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Corona-Krise und andere Kollektivtraumata

Mitschnitt des online Live-Seminars vom 06. März 2021 in Müllheim. - 2 DVD

Details

Verlag Auditorium-Netzwerk
Auflage/ Erscheinungsjahr 2021
Format wahlweise 1 DVD oder 1 CD in Bo×
Einbandart/ Medium/ Ausstattung 2 DVDs
Seiten/ Spieldauer 345 Min.
SFB Artikelnummer (SFB_ID) 3955D_DVD

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2 DVD

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Zu diesem Live-Mitschnitt auf DVD

Seit dem 2. Weltkrieg gab es kein Thema, das zu solchen Spaltungen in der Bevölkerung geführt hat wie die "Corona-Krise". Auf der einen Seite diejenigen, die Angst davor haben, dass sie selbst oder ihre Liebsten eine tödliche Erkrankung bekommen könnten (Covid19) und die bereit sind, für ihre Gesundheit große Opfer zu bringen, was ihre Bewegungsfreiheit und ihre sozialen Kontakte angeht. Auf der anderen Seite diejenigen, welche die von der Regierung betriebene Pandemie-Strategie für falsch halten, sich durch die Pandemie-Strategie existenziell bedroht fühlen und die Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit nicht (auf Dauer) akzeptieren wollen.

Beide Gruppen reden kaum noch miteinander, und die gegenseitigen Anschuldigungen werden immer schriller. An dieser Krise lässt sich gut zeigen, was passiert, wenn ein traumatogenes Geschehen in einer Gesellschaft um sich greift und mit allen Folgen für die Psyche, den Körper und die sozialen Beziehungen Angst erzeugt: die Angst vor der gesundheitlich tödlichen Gefahr (hier: dem Virus) versus die Angst vor dem Verlust der wirtschaftlichen Existenz bzw. der persönlichen Freiheiten.

In einer solchen Situation wollen es die meisten Menschen "richtig" machen, und dabei geht es auf beiden Seiten um das, was sie "glauben" oder "nicht glauben"; bei den einen um die Unterordnung unter eine von den "Mächtigen" vorgegebene Strategie; bei den anderen um das Gefühl, "aufgeklärter" zu sein als die anderen und der Überzeugung, die Regierung führe uns ins Unglück.

Schon oft in der Geschichte gab es diese Konstellation, etwa in der Nazizeit, und interessanterweise werfen heute die einen auch jeweils den anderen vor, sich "wie Nazis" zu verhalten und die gesamte Bevölkerung in ein potenziell vernichtendes Geschehen zu treiben.

Was steckt dahinter? Welche Übertragungen aus individuellen wie kollektiven Vor-Traumata werden hier geweckt? Inwiefern können wir die "Corona-Krise" als eine Art Metapher betrachten für den Kampf um Leben und Tod, den Gesellschaften gegen "mächtige Feinde von außen" führen? Welche Schäden richten diese "Feinde" bzw. die Strategien des Kampfes gegen sie in einer Gesellschaft an? Wie könnten die Schäden vermieden, vermindert oder geheilt und wie könnten die sozialen Spaltungen möglicherweise überwunden werden? (Text: Verlag)

Der Referent

Michaela Huber ist psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung. Past President der Deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation (DGTD), 1. Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für bedarfsgerechte Nothilfe (BAGbN).

Audio/Video

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Rezensionen

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