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Boys don’t cry

Identität, Gefühl und Männlichkeit

Details

Auflage/ Erscheinungsjahr Deutsche Erstausgabe; 01.03.2017
Format 20,8 × 12,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 232 Seiten
Gewicht 245
ISBN 9783960540427

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Zu diesem Buch

Männer weinen nicht. Sollten sie aber, denn sie haben allen Grund dazu: Starre Männlichkeitsbilder beherrschen stärker denn je die Auswahlpalette an einschlägigen (medialen) Identifikationsangeboten: Stark, potent, unbesiegbar, überlegen und immer auf der Gewinnerspur sollen Männer sein, ob sie wollen oder nicht.

Jack Urwin will von diesem interessengeleitet unentwegt verzapften Unfug nichts mehr hören. Es reicht ihm auch nicht, daß der starke Mann auch mal weinen (beim Verschossenen Elfmeter) oder Elternzeit nehmen darf, sofern er sich das finanziell leisten kann. Urwin fragt vielmehr, warum Männer überhaupt stark sein müssen, wenn diese Stärke vorwiegend an Lächerlichkeiten festgemacht wird (körperliche Fitness, sexuelle Potenz, beruflicher Status, PS-Stärke des Vehikels, Einkommen usf) . Warum werden Menschen noch immer an derlei verrückten Stereotypen gemessen und lassen sich daran messen. Wer oder was vermittel und tradiert fortwährend diese Stereotype? Sind es die Eltern, die Mütter, Kindrgärten, Schulen?

Der Autor versteht sein Buch als einen Beitrag zur überfälligen Debatte darüber, wie ein positiver und zeitgemäßter Männlichkeitsbegriff inhaltlich heute zu füllen ist und wie man dahin gelangen kann, eine geerdere Männlichkeit zu vermitteln und zu leben.

Unter anderem ausgelöst vom frühen Tod seines Vaters hat Jack Urwin 2014 den weltweit viel beachteten Essay »A Stiff Upper Lip Is Killing British Men« im VICE Magazine veröffentlicht, dessen Themen er hier fortführt. Von der Mob-Mentalität, wie sie bei Fußballspielen und in Fight Club zur Schau gestellt wird, bis zu den Vätern und Großvätern, die aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten, ohne je soweit gekommen zu sein, über ihre Erlebnisse, ihre Gefühle, ihre Scham mit anderen, mit ihren eigenen Söhnen sprechen zu können. Urwin interessiert, wie der Mythos einer trivialen Maskulinität entstanden ist und warum er toxisch, ja tödlich ist. Warum ist es den westlichen Gesellschaften, Männern und Frauen gleichermaßen, so schwer, diese fragwürdigen und zunehmend kontraproduktiv wirkenden Ideale hinter sich zu lassen?

Unter anderem ausgelöst vom frühen Tod seines Vaters hat Jack Urwin 2014 den weltweit viel beachteten Essay »A Stiff Upper Lip Is Killing British Men« im VICE Magazine veröffentlicht, dessen Themen er hier fortführt. Von der Mob-Mentalität, wie sie bei Fußballspielen und in Fight Club zur Schau gestellt wird, bis zu den Vätern und Großvätern, die aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten, ohne je soweit gekommen zu sein, über ihre Erlebnisse, ihre Gefühle, ihre Scham mit anderen, mit ihren eigenen Söhnen sprechen zu können. Urwin interessiert, wie der Mythos einer trivialen Maskulinität entstanden ist und warum er toxisch, ja tödlich ist. Warum ist es den westlichen Gesellschaften, Männern und Frauen gleichermaßen, so schwer, diese fragwürdigen und zunehmend kontraproduktiv wirkenden Ideale hinter sich zu lassen?

Der Autor

Jack Urwin, Jahrgang 1992, in Loughborough (UK) geboren studierte Journalismus in London. Er schreibt für diverse Zeitschriften, u. a. McSweeney’s und VICE, über Politik, psychische Gesundheit und Genderthemen. Urwin lebt derzeit in Toronto.

Rezensionen

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