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Schofer, Ulrike; Pfister, Kathrin (Hg.)

Das Heidelberger Artzney Buch 1568

Naturheilkunde in der Frühen Neuzeit (Reprint der Ausgabe 1568)

Details

Verlag Bibliotheca Palatina Faksimile Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 1. Aufl. 26.05.2011
Format 22 × 31 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 806 Seiten
Gewicht 4000 g
ISBN 9783981146325

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Zu diesem aufwendig gemachten Reprint des berühmten Manuals

Zu den berühmtesten und besten Nachschlagewerken dieser Art gehört zweifellos das 1568 zuerst von Johann Mayer in Heidelberg gedruckte "Artzney Buch" des Christoph Wirsung, der dem Publikum seiner Zeit bereits im Titel verspricht, mit seinen Rezepten und Hinweisen "so wol dem armen gemainen Mann mit geringen sachen / als dem reichen zu huellf" zu kommen. Gewidmet war das Werk seinem "genedigsten" Herrn, dem in Heidelberg residierenden Pfalzgrafen Friedrich III., "des heiligen Roemischen Reichs Erztruchsaeß und Churfürst, Hertzog in Bayern". Und dies kam nicht von ungefähr, wurden doch gerade im Heidelberger Schloss jener Zeit die einfache Medizin und bewährte, erprobte Rezepte, nicht die aus den gelehrten Folianten der "medizinischen Professores" unten in der Stadt, geschätzt und gepflegt. Von überall her, nicht zuletzt aus den reichen Rezeptsammlungen des Heidelberger Hofs, hatte Wirsung so seine Rezepte gesammelt und ins "Teutsch" übersetzt."

Der Apotheker Christoph Wirsung und sein „Artzney Buch“ - Vor fast 450 Jahren erschien in Heidelberg ein Buch, das auf über 700 großformatigen Seiten das pharmazeutisch-medizinische Wissen der Zeit zusammenfasste. Das „Arzney-Buch“ verdankt seine Entstehung einem Augsburger Apotheker, der seinen Lebensabend bei seiner Tochter in Heidelberg verbrachte und dort seine umfangreiche Rezeptsammlung ordnete, übersetzte und kommentierte. Das hier faksimiliert Exemplar widmete Wirsung dem Arbeitgeber seines Schwiegersohnes, Friedrich III. von der Pfalz (1515-1576), der es aufwändig einbinden ließ. Auch sein Sohn, Pfalzgraf Johann Casimir, besaß ein Exemplar, da sich dessen Frau Elisabeth sehr für Medizin und Pharmazie interessierte. Wirsungs „Artzney Buch“ erfreute sich am kurfürstlichen Hof größter Beliebtheit; der Nachfolger Friedrichs III., Ludwig VI. nannte drei Exemplare sein Eigen, und es ist davon auszugehen, dass der kurfürstliche Hof sich mit Wirsungs Rezepten selbst kurierte.

Das „Artzney Buch“ sollte zu einem geschätzten Nachschlagwerk werden; es erlebte mehrere Auflagen und wurde auch im Ausland gelesen: 1593 wurde es ins Holländische übersetzt, 1598 erschien eine englische Übersetzung. Bis weit ins 17. Jahrhundert wurde Wirsungs Rezeptsammlung immer wieder aufgelegt und galt europaweit als Standardwerk der Heilkunde.

Wer war Christoph Wirsung? - Christoph Wirsung wurde 1500 in Augsburg geboren. Sein Vater war der reiche Kaufmann Marx Wirsung, der eine wohlhabende Kaufmannstochter heiratete; es kam also Geld zu Geld. Der Vater besaß mehrere Apotheken, eine Buchdruckerei und ließ dem Sohn eine ausgezeichnete humanistische Bildung zukommen, d.h. Christoph konnte Latein und war mit dem Kanon klassischer Autoren wie Cicero, Aristoteles und Plato vertraut. Um der Erziehung ihres Sohnes den letzten Schliff zu geben, schickten ihn die Eltern etwa 14-jährig nach Italien. In Venedig, das enge Handelsbeziehungen zu Augsburg unterhielt und sozusagen als ‚Seehafen Augsburg
s‘ diente, verbrachte Wirsung mehrere Jahre; er kehrte erst 1520 nach Deutschland zurück. Nach dem Tod des Vaters 1521 übernahm er gemeinsam mit der Mutter die väterliche Apotheke in Augsburg, die er ab 1530 alleine führte. In den 42 Jahren, die Wirsung als Apotheker in Augsburg tätig gewesen war, sammelte er viele Rezepte." (Aus der Verlagsankündigung)

Lieferbarkeitshinweis

Im Archiv der SFB in wenigen verlagsfrischen und folienverschweißten Exemplaren zum Angebotspreis verfügbar.

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