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Angst und Frieden

Psychoanalyse und gesellschaftliche Verantwortung

Details

Verlag FISCHER Taschenbuch
Auflage/ Erscheinungsjahr 1987
Format 12,5 × 19 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 203 Seiten
Reihe Geist und Psyche, Band 42294
ISBN 3-596-42294-9

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Zu diesem Buch

Die in diesem Band versammelten Aufsätze des Autors aus den Jahren 1982 bis 1986 kreisen sämtlich um die Frage, welchen Beitrag die Psychoanalyse als sozialpsychologische Wissenschaft und als therapeutische Praxis zur Sicherung des atomar bedrohten Friedens in der Welt leisten kann.

Folgerichtig diskutiert der Autor zunächst einige historische und theoretische Grundlagen der Psychoanalyse und die Bedingungen ihres Ausbildungssystems unter dem Blickwinkel ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Sodann versucht der Autor das psychoanalytische Deutungsverfahren für das Verständnis kollektiver Prozesse, vor allem der Ängste in verschiedenen sozialen Gruppen, nutzbar zu machen. Anhand von Beispielen werden die wachsenden Sicherheitsbedürfnisse in der Bevölkerung, gruppendynamische Prozesse in der Friedensbewegung und Kriegsängste der Kinder dargestellt. Einen weiteren Schwerpunkt des Bandes bilden Analysen zur Übertragbarkeit der psychologischen Einsichten und Erkenntnisse über die Bedrohungsängste im nuklearen Zeitalter auf die psychotherapeutische und beratende Praxis, auf die Kindererziehung und auf gesellschaftliche Aufklärungsprozesse.

Aus dem Inhalt

Die Verantwortung der Psychoanalyse für den Frieden

  • Atomare Bedrohung und Psychoanalyse
  • Psychoanalyse und Friedenserziehung
  • Katastrophenängste im Spiegel psychotherapeutischer und beratender Hilfe

Gesellschaftliche Fragen in der psychoanalytischen Weiterbildung

  • Die psychoanalytische Sozialisation. Ein Weg zur Autonomie?
  • Zum gesellschaftspolitischen Interesse von Ausbildungskandidaten. Ergebnisse einer Umfrage

Psychoanalytische Gedanken zur Friedensbewegung

  • Sozialisation in Friedensgruppen. Zur Psychoanalyse der Friedensbewegung 
  • Angst und Friedensbewegung

Angst und Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung

  • Kriegsangst bei Kindern
  • Die Angst vor dem Krieg. Psychische Bedingungen der Aufrüstung
  • Welche Ursachen hat das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis des heutigen Menschen ?

Erziehung und Frieden

  • Erziehung mit Gewalt - Erziehung zur Gewalt
  • Erziehung unter der nuklearen Bedrohung
  • Alltagskrieg und Gegenwehr
  • Die Kinder von Tschernobyl

Anhang

  • Appell: Für die vernünftigen Ziele der Friedensbewegung

Über den Autor

Dr. med. Horst Petri, Privatdozent, lehrt als Hochschullehrer für Psychotherapie und Psychosomatik an der Freien Universität Berlin. Er ist Lehranalytiker und Dozent am Institut für Psychotherapie in Berlin und arbeitet als Psychoanalytiker in freier Praxis. Buchveröffentlichungen: >Gewalt in der Erziehung< (gemeinsam mit M. Lauterbach), Frankfurt am Main 1975; Soziale Schicht und psychische Erkrankung im Kindes- und Jugendalters Göttingen 1979; >Erziehungsgewalt<, Frankfurt am Main (Frühjahr 1988).

Lieferbarkeitshinweis

Bei der SFB ein sehr gut erhaltenes Archivexemplar; alters- und lichtbedingt etwas nachgedunket. Beim Verlag vergriffen.

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