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Alexander Mitscherlich

Gesellschaftsdiagnosen und Psychoanalyse nach Hitler

Details

Verlag Wallstein
Auflage/ Erscheinungsjahr 10.09.2007
Format 14,9 × 3,7 × 23 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 480 Seiten
ISBN 9783835301870

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39,00 €


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Zu diesem Buch

Alexander Mitscherlich (1908-1982) zählte in den sechziger Jahren zu den intellektuellen Leitfiguren der Bundesrepublik. Ursprünglich Neurologe, trug er seit 1945 wesentlich dazu bei, daß psychosomatische Medizin und Psychoanalyse in Deutschland wieder Gehör fanden. Im Zentrum seiner "Massenpsychologie" der Nachkriegsdeutschen stand die Kritik ihrer unbewältigten NS-Vergangenheit. Die junge Bundesrepublik sah Mitscherlich "Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft« (1962), ihre psychosozialen Defizite führte er zurück auf eine spezifisch deutsche "Unfähigkeit zu trauern" (1967). Mit diesen ebenso bekannten wie teilweise kontrovers diskutierten Analysen wuchs Mitscherlich eine herausragende Rolle in den öffentlichen Debatten zu; seine Diagnosen beeinflußten maßgeblich den Selbstverständigungsdiskurs der westdeutschen Gesellschaft in einem Jahrzehnt beschleunigten Wandels.

Tobias Freimüller zeichnet den politischen Weg Alexander Mitscherlichs in der Bundesrepublik nach und analysiert Gehalt und Defizite, Entstehungsgeschichte und zeitgenössische Rezeption seiner sozialpsychologischen »Zeitkritik«.

Über den Autor

Tobias Freimüller, geb. 1973, studierte Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und ist seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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