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Bildnerei der Geisteskranken

Ein Beitrag zur Psychologie und Psychopathologie der Gestaltung (Erstausgabe 1922)

Details

Verlag Springer Wien
Auflage/ Erscheinungsjahr 1922, EA
Format 20,8 × 26,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung priv. Lnbd.
Seiten/ Spieldauer XVI, 361 Seiten
Abbildungen Mit 187 z.T. farbigen Abb. im Text und 20 (meist farbige) Bildtafeln, davon 1 Frontispiz
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-003355_AQ

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EA. – Kreuter III, 1127f; Fischer II, 1249; NDB XX, 730f.

Zu dieser Ausgabe

Erstausgabe des Werkes, das »nicht nur zur Entdeckung und zum Verständnis« der Kunst Geisteskranker einen Beitrag geleistet hat, »sondern auch allgemein zur Erweiterung des Kunstbegriffs, der nicht ohne Einfluß auf die zeitgenössische Kunst gewesen ist.«

Prinzhorn (1886–1933) verschickte 1919 ein Schreiben an die damaligen großen Anstalten und bat um Material für ein psychopathologisches Museum für wissenschaftliche Zwecke. Aus dem reichhaltigen Material entstand die berühmte »Prinzhorn-Sammlung«, die weltweit bedeutendste historische Dokumentation des bildnerischen Schaffens psychisch Kranker (insgesamt rd. 6000 Objekte). Ein Teil davon ist in diesem Buch veröffentlicht. Die Sammlung ist jetzt wieder in der Universitätsklinik Heidelberg, wo Prinzhorn arbeitete.

Aus dem Inhalt

Gesichtspunkte der Bearbeitung: Psychiatrisch-diagnostische, psychopathologische, außerpsychiatrische, völkerpsychologische, kunsttheoretische. Das Grenzgebiet zwischen Psychopathologie und Kunst. Die theoretischen Grundlagen: Gestaltungsdrang. Gruppierung und Darstellung nach gestaltungspsychologischen Gesichtspunkten. - Theoretischer Teil. Die psychologischen Grundlagen der bildnerischen Gestaltung: Metaphysischer Sinn der Gestaltung im Vorgang selbst. Das Ausdrucksbedürfnis und der Schematismus der Gestaltungstendenzen. Der Spieltrieb (Betätigungsdrang). Der Schmucktrieb (Umweltsbereicherung). Die Ordnungstendenz. Die Abbildetendenz (Nachahmungstrieb). Das Symbolbedürfnis (Bedeutsamkeit). Anschauungsbild und Gestaltung. - Die Bildwerke: Psychiatrische Vorbemerkung. Objektfreie, ungeordnete Kritzeleien. Spielerische Zeichnungen mit vorwiegender Ordnungstendenz. Spielerische Zeichnungen mit vorwiegender Abbildetendenz. Anschauliche Phantastik. Sichere Darstellung von Halluzinationen. Gesteigerte Bedeutsamkeit und Symbolik. Zehn Lebensläufe schizophrener Bildner. - Ergebnisse und Probleme: Zusammenfassung der Einzelbetrachtungen an den Bildwerken. Vergleichsgebiete. Die Eigenart schizophrener Gestaltung. Schizophrene Gestaltung und Kunst. Das schizophrene Weltgefühl und unsere Zeit. Zusammenfassung.

Zum Erhaltungszustand

Im Klassischen Fachantiquariat ein seltenes Exemplar der Erstausgabe aus 1922 in einer kuriosen privaten Leinenbindung aus der Hinterlassenschaft eines längst verstorbenen und wie es hieß, ´etwas sonderbaren` Psychiaters. Die Seiten vergleichsweise noch recht frisch und ohne jede Anmerkungen, Anstreichungen oder Stempel. Die ersten Papierlagen partiell etwas gelöst. Auf dem vorderen Einbandinnendeckel, der mit handgeschöpftem dunkelroten Papier bezogen ist, oben links in kleiner Krakelschrift der Name des Vorbesitzers. Ein in jeder Hinsicht sammelwürdiges Exemplar der EA. - Sehr selten.

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