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Alfred Adlers Wiener Kreise in Politik, Literatur und Psychoanalyse

Beiträge zur Geschichte der Individualpsychologie

Details

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
Auflage/ Erscheinungsjahr 21.01.2019
Format 20,5 × 12,3 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 268 Seiten
Abbildungen mit 15 Abb.
ISBN 9783525406359

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Erscheint Ende 01/2019, vorbestellbar

Zu diesem Buch

Bruder-Bezzels Buch versammelt eine Reihe von – sonst nur verstreut publizierten – Beiträgen über den psychoanalytischen Dissidenten Alfred Adler, dessen avantgardistische und gesellschaftspolitische „Wiener Kreise“ Anfang des 19. Jahrhunderts bislang nur wenig bekannt waren. Die Aufsätze beschäftigen sich insbesondere mit den Einflüssen und Personen der literarischen, künstlerischen, pazifistischen und dissident-psychoanalytischen Szene, namentlich mit Elisabeth Bergner, Albert Ehrenstein, Otto Gross, Gina & Otto Kaus, Arthur Kronfeld, Ludwig Rubiner, Manès Sperber, Wilhelm Stekel, Charlot Strasser & Vera Eppelbaum-Strasser, Erwin Wexberg.

Alfred Adler war in seiner Frühzeit, vor und nach dem Ersten Weltkrieg, stark interessiert sowohl an gesellschaftspolitischen als auch an literarischen Fragen, so dass er offen war für moderne, avantgardistische, auch oppositionell-politische Strömungen und Zeitgenossen. So wird hier eine ganze Reihe von spannenden, unerwarteten Querverbindungen aufgedeckt, die Einblicke in die Zeit und ein facettenreiches Bild von Adler ergeben. Aus der Verankerung Alfred Adlers in seinem intellektuellen, künstlerischen, politischen Umfeld in Wien hatte sich die Adler'sche Schule bis in die 1930er Jahren weiterentwickelt.

Der Band versammelt vorwiegend bereits verstreut veröffentlichte und hier grundlegend überarbeitete Aufsätze zu Adlers kulturpolitischem Auftreten und dem seiner Umgebung. Es geht um das Verhältnis zur Psychoanalyse, um seinen Stand in der Wissenschaft, um Literaturinterpretation, um die expressionistische, sozialistische und pazifistische Szene, um Adlers Einstellung zum Ersten Weltkrieg und um Adlers engere Anhänger, die sehr selbstständig eigene Sichtweisen entwickelten und auch politisch radikale Phasen durchlebten.

Inhalt

  • Einleitung
  • Alfred Adler, Albert Ehrenstein und der Wiener literarische Expressionismus
  • Psychischer Hermaphroditismus. Adlers Aufstand auf dem Nürnberger Kongress 1910 und die Gründung des Zentralblatts
  • Macht und narzisstische Charakterstruktur. Alfred Bergers »Hofrat Eysenhardt« und Adlers Streben nach Macht
  • Alfred Adler und der Erste Weltkrieg
  • Otto Kaus: Ein Grenzgänger zwischen Individualpsychologie und Literatur und Politik
  • Alfred Adler und Otto Gross: Verbindungslinien zwischen zwei ungleichen Dissidenten
  • Ist Individualpsychologie eine Wissenschaft? Wissenschafts- und erkenntnistheoretische Debatte in den 1920er und 1930er Jahren
  • Manès Sperbers marxistische Individualpsychologie
  • Wille zur Macht, schöpferische Kraft und Lebenskunst bei Alfred Adler und Friedrich Nietzsche
  • Quellenverzeichnis
  • Bildnachweis
  • Personenregister

Die Autorin

Almuth Bruder-Bezzel, Dr. phil.,Diplom-Psychologin, Psychoanalytikerin (DGIP, DGPT), arbeitet in eigener Praxis. Sie ist Mitbegründerin des Alfred-Adler-Instituts (AAI) Berlin sowie Lehranalytikerin und Supervisorin.

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