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Blumkas Tagebuch

Vom Leben in Janusz Korczaks Waisenhaus

Details

Verlag Gimpel Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 1. Aufl. 09.2011
Format 25,3 × 1,5 × 31,9 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden
Seiten/ Spieldauer 64 Seiten
Abbildungen durchg. farb. Ill.
Gewicht 740
ISBN 978-3-9811300-6-5

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29,90 €


Merkliste

»Blumkas Tagebuch ist ein künstlerisch beeindruckendes und emotional berührendes Bilderbuchkunstwerk, das sein Thema für Kinder nachvollziehbar umsetzt – und das auf eine tiefgründige Weise.«

Aus der Begründung der Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises (2012)

Zu diesem Buch

Warschau – Krochmalna Straße 92 – Waisenhaus für jüdische Kinder. Einst lebte hier Blumka, und mit ihr … Dr. Korczak, Frau Stefa und 200 Kinder: Zygmus, der einem silbernen Fisch das Leben schenkte, Reginka, deren Erzählungen selbst die dunkelste Nacht erhellten, Pola, die beschloss, in ihrem Ohr eine Erbse zu züchten, Chaim, den die Ameisen vor Gericht brachten, der kleine Kiesel, der beim Entladen des Kohlewagens helfen wollte, mit seinem Nachttopf, und Penny, das Mäuschen, dem die Brotkrümel vom Himmel fielen …

Blumka schrieb dies alles in ihrem Tagebuch auf, und fehlten ihr die Worte, so machte sie eine Zeichnung. Bis zu jenem Tag, an dem der Krieg ausbrach ...

Ihr Tagebuch ist nicht dick, aber manchmal – so meinte zumindest der Herr Doktor – »erfährt man aus einem dicken Buch nichts Neues, aus einem dünnen aber sehr viel«. Aus Blumkas Tagebuch erfährt der Leser nicht nur über das Leben in einem Waisenhaus, sondern auch über Janusz Korczaks ›fröhliche Pädagogik‹. Darüber, wie man ein Kind lieben soll.

Iwona Chmielewska führt uns durch diese Welt auf Zehenspitzen, stets darauf bedacht, all das nicht aufzuschrecken, was sich hinter den winzigen Gesten des Alltags verbirgt. In Bild und Wort verwebt sie Fakten mit Fiktion, um jenen Kindern ein Gesicht zu geben, an deren tragisches Schicksal heute nur noch eine Inschrift erinnert, gemeißelt in einen Granitblock.

Stimmen zu diesem Buch

»Veröffentlichungen über Korczak gibt es viele. Aber keine hat bisher auf solche poetische und zurückhaltende Weise an ihn und seine Zöglinge erinnert. Im Hinblick darauf, daß heutige Kinder erbarmungslos auf Tempo und Höchstleistung gedrillt werden, bietet das Buch eine hochaktuelle Aussage Korczaks, mitgeteilt von Blumka: ‚Der Herr Doktor läßt uns genügend Zeit, damit wir uns erholen. Das Wachsen sei, so sagt er, schließlich keine leichte Arbeit. Das Herz müsse mit den Knochen Schritt halten, wenn diese wachsen.‘ Dieses Buch zu lesen heißt, ihm zu verfallen.«

Verena Hoenig: Wie man Kinder lieben soll, 2011

„Blumkas Tagebuch arbeitet mit einer hochkomplexen Bildsprache und einem bewusst schlicht gestalteten Text, die auf eine intensive Beschäftigung der Autorin mit Korczaks Leben und Werk verweisen. […] Wer dieses Buch mit Kindern liest, muss mutig und einfühlsam genug sein, auch über das Ende der Kinder und ihrer Begleiter zu sprechen, das im Buch nur angedeutet wird. Mit Blumkas Tagebuch hält er dafür ein hervorragendes Werkzeug in Händen, das in seiner künstlerischen und literarischen Durchdachtheit zugleich mehr ist als das. Zu bedauern ist, dass dieses Buch von der Nominierungsliste des Deutschen Jugendliteraturpreises 2012 nicht bis zum Preis in der Sparte Bilderbuch gelangt ist, verdient hätte es ihn.“

Miriam Seitz, in: kinderundjugendmedien.phil-fak.uni-duesseldorf.de

Über die Autorin und Buchgestalterin

Iwona Chmielewska studierte Grafik an der Kopernikus-Universität in Thorn, wo sie heute noch Buchgestaltung unterrichtet. Als Autorin und Illustratorin von fantasievollen ›picture books‹ erfreut sie sich seit Jahren großer Popularität, vor allem in Südkorea, wo sie gar einen eigenen Fan-Club besitzt. Ihre Bücher – mittlerweile sind in Korea dreizehn Titel veröffentlicht – wurden mehrfach mit internationalen Preisen bedacht: Ihr ›House of the Mind: MAUM‹ (Text: Kim Hee-Kyung) erhielt 2011 den Bologna Ragazzi Award in der Kategorie Non-Fiction. Für ›Thinking ABC‹ gab es 2007 den Goldenen Apfel der Internationalen Illustrationsbiennale in Bratislava. Das in Mexiko als Schullektüre empfohlene ›Blaues Stöckchen / Blaues Kästchen‹ wurde 2005 als das schönste, ins Koreanische übersetzte Buch gewürdigt.

Die in Thorn lebende Künstlerin präsentierte ihre Illustrationen auf zahlreichen Ausstellungen, u. a. in Seoul, Bologna, Rom, Bratislava, Tokio, Kopenhagen, Frankfurt, München, Ljubljana und Warschau.
›Blumkas Tagebuch‹, das vom Leben in Janusz Korczaks Waisenhaus erzählt, ist das erste Buch von Iwona Chmielewska, das in Deutschland erscheint.

Rezensionen

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