psychoanalytische Studie

Details

Verlag Internationaler Psychoanalytischer Vlg., Leipzig /Wien /Zürich
Auflage/ Erscheinungsjahr 1929
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Privater grüner Leineneinband
Seiten/ Spieldauer 48 Seiten
Reihe Sonderabdruck aus "Imago", Band 15
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-001724_AQ

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Zu diesem Buch

Sonderabdruck aus »Imago – Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Natur- und Geisteswissenschaften« (herausgegeben von Sigmund Freud), Band XV (1929).

»Unser Denken, so kann es in erster Annäherung heißen, ist zwischen Wahrnehmen und motorischem Handeln ausgespannt. Die Feststellung dieser Grenzpunkte läßt jedoch noch unzählige Möglichkeiten des sich zwischen ihnen abspielenden Verlaufes offen und kann uns kaum die Erklärung der realen Beschränktheit dieser Möglichkeiten, geschweige der Transzendenz des Denkens geben. Die Psychoanalyse gibt tatsächlich bezüglich der Spannung des Denkens noch mehr Hilfsbegriffe als die Bestimmung der beiden genannten Grenzpunkte; deskriptiv die Unterscheidung von bewußten und unbewußten Denkvorgängen, topisch die Systeme W-BW, Vbw, Ubw oder, nach der neuen Strukturtheorie, die Seelenteile Ich, Es, Über-Ich. Nach dem letzten Gesichtspunkte wird das Denken eigentlich zwischen der wahrgenommenen Außenwelt, der unbewußten triebhaften Innenwelt und einer teils bewußten, teils unbewußten leitenden Instanz (Ich-Überich) ausgespannt. Die geschichtliche Bedingtheit des Denkens kann sozusagen deduktiv aus diesen Abhängigkeiten des Denkens abgelesen werden. Denn das Ich hat sich ja selbst entwickelt, und zwar seinem Kerne, etwas Wahrnehmungshaftem gemäß, gerade von den Wahrnehmungen aus; das Es trägt in sich das Abbild der onto- und phylogenetischen Triebentwicklung, und das Über-Ich bildet sich aus einer ganz bestimmten Situation, aus der Überwindung des Ödipuskonflikets, kann oder muß deshalb stets Zeichen dieser seiner situationsbedingten Abkunft verraten.« (aus der Einleitung)

Aus dem Inhalt

  1. Betrachtungen auf dem Gebiete der Logikwissenschaft
  2. Identifizierung und Identität
  3. Sinnesmodalitäten und Denkformen

Über den Autor

Imre Hermann, 1889 geboren, hoch talentiert und umfassend interessiert, studierte in Budapest Medizin und kam nach dem I. Weltkrieg mit der aufkommenden Psychoanalyse in Kontakt und wurde 1921 in die Internationale Psychoanalytische Vereinigung (IPV) aufgenommen, 1921/22: Lehranalyse bei Erzsébet Révész, der Frau Sándor Radós. Nach dem plötzlichen Tod seiner Lehranalytikerin setzt Hermann seine Analyse bei Ferenczi und dann bei Vilma Kovács fort.

1922: Hermann heiratet die Psychologin und Psychoanalytikerin Alice Cziner, mit der er drei Kinder hat; 1924: sein Buch »Psychoanalyse und Logik« erscheint; 1925: Berufung zum Sekretär der Ungarischen Psychoanalytischen Vereinigung, deren Vizepräsident (1936–44) und Präsident (ab 1945 bis zur Auflösung der Vereinigung durch die kommunistische Regierung) er wird; 1929: »Das Ich und das Denken« wird publiziert; 1934: Hermanns Werk »Psychoanalyse als Methode« erscheint. 1945–1948: Hermann wird Privatdozent an der Fakultät für Medizin in Budapest. Während der 1950er Jahre arbeitet er als Arzt bei Versicherungen. In seiner therapeutischen Praxis versucht er, experimental-psychologische Erkenntnisse im Sinne einer Fokaltherapie gemeinsam mit der Psychoanalyse anzuwenden; 1984: Hermann stirbt hochbetagt in Budapest.

Zum Erhaltungszustand

Hier die gesuchte Arbeit als schönes und gut erhaltenes Exemplar in einer gediegenen grünfarbenen Privatbindung, diese ohne Rücken- oder Titelprägung. Im Text sind keine Anstreichungen oder Anmerkungen; auf der letzten Seite befinden sich einige kleinere Flecken, auf dem Schmutztitel gibt es einen dezent angebrachten handschriftlichen Vermerk ib Bleis; siehe Titelabb. - Selten.

Rezensionen

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