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Bell, Karin (Hg.)

Aggression und seelische Krankheit

Eine Publikation der DGPT

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 02.2000
Format 21 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 406 Seiten
Gewicht 588
ISBN 9783898060752

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Zu diesem Buch

Kaum ein Thema hat die öffentliche Diskussion im letzten Jahr so bestimmt wie die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft. Seit ihren Anfängen hat sich die Psychoanalyse mit der Bedeutung der Aggression bei der Entstehung seelischer Krankheiten und mit den Auswirkungen von Aggression auf gesellschaftliche Zusammenhänge beschäftigt.

Die in diesem Buch zusammengefaßten Vorträge der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) nähern sich dem komplexen Thema Aggression auf unterschiedlichen, sich gegenseitig ergänzenden Wegen. Aggression aus ethnologischer Sicht, die Rolle der Aggression im Geschlechterverhältnis und die Bedeutung von Gewalt in den Medien waren ebenso Themen wie eine differenzierte Analyse des Umgangs mit der Aktualisierung von aggressiven Beziehungserfahrungen im therapeutischen Prozeß.

Weitere Themen sind u.a. Masochismus, Scham und Destruktivität, therapeutischer Umgang mit schwer traumatisierten und autoaggressiv agierenden Patienten und die Bedeutung der Aggression bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen, z.B. bei der Handhabung schwer erträglicher Gegenübertragungsverwicklungen. Das Buch vermittelt einen vielschichtigen Eindruck über den derzeitigen Stand psychoanalytischer Zugänge zu den Phänomenen Aggression und Gewalt.

Inhalt

Aggression im Spannungsfeld zwischen Mensch und Gesellschaft

  • Jörg Wiesse: Eros und Thanathos oder die Angst vor der Wirklichkeit
  • Roland Koechel: Einige Bemerkungen zum Symptomwandel psychischer Erkrankungen aus sozialpsychologischer Sicht
  • Roman Lesmeister: Destruktivität und die psychoanalytischen Konzepte moralischer Regulation
  • Rudolf Klußmann: Psychodynamische Überlegungen zum Thema Judith und Holofernes – Der Künstler und sein Motiv zwischen Individuum und Gesellschaft

Geschlechtsspezifische Verarbeitung von Aggression

  • Christa Rohde-Dachser: Aggression in weiblichen und männlichen Lebensentwürfen
  • Marianne Leuzinger-Bohleber: Die „Medea-Phantasie“ – Eine unbewußte Determinante archaischer Aggressionskonflikte bei einigen psychogen sterilen Frauen
  • Gabriele Harten: Hänsel, Gretel und Hexe – Aggressive Übertragung im Dienste der Progression
  • Anette Kersting: Camille Claudel und Auguste Rodin – Liebe, Kreativität, Haß und Zerstörung ´
  • Edda Uhlmann: Der Angriff auf den weiblichen Körper
  • Mohammad Ebrahim Ardjomandi: Die Faszination der Gewalt. Über die gebrochene Identität der „aufgeklärten“ iranischen Frau

Affekt und Aggression

  • Helga Fischer-Mamblona: Die Rolle der Aggression aus ethologischer Sicht
  • Micha Hilgers: Die Rotation von Schamaffekten als Entstehungsbedingung von Destruktivität und Gewalt

Trauma und Traumaverarbeitung

  • Mathias Hirsch: Zwei Arten der Identifikation mit dem Aggressor - nach Ferenzci und Anna Freud
  • Alfred Drees: Folter: Opfer und Therapeuten
  • Hildegard Adler: Die Dialektik der Aggression in der psychoanalytischen Arbeit mit Schwer-Traumatisierten
  • Ulrich Sachsse: Patienten: Opfer oder Täter?

Aggression und therapeutische Intervention bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen

  • Horst Kämpfer: Seelische Krankheit und Aggression – A. Greens Konzept der toten Mutter am Beispiel einer Kindertherapie
  • Barbara Pfleiderer: Das ausgelieferte Kind
  • Jutta Kahl-Popp: Intrusive psychoanalytische Interventionen und ihre Verarbeitung

Bedeutung und Deutung der Aggression in psychoanalytischer Behandlung

  • Michael Ermann: Aggression und Destruktion in der psychoanalytischen Behandlung
  • Manfred G. Schmidt: Ungetrenntheit und Endlosigkeit – Zum Umgang mit sado-masochistischen und süchtigen Phänomenen in der psychoanalytischen Situation
  • Reinhard Stange: Aggressive Anteile der Übertragung des Analytikers als konstitutive Elemente des analystischen Prozesses
  • Joachim Bartholomew-Günther: »Todeslandschaften der Seele« (Benedetti) und »Die Blumen des Bösen« (Baudelaire)

Kandidatenforum

  • Beate Blank-Knaut, Karl-Friedrich Limburg, Michael Schulte-Markwort: Aggressionshemmung in der psychoanalytischen Weiterbildung

Rezensionen

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