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Ritte, Jürgen (Hg.)

Briefe

1879 - 1922 (2 Bde.)

Details

Verlag Suhrkamp
Auflage/ Erscheinungsjahr 11.09.2016
Format 22,3 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden im Schuber
Seiten/ Spieldauer zusammen 1479 Seiten
Gewicht 1803
ISBN 9783518425404

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78,00 €


Merkliste

»Die wahren Paradiese sind die Paradiese, die man verloren hat.« Marcel Proust

Zu diesem Doppelband

Marcel Proust war ein äußerst produktiver Briefschreiber. Für den Dichter, der häufig ans Bett gefesselt war, trat der Brief oft an die Stelle des persönlichen Gesprächs. In seinen Korrespondenzen erleben wir den Autor von den verschiedensten Seiten: als Schriftsteller, der mit seinem Verleger bis buchstäblich zum letzten Atemzug um jede Zeile seines Werkes kämpft. Als mutigen Literaten, der im Skandalprozess um den jüdischen Hauptmann Dreyfus früh das Wort ergreift und sich für den zu Unrecht Verurteilten einsetzt. Als Muttersohn und als Werbenden in homoerotischen Freundschaften. Immer wieder brilliert Proust auch als witziger Erzähler mit Blick fürs skurrile Detail. Wie er sich verzweifelt gegen Handwerkerlärm aus der Nachbarwohnung zur Wehr setzt oder auf groteske Finanztransaktionen einlässt, gehört zu den amüsantesten Aspekten dieser Korrespondenz.

Diese erste umfassende deutsche Briefausgabe mit ihren annähernd 600 Briefen an Freunde, an die Mutter, an Schriftstellerkollegen, Gesellschaftsmenschen, Kritiker und Verleger dokumentiert aus Prousts unzensiert-privater Sicht seine ganze Entwicklung von den frühen literarischen Fingerübungen bis hin zur Vollendung der Recherche. Einleitung, ausführliche Stellenkommentare, Zeittafel, Kurzporträts aller Briefempfänger und Register erschließen die Briefe und damit das faszinierende Panorama einer ganzen Epoche.

Einen Blick auf ausgewählte Briefe gewährt der Verlag hier.

Pressestimmen

»Ein Buchwunderwerk ... Die Übersetzungen – alle neu angefertigt, selbst in Fällen bereits vorhandener aus früheren deutschen Briefbänden – sind von großer Eleganz und Akkuratesse.«
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»... eine grandiose Auswahl ... auf bewundernswert detaillierte Weise kommentiert ...«
Wolf Lepenies, Die literarische Welt

»So liebevoll gestaltet, dass man sofort spürt, hier waren menschen am Werk, die noch einen Zusammenhang sehen zwischen Leben und Lesen.«
Martin Lüdke, faustkultur.de

Über den Autor

Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ist zu einem Mythos der Moderne geworden.
Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem – nur vermeintlich müßigen – Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten ausgelegtes Arbeits- und Schlafzimmer ist legendär. In Swanns Welt, der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band, Im Schatten junger Mädchenblüte, wurde Proust 1919 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die letzten Bände der Suche nach der verlorenen Zeit wurden nach dem Tod des Autors von seinem Bruder herausgegeben.

Über den Herausgeber

Jürgen Ritte, geboren 1956, ist Professor für Literaturwissenschaft an der Université de la Sorbonne Nouvelle in Paris. Er ist Mitbegründer und Vizepräsident der deutschen Marcel Proust Gesellschaft. 2009 kuratierte er die Münchener Ausstellung Marcel Proust im Spiegel seiner Korrespondenz.


Rezensionen

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