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Aus dem Blick verlieren

Im Horizont der Psychoanalyse. Aus dem Französischen von Hans-Dieter Gondek

Details

Verlag Kirchheim Vlg., München
Auflage/ Erscheinungsjahr 1991
Format 21 × 13,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Broschiert
Seiten/ Spieldauer 328 Seiten
Gewicht 432
ISBN 9783874100434

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»Was das Denken anbetrifft, so wird es durch ein Losreißen vom Sehen eingeleitet, ein Losreißen, das immer wieder neu in Gang gebracht werden muß, solange wie die Anziehung durch das neue Bild nicht nachläßt in seiner Aktivität. Und wir, wir geben, indem wir uns in den Sessel hinter der Couch verpflanzen, dieser Spaltung zwischen dem Blick und dem Denken eine konkrete Form. Wir weisen den Verlust des Anblicks als Bedingung des Denkens aus.«

 Jean Pontalis

Zu diesem Buch

Stärke und Schärfe der Psychoanalyse liegen von Beginn an in ihrer diskursiven Kraft, in der Einbeziehung kultureller und historischer Aspekte, die erst damit eine psychoanalytische Behandlungstechnik begründen und mit Sinn versehen.

In 19 Aufsätzen und zwei Gesprächen äußert sich Laplanche zu diesem permanenten Spannungsverhältnis, wobei er sich zwischen Literatur, Kunst, Philosophie, Politik und Therapie bewegt. Der Reichtum dieser Streifzüge ist beträchtlich: es finden sich Essays zu Conrad, Sartre, André Breton, Gontscharow, Erörterungen therapeutischer Probleme im Anschluß an Freud und Winnicott, eine umfassende Darstellung und Deutung der Auseinandersetzung um Freuds Schrift Eine Kindheitserinnerung Leonardo da Vincis, ein Gespräch mit dem Biogenetiker Jacquard über das Problem des Rassismus und vieles mehr.

Aus dem Inhalt

Sich finden oder sich verlieren im Negativen

  1. Der regungslose Mensch
  2. Aktualität des Unbehagens
  3. Der illegitime Haß
  4. Ein Kopf, der nicht paßt
  5. Eine Idee, die nicht kuriert werden kann
  6. Nein, zweimal nein
  7. Die Übertragung, die man negativ nennt

Sich freimachen vom Glauben

  1. Vertrauen auf... ohne Glauben an...
  2. Zwischen Groddeck und Freud
  3. Die nicht kommunizierenden Röhren
  4. Hin und zurück, gefolgt von Paradoxien des Winnicott-Effekts
  5. Über die Mutter, das Mütterliche
  6. Das Kinderzimmer
  7. Außerhalb des Tempels

Sich fernhalten vom Sichtbaren

  1. Melancholie der Sprache
  2. Noch ein unmöglicher Beruf
  3. Freud, in Bilder umgesetzt
  4. Das junge Mädchen
  5. Der Reiz der Vögel
  6. Letzte, erste Worte
  7. Aus dem Blick verlieren

Über den Autor

Jean-Bertrand Pontalis (1924-2013) war Philosoph und Psychoanalytiker und Herausgeber der Nouvelle revue de Psychonalyse. Seine Lehranalyse hat er in den 50er Jahren bei Jacques Lacan unternommen. Pontalis war zusammen mit Maurice Merleau-Ponty und Jean-Paul Sartre Mitarbeiter bei Les Temps Modernes und gehörte der Redaktion auch nach dem Bruch zwischen Merleau-Ponty und Sartre bis 1960 weiterhin an. In Deutschland ist Pontalis vor allem durch Das Vokabular der Psychoanalyse (zusammen mit J. Laplanche) bekannt geworden.

Lieferbarkeitshinweis

Der begehrte Titel ist bei der SFB in verlagsfrischenverfügbar, darüber hinaus auch in einigen wohlerhaltenen antiquarischen exemplaren.

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