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Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen

Bewältigung der Aggression und Befreiung der Erotik

Details

Verlag Schattauer
Auflage/ Erscheinungsjahr 24.04.2021
Format 24,5 × 17,1 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 370 Seiten
Gewicht 732
ISBN 9783608400205

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Zu diesem Manual

Otto F. Kernberg diskutiert in seinem neuen Buch Themen, die seit Jahrzehnten fest mit seinem Namen verbunden sind: schwere Persönlichkeitsstörungen, ihre Ätiologie, Diagnose und Behandlung. Pointiert und differenziert zugleich beantwortet Kernberg die Frage, welche spezifischen Schwierigkeiten bei PatientInnen mit schweren Persönlichkeitsstörungen im Zusammenhang mit deren Erotik, ihren Liebesbeziehungen und Aggressionen auftreten. Außerdem legt er den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse über Persönlichkeitsstörungen und ihre neurobiologischen und psychodynamischen Determinanten dar. Darüber hinaus stellt Kernberg eine psychodynamische Psychotherapie vor, die speziell auf die Behandlung der Psychopathologie dieser Störungen zugeschnitten ist:

Wie kann am Syndrom der Identitätsdiffusion gearbeitet werden, die sich auf das emotionale Wohlergehen auswirkt? Wie können die PatientInnen tragfähige Beziehungen zu anderen Menschen entwickeln und aufrechterhalten? Wie effektiv ist hierfür die von Kernberg und seinen Mitarbeitern entwickelte Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP)? Mit der Beschreibung der Grenzen wie auch der Fortschritte, die bezüglich der therapeutischen Effektivität bei schweren Persönlichkeitsstörungen zu verzeichnen sind, legt Kernberg gleichzeitig ein Resümee seines therapeutischen und wissenschaftlichen Lebenswerks vor. Eine wertvolle Orientierung für alle, die mit dieser PatientInnengruppe arbeiten.

  • Schwerpunkt Narzissmus: Welche Optionen haben Sie bei Verzerrungen der verbalen Kommunikation? Welche Differentialdiagnosen des antisozialen Verhaltens gibt es?
  • Schwerpunkt Sexualität: Das Liebesleben von PatientInnen mit schwerer Persönlichkeitsstörung und wie es therapeutisch verbessert werden kann
  • Schwerpunkt Ausbildung: Wie TherapeutInnen auf die komplexe Behandlung von PatientInnen mit schwerer Persönlichkeitsstörung vorbereitet werden können.

Aus dem Inhalt

Persönlichkeitsstörungen | Das Spektrum der psychoanalytischen Psychotherapien | Narzisstische Pathologie | Erotik in der Übertragung | Realitätsverleugnung, Trauer und die Ausbildung von PsychotherapeutInnen.

Inhalt

Teil I Persönlichkeitsstörungen

  • 1 Was ist die Persönlichkeit?
    1.1 Die Komponenten der Persönlichkeit
  • 2 Übersicht und Kritik der für das DSM-5 vorgeschlagenen Klassifikation der Persönlichkeitsstörungen
    2.1 Hintergrund
    2.2 Eine entscheidende Kompromisslösung
    2.3 Die ausgeschlossenen Kategorien
    2.4 Das umfassende »Alternative Modell«
    2.5 Kritische Überlegungen
    2.6 Die doppelte Schicht der neurobiologischen und subjektiven intrapsychischen Strukturen
    2.7 Schluss
  • 3 Neurobiologische Korrelate der Objektbeziehungstheorie
    3.1 Neurobiologische Grundlagen
    3.2 Psychoanalytische Objektbeziehungstheorie
    3.3 Borderline-Persönlichkeitsstörung: Eine paradigmatische Persönlichkeitsstörung unter Bedingungen der Borderline-Persönlichkeitsorganisation
    3.4 Der Beitrag der Objektbeziehungstheorie zum Verständnis und zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung
    3.5 Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP) als Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsorganisation
    3.6 Schluss

Teil II Das Spektrum der psychoanalytischen Psychotherapien

  • 4 Die Grundelemente der psychoanalytischen Technik und psychoanalytischer Psychotherapien
    4.1 Entwicklung der klassischen psychoanalytischen Technik im Kontext der modernen Objektbeziehungstheorie: Übersicht
    4.2 Voraussetzungen der psychoanalytischen Arbeit
    4.3 Definition und Analyse der vier Grundkomponenten der psychoanalytischen Behandlungstechnik
    4.4 Unterscheidung der Psychoanalyse von psychoanalytischen Psychotherapien
  • 5 Deutung bei Borderline-Pathologie. Ein klinisches Beispiel
    5.1 Vorgeschichte
    5.2 Die Sitzung
  • 6 Das Spektrum der psychoanalytischen Behandlungstechniken
    6.1 Charakteranalyse
    6.2 Traumanalyse
    6.3 Agieren, Enactment, Wiederholungszwang, Durcharbeiten
    6.4 Negative therapeutische Reaktion
    6.5 Somatisierung
    6.6 Das psychoanalytische Feld
    6.7 Beendigung
    6.8 Schluss
  • 7 Neue Entwicklungen in der Übertragungsfokussierten Psychotherapie
    7.1 Strategien
    7.2 Taktiken
    7.3 Techniken
    7.4 Beziehung der TFP zu anderen psychoanalytischen Behandlungsmethoden
    7.5 Neue Entwicklungen
    7.6 Praktische technische Innovationen
    7.7 Sex und Geld: zwei Tabuthemen
    7.8 Schluss
  • 8 Eine Neuformulierung der Supportiven Psychodynamischen Psychotherapie
    8.1 Psychodynamisch fundierte Supportive Psychotherapie —traditionelle Definition und Veränderungen des Verfahrens
    8.2 Eine neudefinierte Behandlungsstrategie
    8.3 Wichtige Behandlungstechniken bei der Anwendung der Supportiven Psychodynamischen Psychotherapie
    8.4 Behandlungstaktiken
    8.5 Übersicht der allgemeinen Indikationen, Kontraindikationen und Frequenz
    8.6 Vergleich zwischen der Supportiven Psychodynamischen Psychotherapie und der Übertragungsfokussierten Psychotherapie

Teil III Narzisstische Pathologie

  • 9 Die Behandlung der schweren narzisstischen Pathologie —eine Übersicht
    9.1 Gemeinsame Übertragungsmerkmale, die das pathologische Größenselbst widerspiegeln
    9.2 Schluss
  • 10 Verzerrungen des freien Assoziierens als narzisstische Abwehroperation und die zugrundeliegenden Ängste
  • 11 Differenzialdiagnose antisozialen Verhaltens unter klinischem Blickwinkel
    11.1 Das Spektrum des antisozialen Verhaltens
    11.2 Diagnose

Teil IV Erotik in der Übertragung

  • 12 Erotische Übertragung und Gegenübertragung bei Patienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen
    12.1 Teil I: Evaluierung der Sexualpathologie
    12.2 Ein erstes veritables Hindernis
    12.3 Eine reife Fähigkeit, erfolgreich zu lieben
    12.4 Allgemeine Voraussetzungen, die Therapeuten erfüllen sollten
    12.5 Diagnostische Beurteilung
    12.6 Sexuelle Konflikte auf der Ebene der neurotischen Persönlichkeitsorganisation
  • 13 Erotische Übertragung und Gegenübertragung bei Patienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen
    13.1 Teil II: Therapeutische Entwicklungen
    13.2 Liebesbeziehungen von Patienten mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur
    13.3 Scheinbar vollständige Auslöschung der Sexualität

Teil V Verleugnung der Realität, Trauer und die Ausbildung von Psychotherapeuten

  • 14 Realitätsverleugnung
    14.1 Schluss
  • 15 Die langfristigen Auswirkungen des Trauerprozesses
  • 16 Vorschlag für eine Erneuerung der psychoanalytischen Ausbildung
    16.1 Erneuerung der Struktur der psychoanalytischen Ausbildung
    16.2 Ein modernes Verständnis der psychoanalytischen Theorie
    16.3 Die psychoanalytische Technik und ihre Anwendung
    16.4 Erhalt und Bereicherung der subjektiven, intersubjektiven und existenziellen psychoanalytischen Behandlungsverfahren

Sachverzeichnis

Der Autor

Otto F. Kernberg, geboren in Österreich, ist Professor für Psychiatrie an der Cornell University und Direktor des Personality Disorders Institute am New York Presbyterian Hospital und gilt als »kompetentester Spezialist für schwere Persönlichkeitsstörungen« (Eva Jaeggi in Psychologie heute). Er war lange Vorsitzender der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung.

Rezensionen

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