Charlie Chaplin; Trasformationsprozesse; Lebensspanne; Buchreihe ´Analyse der Psyche und Psychotherapie`; Fragiles Leben; Sigmund Freud; Slvia Lippi; Freud-Lacan; Verena Kast; Imagination; Timothy Snyder; Mythos der Pandora; Frank Eißner; Literatur; Roman; Charles Lewinsky; Calogeras; Die Krupp-Dynastie und der deutsche Nationalcharakter; Analcharakter;

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SIGMUND-FREUD-BUCHHANDLUNG. SFB: Kunst, Kultur, Psychoanalyse

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Novitätenschau Psychoanalyse / Kulturwissenschaften - APRIL 2026

Illustration: Bücher

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser der Novitätenschau,
überreicht mit freundlicher Empfehlung von der Redaktion »Index Psychoanalyse«.

Kurz vor den Osterfeiertagen erreicht Sie die April-Ausgabe der ›Novitätenschau, die Ihnen einen frühlingsbunten (fach-)literarischen Themenstrauß interessanter Bücher im Feld der psychotherapeutischen Arbeit in Theorie und Praxis, zu aktuellen gesellschaftlichen Diskursen und empfehlenswerten Literaturen überbringt. Etwa, was sich aus der Biografie Charlie Chaplins an Lebenserkenntnis ziehen läßt; warum die Neubetrachtung der Triebtheorie lohnenswert scheint, weshalb die Fähigkeit zu imaginieren, bildhaft denken zu können, für die eigene Lebendigkeit so zentral ist; oder was es heute bedeutet, wenn die Soldaten-Matrix so heftig in den Hirnen so vieler Männer - mit so verheerenden Folgen - verlötet ist: Als TherapeutIn, als Kulturschaffende(r) aufgefordert zu sein, den eigenen Blinden Flecken im Wege befreiender Selbstanalyse auf die Schliche zu kommen; kurzum: Den Blick über den Tellerrand hinweg wider alle Abwehr zu heben, auch davon handeln weitere empfehlenswerte Literaturen. 

Freuen Sie sich auf gute Bücher, die es verdienen, aus unbedenklicher Quelle bezogen zu werden. 

In dieser Ausgabe

Der kurze Weg zur SFB: Bestelltelefon (D) 0800 588 78 30

(MO - SA, 8:00-19:00 h, SO, zur ›Blauen Stunde‹ von 10:00-12:00 h)

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PSYCHOANALYSE /PSYCHOTHERAPIEN - ›Perverse Elemente‹ im Lebenslauf

Lernen von Charlie Chaplin?

Bürgin, Dieter; Steck, Barbara

Lernen von Charlie Chaplin?

Psychoanalytische Überlegungen zur kreativen Transformation sadomasochistischer Impulse im Verlaufe des Lebens

23.02.2026 • Brandes u. Apsel • 24 × 17 cm • Paperback • 280 Seiten

39,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Täter und Opfer, Macht und Ohnmacht sowie verletzende Grausamkeiten und deren Erleiden und Ertragen manifestieren sich in allen Gesellschaften und in den unterschiedlichsten Intensitäten. Im Verlauf der Entwicklung vom Kleinkind bis zum Erwachsenen gilt es, Formen zu finden, wie diese Interaktionsarten transformiert, also in gesellschaftlich ­tolerable Verhaltensweisen umgeformt werden können.

Chaplins erste Stummfilme entstanden im Umfeld des Ersten Weltkriegs. Sie sind voller grober, sadistischer und masochistischer Handlungen, die eine enorme Anzahl von Menschen in einer Zeit voller Gewalt begeisterten, denn die Menschen konnten sie schuldfrei und den Wider­wärtigkeiten trotzend anschauen und befreiend lachen. Im Verlaufe seines Lebens gelang es ihm dann mittels Humor und ­Kreativität, die alten sadomasochistischen Impulse in poetische und humane Filme in Auseinandersetzung mit den grundsätzlichen Themen seiner Epoche aufzunehmen.

Aus dem Vorwort derbeiden Autorrn:

"Dieses Buch ist entstanden, da wir, auf Grund unserer klinischen Arbeit, seit Langem zur Erfahrung gelangt sind, dass die Lebensgeschichten unserer Patientinnen und Patienten, im Zusammenhang mit den damit verknüpften analytisch-psychotherapeutischen Prozessen, nicht nur zeigen, wie psychopathologische Erscheinungen zustande gekommen sind, sondern vielfach auch sehr originelle und kreative Elemente enthalten, die uns viele Erkenntnisse über den Verlauf und die Gestaltung individueller Triebschicksale vermitteln. Auf diesem Hintergrund stellten wir uns die Frage, wie es Charlie Chaplin gelungen sein mochte, aus der düsteren Zeit seiner Kindheit und Jugend hinaus zu einer besonderen Form der Kreativität zu gelangen. Wir studierten zu diesem Zwecke nicht nur seine Autobiografie, sondern auch verschiedene Biografien und Dokumente über ihn und vertieften uns in seine Filme. Mit diesem Buch möchten wir diesen Weg etwas nachzeichnen.

(...) Die Funktion der Fantasie, die sich bereits ganz früh durch ein Aneinanderreihen von Bildern zu ersten, bildlichen Narrativen manifestiert, sich im Verlaufe der Entwicklung aber immer weiter differenziert, kann durch ein fortwährendes Auf- und Abgleiten im Mischfeld des Primär- und Sekundärprozesses, durch das Zusammenfügen von Ungewöhnlichem zu sehr kreativen Produkten Anlass geben. Diese bedürfen dann noch einer angemessenen Umsetzung in die äußere Realität. Mittels selbstkritischer Aktivitäten reinternalisiert, werden die Fantasieprodukte dauernd verfeinert und mit Symbolisierungen sowie Modifikationen versehen. Fantasmatische Vorgänge begleiten und beeinflussen das mehr auf den Sekundärprozess ausgerichtete Denken anhaltend. Sie haben eine Neigung, alles, was unklar ist (z.B. alle Phänomene der infantilen Sexualität), konfabulatorisch auszufüllen. Auf diese Weise sind sie in nicht geringem Ausmaß an infantilen Symptombildungen oder Kreationen im Spiel mitbeteiligt. Im Verlaufe eines analytisch-therapeutischen Prozesses manifestieren sie sich in den Übertragungs- / Gegenübertragungsprozessen sehr deutlich. (...)"

Die AutorInnen

Dieter Bürgin, Prof. em. Dr. med., war Ordinarius und langjähriger Chefarzt der Psychiatrischen Universitätsklinik und -poliklinik für Kinder und Jugendliche in Basel. Er ist Ausbildungsanalytiker der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoanalyse (IPA), arbeitet in privater Praxis und ist Autor zahlreicher Fachpublikationen und Bücher.

Barbara Steck, Dr. med., em. Privatdozentin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie der Universität Basel, Psychoanalytikerin und Familientherapeutin, war langjährig als Oberärztin und leitende Ärztin an den kinder- und jugendpsychiatrischen Universitätskliniken von Basel und Lausanne tätig. Sie arbeitet in privater Praxis und ist Autorin und Co-Autorin einer großen Zahl von Publikationen und Bücher

Die Kunst, seelisches Wachstum zu fördern

Plassmann, Reinhard

Die Kunst, seelisches Wachstum zu fördern

Transformationsprozesse in der Psychotherapie

09.2014 • Psychosozial-Verlag • Reihe Therapie & Beratung • 21 × 14,8 cm • Paperback • 306 Seiten

32,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Jahrbuch der Psychoanalyse

Ebrecht-Laermann, Angelika; Löchel, Elfriede; Nissen, Bernd; Picht, Johannes

Jahrbuch der Psychoanalyse

Band 70 - ›Gewalt – Zerstörung – Transformation‹

27.04.2015 • frommann-holzboog • Reihe Jahrbuch der Psychoanalyse, Band 70 • 20,8 × 14,7 cm • Paperback • 255 Seiten • 6

Kauf-Optionen:

  • Einzelheft (geb. Ladenpreis) 58,00 €
  • Einzelband für DGPT-Mitglieder u. a. 48,00 €
weitere Informationen

Wenn Zeit nicht alle Wunden heilt

Baumann, Jutta; Grabska, Klaus; Wolber, Gudrun

Wenn Zeit nicht alle Wunden heilt

Trauma und Transformation

07.03.2020 • Klett-Cotta • 23,3 × 16,3 cm • Hardcover • 306 Seiten

40,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Im analytischen Raum

Ferro, Antonino

Im analytischen Raum

Emotionen, Erzählungen, Transformationen

2. korrigierte Auflage; 09.2012 • Psychosozial-Verlag • Reihe Bibliothek der Psychoanalyse • 21 × 14,8 cm • Paperback • 250 Seiten

29,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

»Ich brauche keine Bücher zu lesen, um zu wissen, dass das Grundthema unseres Lebens Konflikt ist; alle meine Clownereien entspringen dieser Erkenntnis.«

»Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns.«

Charles Chaplin

Die Geschichte meines Lebens

Chaplin, Charles [Charlie] (1889-1977)

Die Geschichte meines Lebens

01.06.1998 • FISCHER Taschenbuch • 19.1 × 12.6 cm • Paperback • 528 Seiten

20,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Das Charlie Chaplin Archiv

Duncan, Paul

Das Charlie Chaplin Archiv

NA 17.05.2021 • TASCHEN • 24.6 × 33.7 cm • Hardcover • 560 Seiten

80,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE - Schöpferisch werden und wirken

Imagination

Kast, Verena

Imagination

Zugänge zu inneren Ressourcen finden

16.03.2026 • Patmos Verlag • 22 × 14 cm • Paperback • 216 Seiten

22,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Alle Menschen leben in der Welt ihrer inneren Bilder und werden durch diese mitgeprägt - ob bewußt oder unbewußt: Wenn wir uns erinnern, schaltet sich stets ein ´Kino im Kopf` ein, und ähnlich ist es, wenn sich Menschen ihre Zukunft ausmalen, hoffnungsvoll sind oder in ängstlicher Erwartung verharren. Immer sind Bilder im Spiel.

Die Fähigkeit des Menschen zur Imagination ist eine wichtige Ressource und kann verständlicherweise auch in kundig gehandhabten Psychotherapien eine höchst wichtige Funktion haben, denn Erinnerungen sind in aller Regel hauptsächlich bildhaft gespeichert.

C. G. Jung hat dies früh erkannt und die Methode der Aktiven Imagination entwickelt, welche es ermöglicht, sich im therapeutischen Prozess mit schwierigen Emotionen der PatientInnen befassen zu können und innere Veränderungs- und Entwicklungsprozesse erfolgreicher in Gang zu setzen. Die Grand Dame der Jung'schen Psychologie, die erfahrene Analytikerin, Psychotherapeutin und vielfache Autorin Verena Kast zeigt in ihrem Buch, daß das Vermögen, imaginieren zu können im therapeutischen Kontext, und ebenso in der persönlichen Lebensführung, eine enorm hilfreiche Weise der Selbstsorge sein kann.

Aus dem Vorwort der Autorin"(...) Meine Einstellung zur Imagination in der Jung’schen Schule hat sich seither nur dahingehend verändert, dass ich noch viel überzeugter davon bin als damals, dass die Imagination eine ganz natürliche Methode ist, die alle Menschen praktizieren können, und dass sie, wenn sie geschult wird, eine große Ressource in vielen Belangen sein kann. Sie eröffnet jedem Menschen Wege zu innerer Lebendigkeit, oft auch zum Schöpferischen, und sie ist als eine Methode in der Therapie von großer Hilfe. Die Imagination ermöglicht dem Menschen aber auch, an den Vorstellungen von der Welt und von sich selbst – sie sind fundamental wichtig – arbeiten zu können, sie verändern zu können. (...)"

Die AutorinVerena Kast, 1943 in Wolfhalden in der Schweiz geboren, studierte Psychologie, Philosophie und Literatur. Sie war Professorin für Psychologie an der Universität Zürich, Lehranalytikerin am dortigen C.G.-Jung-Institut und ist Ehrenpräsidentin der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie.

Aktive Imagination

2. aktualisierte Aufl. - Soeben erschienen

Dorst, Brigitte; Vogel, Ralf T.

Aktive Imagination

Schöpferisch leben aus inneren Bildern. Aktualisierte und erweiterte Neuauflage 2026

2. Aufl. 25.03.2026 • Kohlhammer • 23.2 × 15.5 cm • Paperback • 190 Seiten • Mit 4 Abb.

36,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Träumend imaginieren: Einblicke in die Traumwerkstatt

Kast, Verena

Träumend imaginieren: Einblicke in die Traumwerkstatt

Psychodynamik kompakt

07.10.2019 • Vandenhoeck u. Ruprecht • 18,5 × 12 cm • Paperback • 78 Seiten

15,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

PSYCHOANALYSE - Nachdenken über die ›Aktualität der Triebtheorie‹

Sigmund Freud - Die Leidenschaft des Unregierbaren

Lippi, Silvia

Sigmund Freud - Die Leidenschaft des Unregierbaren

[OT: ´Sigmund Freud. La passione dell’ingovernabile`- Aus dem Italienischen und Französischen übersetzt von Stephan Gregory.]

27.03.2026 • 21 × 10.8 cm • Paperback • 272 Seiten

20,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Im Zentrum dieses Buches der in Frankreich lebenden, lehrenden und praktizierenden Psychoanalytikerin und Philosophin Silvia Lippis steht der Trieb: jene von Freud entdeckte, ›unregierbare‹ Kraft, die sich keinem Gesetz fügt und die dem Begehren seine ganze Unbestimmtheit und Wandelbarkeit verleiht. Angst, Trauma, Wiederholung, Übertragung: Die zentralen Begriffe der Psychoanalyse werden im Licht der Triebtheorie neu gelesen, im Gespräch mit Lacan, Deleuze, Badiou, Butler und Preciado. Auf diese Weise zeigt sich ein überraschend aktueller Freud: einer, der die Instabilität und den ›partialen‹ Charakter von Sexualobjekt und Geschlechtsidentität deutlich erkannt hat und dessen Denken sich daher mit feministischen, queeren und nichtbinären Perspektiven verbinden lässt, ohne ihm Gewalt anzutun.

Aus dem Vorwort der Autorin zu deutschsprachigen Ausgabe

"(...) Erst nach dem Schreiben dieses Buches war es mir möglich, mich von der lacanianischen Orthodoxie zu lösen, die mein Denken bis dahin geprägt hatte. Freud wiederzuentdecken (nach Lacan) war für mich wie ein Aufatmen – und eine neue Weise, meine alltägliche Praxis zu überdenken. Meine Liebe zur Psychoanalyse und mein Vertrauen in sie sind noch stärker geworden und haben dazu beigetragen, meine ethische Position als Psychoanalytikerin zu erhellen. Doch warum war die Rückkehr zu Freud für mich so belebend gewesen? Zunächst, weil ich erneut in seine Welt eintauchte – eine Welt, in der die Psychoanalyse noch gar nicht existierte. Mir wurde die Originalität und die Kraft des Denkens ihres Erfinders bewusst und vor allem sein Mut, als er versuchte, in der Welt einer konservativen, sexistischen und szientistischen Medizin Begriffe wie ›Unbewusstes‹, ›Trieb‹, ›Ödipus‹, ›Bisexualität‹ zur Geltung zu bringen und ihre klinische Relevanz nachzuweisen.

Ich nahm eine extreme Freiheit wahr in seinem rigorosen und aufrichtigen Fragen, das sich in einer zugleich literarischen und wissenschaftlichen Prosa äußerte. Freuds Schreibstil hat viele Leser:innen in seinen Bann gezogen und von Anfang an die Eigenart der Psychoanalyse geprägt - einer Disziplin, von der Freud wollte, dass sie wissenschaftlich sei, die aber ebenso von Mythen, Geschichtchen [historioles] und Phantasmen durchzogen war. Mit Lacan hatte ich mich an die mathematischen Formeln gewöhnt, an die logischen Schemata und natürlich auch an die Neologismen, die Wortspiele und eine gewisse Schwierigkeit im Verständnis seiner Schriften und Seminare, die intellektuell stets stimulierend war. Mit Freud kehrte ich zur Klarheit des Ausdrucks zurück, zu einer wunderbaren Schlichtheit, die gleichwohl die Inhalte seiner Aussagen nicht vereinfachte, sondern sie im Gegenteil umso stärker zur Geltung brachte (....)"

Einige Zitate aus dem Buch: »Wenn es der Kur nicht gelingt, den Trieb einzudämmen, so kann sie dennoch dazu beitragen, einen gewissen Rhythmus unter den einander entgegenwirkenden Kräften herzustellen. Es geht darum, ein erträgliches Wechselspiel zwischen Abwehr und Exzess zu stützen – ein Wechselspiel, das zur Bildung des Symptoms führen kann und in der Folge zu dessen ›glücklicher‹ Verwandlung.«

»Die Neurose ist unbestreitbar eine besondere Form von Gesundheit – aufgrund ihrer Plastizität gegenüber den eigenen Normen. Die Neurose ist stets instabil: Wie wir gesehen haben, kommt und geht das Symptom, und das Subjekt muss sich lediglich an die Variabilität seines Begehrens gewöhnen, sich mit ihr arrangieren. Es ist immer eine Frage des Rhythmus. Neue vitale Normen zu errichten bedeutet auch, neue Triebrhythmen innerhalb der Begehrensstruktur des Subjekts zu finden.«

Die AutorinSilvia Lippi ist Psychoanalytikerin und klinische Psychologin am Établissement Public de Santé Barthélémy Durand in Étampes. Sie hat Philosophie studiert, wurde in Psychologie promoviert und ist assoziierte Forscherin an der Université Paris-Nanterre. In ihren Artikeln und Büchern entwickelt sie eine Psychoanalyse, die den Erfahrungen psychotischer Menschen und den Anliegen zeitgenössischer Minderheiten besondere Aufmerksamkeit widmet.

Sigmund-Freud-Vorlesungen

Diercks, Christine; Schlüter, Sabine

Sigmund-Freud-Vorlesungen

2011: »Triebschicksale«

15.05.2012 • Mandelbaum • Reihe Sigmund-Freud-Vorlesungen, Band 2011 • 24,0 × 15,0 cm • Englisch Broschur • 340 Seiten

24,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Liebe in Zeiten der Einsamkeit‹ - Drei Essays über Begehren und
Trieb

Verhaeghe, Paul

›Liebe in Zeiten der Einsamkeit‹ - Drei Essays über Begehren und Trieb

[Nachdruck der Erstauflage in einer preisgünstigen Studienausgabe]

01.10.2017 • Verlag Turia + Kant • 20 × 12 cm • Paperback • 239 Seiten

22,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Einführung in das Denken und Werk von Judith Le Soldat

Fäh, Markus

Einführung in das Denken und Werk von Judith Le Soldat

Band 1: Trieb und Ödipus

23.08.2021 • frommann-holzboog • Reihe Judith Le Soldat heute, Band 1 • 20,8 × 14,7 cm • Paperback • 420 Seiten • Mit Farbabbildungen

29,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Unzustellbar

Hegener, Wolfgang

Unzustellbar

Psychoanalytische Studien zu Philosophie, Trieb und Kultur

11.2013 • Psychosozial-Verlag • 21 × 14,8 cm • Paperback • 450 Seiten

39,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Triebschicksal der Gesellschaft

Reiche, Reimut

Triebschicksal der Gesellschaft

Über den Strukturwandel der Psyche

09.08.2004 • Campus • Reihe Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie, Band 5 • 21.2 × 14.8 cm • Paperback • 212 Seiten

39,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Lacan – Trieb und Begehren

Kupke, Christian

Lacan – Trieb und Begehren

Mit dem Erstdruck in deutscher Übersetzung von Jacques Lacan: Über den ‘Trieb’ bei Freud und das Begehren des Psychoanalytikers

09.02.2007 • Parodos Verlag • 21 × 12 cm • Paperback • 269 Seiten

17,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Fragile Psyche

Hell, Daniel

Fragile Psyche

Von Umbrüchen und Aufbrüchen

01.03.2026 • Psychosozial-Verlag • 21 × 14.8 cm • Paperback • 206 Seiten

29,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Von seiner Geburt bis zum Tod bleibt der Mensch psychisch fragil - seine lebenslange Entwicklung ist wenig linear, sondern von Einbrüchen und Aufbrüchen geprägt. Menschliche Fragilität kann dabei sowohl Ausgangspunkt von Lernerfahrungen und schöpferischer Tätigkeit als auch von psychischen Bruchereignissen und Fragmentierungen sein. Der Mensch ist psychisch besonders fragil, weil er sich selbst erkennen und sich auch selber infrage stellen kann.

Daniel Hell nähert sich der psychischen Dynamik der Fragilität auf systematische Weise und spürt ihren entwicklungspsychologischen, soziokulturellen und psychotherapeutischen Perspektiven nach. Im Bewusstsein ihrer langen Kulturgeschichte zielt er vor allem auf die Frage, wie ein konstruktiver Umgang mit dieser humanen Besonderheit aussehen kann. Dabei gelangt er zu neuen Einsichten mit Blick auf psychische Erkrankungen.

Die Kapitel des Buches: 1 Fragilität des Selbstbewusstseins. Warum psychische Fragilität den Menschen charakterisiert / 2 Basale Fragilität. Wenn das Erkennen sich vom Erleben löst / 3 Fragilität der kognitiven Selbstentwicklung. Wo sich Selbsterkenntnis in ihrer Entwicklung als brüchig erweist  4 Fragilität der emotionalen Selbstentwicklung. Wie Gefühle mit Gedanken interagieren und sich Ängste generalisieren / 5 Fragile Selbstsuche in der Adoleszenz. Aufbrechen heißt auch Zurücklassen / 6 Fragiler Umbruch im Alter. Weshalb Anti-Aging deplatziert ist / 7 Fragilität des Selbstwertes. Warum sich viele Menschen überschätzen / 8 Fragile Grundbedürfnisse. Was einbricht, wenn Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden / 9 Fragil selbstbewusst in der Moderne. Warum die gegenwärtige Soziokultur besondere Risiken mit sich bringt / 10 Psychische Fragilität und Depression. Wie depressive Menschen um ihr psychisches Gleichgewicht ringen / 11 Umgang mit Fragilität aus historischer und heutiger Sicht. Wie kulturelle Kontexte das Verständnis einer fragilen Psyche nachhaltig beeinflussen // Schluss, Literatur

Der Autor: Daniel Hell ist emeritierter Professor für Psychiatrie an der Universität Zürich. Er war von 1984 bis 1991 Chefarzt der psychiatrischen Klinik in Schaffhausen, ab 1991 ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (Burghölzli). Nach seiner Emeritierung 2009 leitete er das Kompetenzzentrum für Depression und Angst an der Privatklinik Hohenegg in Meilen am Zürichsee. Heute führt er dort eine psychiatrisch-psychotherapeutische Praxis. Er ist auch Autor mehrerer Fach- und Sachbücher zu psychischen Problemen.

Zu Ihrer Information - Bevorstehende Preiserhöhung:

Die im PSYCHOSOZIAL-Verlag, Gießen, erscheinenden Themenbände der gefragten Buchreihe Analyse der Psyche und Psychotherapie werden kostenbedingt in wenigen Tagen von bislang je € 19,90 auf dann € 22,90 angehoben werden. Die Preisanpassung wird am 15.04.26 erfolgen. - Bis zum 14. April über SFB-Online der Sigmund-Freud-Buchhandlung erteilte Bestellungen von Titeln dieser Reihe werden noch zum alten Preis berechnet.

Alle lieferbaren Bände der Reihe finden Sie zum Sichten und Bestellen auf SFB-Online HIER 

Auf SFB-Online, der Internetseite für die Literaturen der Psychoanalyse und Kulturwissenschaften im Netz, ist als Hauptdatenquelle die offizielle Datenbank des deutschsprachigen Buchhandels (VLB - Verzeichnis lieferbarer Bücher) mit rund 2.000.000 Titeleinträgen hinterlegt, in der Sie bibliografieren und jederzeit daraus bestellen können.- Darüber hinaus bietet die Sigmund-Freud-Buchhandlung weitere Arbeitsbereiche und Abteilungen, die wir Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit empfehlen.

Homo psychoanalyticus - Hinabsteigen aus dem Wolkenkuckucksheim

Psychotherapie und Verantwortung für die Welt

Küchenhoff, Joachim; Stein, Claudius

Psychotherapie und Verantwortung für die Welt

Soziales Engagement in und außerhalb der Praxis

01.03.2026 • Psychosozial-Verlag • 21 × 14.8 cm • Paperback

26,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Psychotherapie findet im kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Kontexten statt. Die sich zuspitzenden globalen Krisen und Katastrophen machen es unmöglich, diesen Kontext auszublenden, gar zu verleugnen. Von diesem Befunde ausgehend, stellt dieser Reader verschiedene Felder psychotherapeutisch-sozialen Engagements vor- und zur Diskussion. Die Autor*innen plädieren dafür, die eigene Praxis immer auch mit den leitenden gesellschaftlichen Diskursen zu verbinden und das eigene Tun (selbst-)kritisch zu reflektieren.

Aus der Einleitung der Herausgeber

"Das Thema, dem sich unser Buch widmet, könnte aktueller nicht sein. Diese Aktualität verheißt nichts Gutes. Die politische und gesellschaftliche Welt ist in Aufruhr, die Nachrichten von den Kriegen in Europa, im Nahen Osten und andernorts in der Welt beunruhigen uns täglich. Die Menschen, die aus Kriegsgebieten, aus Diktaturen oder aus von Hungersnot bedrohten Weltregionen nach Mitteleuropa, nach Deutschland, in die Schweiz und nach Österreich kommen und Hilfe suchen, werden ein Spielball der veränderten politischen Verhältnisse. Der Aufstieg rechtskonservativer und rechtsextremer Parteien auch und gerade in Europa verdankt sich auch der Illusion, dass eine Festung Europa gesichert werden könnte, die es den europäischen Staaten ermöglicht, sich abzuschließen, den eigenen Wohlstand zu leben, ohne sich um die Probleme der Anderen zu kümmern entgegen allen ethischen und religiösen Werten, für die Europa zu stehen vorgibt. Die Demokratie ist ernsthaft gefährdet, gerade auch in den Staaten, die als Garanten demokratischer Grundordnungen angesehen worden sind. Die Klimakatastrophe geht allmählich buchstäblich unter die Haut, verschwindet aber aus der Wahlpropaganda und der Tagespolitik, eine Umweltmelancholie ersetzt die Trauer um die bereits zugefügten Schädigungen an der Natur und führt zu Apathie und Handlungsunfähigkeit.

Wir tragen Verantwortung für die Welt, für unsere Lebenswelt ebenso wie für andere Regionen der Welt, ob wir wollen oder nicht. Das merken wir alle, auch die wir als Therapeut*innen arbeiten, auch die wir als Patient*innen in der psychotherapeutischen Praxis auf der Suche nach einem leichteren persönlichen Leben sind. Wir können die gesellschaftlichen Verhältnisse verdrängen und verleugnen, aber sie wirken gleichwohl in uns und um uns. Jede psychotherapeutische Tätigkeit ist Teil eines kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Umfelds, auch in politisch ruhigeren Zeiten, auch ohne die globalen Krisen und Katastrophen. (....)"

Die Beiträge: Joachim Küchenhoff; Claudius Stein: Einleitung // Claudius Stein: Gemeinsinn – Hoffnung in einer Welt im Krisenmodus. Psychotherapie im gesellschaftspolitischen Kontext // Joachim Küchenhoff: Psychotherapie als soziale Praxis // Katharina van Bronswijk: Die Klimakrise als psychologische Krise // Matthis Schick: Psychotherapie mit Überlebenden von Krieg und Folter // Margaretha Maleh: Humanitäre Hilfe und Psychotherapie am Beispiel von Ärzte ohne Grenzen // Stefanie Rinaldi: Menschenrechtliche Perspektiven auf die Gesundheit // Martin Schenk: Armut kränkt die Seele. Soziale Ungleichheit und die psychosoziale Gesundheit // Claudius Stein: Psychotherapie im Zeichen radikalen gesellschaftlichen Wandels

Die Herausgeber: Joachim Küchenhoff, Prof. Dr. med. Jg 1953, ist Psychoanalytiker und Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und für Psychosomatische Medizin in Binningen bei Basel. Er ist emeritierter Professor der Universität Basel // Claudius Stein ist Arzt für Allgemeinmedizin und Psychotherapeut in Wien. Er ist Lehrtherapeut für Katathym Imaginative Psychotherapie, war bis 2020 Ärztlicher Leiter des Kriseninterventionszentrums Wien und bis 2023 wissenschaftlicher Beirat der Lindauer Psychotherapiewochen.

Auf dem Sonnendeck der Titanic?

Kattermann, Vera

Auf dem Sonnendeck der Titanic?

Nachdenken über gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit

09.2025 • Psychosozial-Verlag • Reihe Sachbuch Psychosozial • 21 × 14.8 cm • Paperback • 162 Seiten

22,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Die krisenhafte Gegenwart ruft in vielen Menschen dystopische Zukunftsängste hervor. Weltuntergangsfantasien als archaische Ängste vor dem Zusammenbruch, vor dem Ende aller existenziellen Verbindungen, überschatten die Suche nach gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit. In ihrem Gedankenexperiment fragt Vera Kattermann, ob wir aktuelle gesellschaftspolitische Kontroversen besser verstehen, wenn wir uns als Passagiere an Bord der Titanic sehen – Passagiere, die aufgefordert sind, drohende Gefahren abzuwenden, die Abläufe an Bord neu zu regeln, und trotz Krisengefühlen Transformation zu wagen. Sie entwirft eine neue Form der gemeinschaftlichen Zukunfts- und Hoffnungsarbeit, die nach dem Möglichen fragt und sich kritisch den bewussten und unbewussten Hindernissen stellt. Denn auch für düstere Szenarien gibt es ein Danach, eine dann neu zu gestaltende Welt.

Aus der Einleitung der Autorin

"Zukunftszumutungen: Aktuell scheint unsere Gesellschaft wie auch die globale Welt von einem massiven Spannungszustand bestimmt, der sich zwischen den Polen von Veränderungsdruck und apokalyptisch anmutenden Bedrohungen und Ängsten aufbaut. Einerseits drängen die gegenwärtigen Symptome eskalierender politischer und ökologischer Krisen zu schnellem und radikalem Wandel und stellen die Grundlagen und Abläufe unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens grundsätzlich infrage. Andererseits lassen aber eben diese Krisensymptome Ängste vor einer gefährdeten und potenziell bedrohlichen Zukunft in die Höhe schießen. Zukunftseuphorie? Lust am Spielen mit Utopie und Neugestaltung? Gegenwärtig scheinen wir weit davon entfernt und haben doch genau diese Qualitäten zu entwickeln, wenn wir unser Überleben in einem ausreichend lebenswerten Kosmos sichern möchten. Man könnte sich der Illusion anheimgeben, dass wir als Menschen der westlichen Welt (nur aus dieser subjektiven Perspektive und ohne jeden Anspruch übergreifender Allgemeingültigkeit denke ich in diesem Buch nach) wie Schiffspassagiere auf dem Sonnendeck recht bequem und angenehm auf einen ausreichend verheißungsvollen Horizont zusteuern.

Aber glauben machen kann sich eine solche Sichtweise nur noch, wer den Blick straff gesenkt hält. Zu unübersehbar sind sonst Anzeichen und Auswirkungen vielfältiger Krisen. Wir sind aufgefordert, ihren Konturen nachzuspüren und dabei nach Hinweisen über gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit zu suchen: Wie können wir uns als Krisengesellschaft künftigen Herausforderungen stellen, auf dem schmalen Grat zwischen Angst, Überforderung und doch notwendigem Realitätsbezug balancierend? Kann das gelingen, ohne uns als Gesellschaft dabei buchstäblich zu zerlegen? Welche kollektiven Dynamiken in Bezug auf die gesellschaftliche Kohäsion und unsere emotionalen Fähigkeiten sind dafür in den Blick zu nehmen?

Diese Fragen wurzeln für mich in persönlicher Betroffenheit, die vermutlich viele kennen: in wiederkehrender Angst, Mutlosigkeit und teilweise auch Verzweiflung. Die immer wieder erlebte Ohnmacht angesichts der zerstörerischen Angriffe auf unsere ökologischen wie sozialen Lebensräume potenziert sich in meinem Erleben wechselseitig:. (...)"

Die AutorinVera Kattermann, Dr. phil., Dipl.-Psych. ,∗ 1967, ist niedergelassen als Einzel- und Gruppenanalytikerin in Berlin. Als Lehranalytikerin, Supervisorin und Dozentin lehrt sie an der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie Berlin e.V. und in verschiedenen gruppenanalytischen Ausbildungskontexten. Ihr wissenschaftlicher Arbeitsschwerpunkt liegt im Spannungsfeld von Psychoanalyse, Kulturtheorie und Gesellschaftskritik.

GESELLSCHAFT - Kriegen können: über maligne ›Männerphantasien‹ ...

»Für niemand ist die Erde so viel wie für den Soldaten. Wenn er sich an sie presst, lange, heftig, wenn er sich tief mit dem Gesicht und mit den Gliedern in sie hineinwühlt in der Todesangst des Feuers, dann ist sie sein einziger Freund, sein Bruder, seine Mutter, er stöhnt seine Furcht und seine Schreie in ihr Schweigen und ihre Geborgenheit, sie nimmt sie auf und entlässt ihn wieder zu neuen zehn Sekunden Lauf und Leben, fasst ihn wieder und manchmal für immer.«

Erich Maria Remarque (1898–1970), in seinem Roman ´Im Westen Nichts Neues`

»Unsre Miliz war doch noch ein lustig Volk. Sie nahmen sich was heraus, stunden mit ausgegrätschten Beinen da, hatten den Hut überm Ohr, lebten und ließen leben; diese Kerle aber sind wie Maschinen, in denen ein Teufel sitzt.«

Johann Wolfgang von Goethe

Männer und Militär - Psychoanalyse der US-Armee als Institution im
Zweiten Weltkrieg

Eissler, Kurt R.
Zinnecker-Mallmann, Konstanze

Männer und Militär - Psychoanalyse der US-Armee als Institution im Zweiten Weltkrieg

Mit einer Einleitung von Mario Erdheim. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Monika Noll

01.2021 • Brandes u. Apsel • 24,7 × 17,5 cm • Hardcover • 1.040 Seiten

Kauf-Optionen:

  • 1 Exemplar 29,00 € statt 49,90 €
  • 2 Exemplare 50,00 € statt 99,60 €
weitere Informationen

»Die Suche nach der Wahrheit über uns selbst, also die geduldige Selbsterforschung, ist das einzig verlässliche Mittel, um uns Glaubwürdigkeit zu verschaffen und uns zugleich gegen die Inhumanitäten zu wappnen, die uns unter der dünnen Decke der Zivilisation drohen.« 

Alexander Mitscherlich 1960 über die Aufgabe der Psychoanalyse in der demokratischen Zivilgesellschaft.

Gut 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erschien in 2021 im Verlag Brandes u. Apsel die bislang nicht publizierte Studie des österreichisch-amerikanischen Psychiaters, Militärpsychiaters und Psychoanalytikers Kurt R. Eissler, in der er sich eigehend mit dem Innenleben, den Personalstrukturen, der Rekrutierung, Auswahl und Ausbildung in der US-Armee im Zweiten Weltkrieg befasst. Die ganzen Jahrzehnte fand dieses von Eissler zwischen 1945 bis 1947 verfasste und von ihm provisorisch als »Kriegsmanuskript« (»WAR-MS«) bezeichnete Werk keinen Verlag, weder im englisch- noch im deutschsprachigen Raum, welcher sich des explosiven Themas anzunehmen traute .

Wie in einer Feldforschung reflektiert Eissler seine Tätigkeit: die Psychologie und Psychopathologie der Soldaten, die ­Situation der Zugehörigkeit zu den Streitkräften in der Kriegs­situation, die unbewussten Auswirkungen der totalen Insti­tution und des Kampfes um Leben und Tod in der Infanterie bei einfachen Soldaten und Offizieren.

»Über lange Jahre war Eissler Armeepsychiater in den USA, untersuchte mit modernsten Methoden sowohl Veteranen wie Rekruten bei deren erbarmungsloser Zurichtung zu fast empfindungslosen Killermaschinen. Später war er in New York Lehranalytiker und kreativer Erfinder von therapeutischen Variationen für Traumatisierte, wie zum Beispiel den hilfreichen „Parameter“, im Gegensatz zur strengen orthodoxen Methode. Herausragend der große Aufsatz „Prolegomena zur allgemeinen Pathologie des Soldaten mit besonderer Berücksichtigung der Ausbildungssituation“. Gnadenlos untersuchte er die fortschreitende gewollte Entmenschlichung durch die Grausamkeit und Entwürdigung durch die demütigenden Schinder. Er selbst ist in einer lastenden Zwickmühle zwischen der Anklage der US-Armee trotz ihres Mitsiegs über die grausame Wehrmacht und gleichzeitig seiner Dankbarkeit für die Beendigung der NS-Barbarei. [...] Reines Gold der Psychoanalyse [ist] [d]as fast gigantisch zu nennende Werk [...].«  - Tilmann Moser, in einer Besprechung des Buches im Deutschen Ärzteblatt

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Krieg und Wahnsinn

Hohnholz, Sabine; Röske, Thomas; Rotzoll, Maike

Krieg und Wahnsinn

Kunst aus der zivilen Psychiatrie zu Militär und 1. Weltkrieg

10.06.2014 • Das Wunderhorn • 25 × 19,5 cm • Paperback • 256 Seiten • 198

29,80 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Im Auftrag der Firma‹

Müller, Knuth
Bruder, Klaus-Jürgen (Vorwort)

›Im Auftrag der Firma‹

Geschichte und Folgen einer unerwarteten Liaison zwischen Psychoanalyse und militärisch-nachrichtendienstlichen Netzwerken der USA seit 1940. - [2 Bde,; Band I Text - Band II Dokumentation]

Nachdruck d. EA 11.2017 • Psychosozial-Verlag • Reihe Forschung Psychosozial • 24 × 16,5 cm • Paperback • zusammen 1.157 Seiten

99,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Krieg als Abenteuer

Basic, Natalija

Krieg als Abenteuer

Feindbilder und Gewalt aus der Perspektive ex-jugoslawischer Soldaten 1991–1995

01.12.2004 • Psychosozial-Verlag • Reihe Psyche und Gesellschaft • 21 × 14.8 cm • Paperback • 323 Seiten

29,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Blindes Vertrauen‹

Volkan, Vamık D.

›Blindes Vertrauen‹

Großgruppen und ihre Führer in Zeiten der Krise und des Terrors - [Neuausgabe 2025]

NA 10.2024 • Psychosozial-Verlag • Reihe Bibliothek der Psychoanalyse • 21 × 14,8 cm • Paperback • 412 Seiten

44,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

KLASSISCHES FACHANTIQUARIAT - Einstein / Freud: ›Warum Krieg?‹

RAR!

Freud, Sigmund / Einstein, Albert

›Warum Krieg?‹ - Ein Briefwechsel

[Limitierte Ersausgabe (N° 1043 / 2000)]

1933, EA • Paris, Internationales Institut für geistige Zusammenarbeit /Völkerbund • Reihe Nr. 1043 von 2000 nummerierten Exemplaren • Gr. 8° • klappenbroschiert • 62 (1) Seiten

1.480,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Warum Krieg?‹ - Ein Briefwechsel

DtExilAr. 1211; Grinstein, 10642, Sternfeld-T. S. 115 - Erschien gleichzeitig in jeweils limitierten Auflagen in Deutsch, Französisch und Englisch.

Im Jahr 1932 bat der Völkerbund den berühmten Physiker Albert Einstein, mit einer Person seiner Wahl in einen öffentlichen Meinungsaustausch über ein frei von ihm gewähltes Thema zu treten. Der Physiker entschied sich für das Thema Krieg und den Gesprächspartner Sigmund Freud.

Das Verhältnis zwischen den beiden großen Denkern war von gegenseitigem Wohlwollen und ironischem Respekt geprägt - von mehr wohl nicht. Albert Einstein schrieb über Sigmund Freud: "Abgesehen von Schopenhauer gibt es für mich niemanden, der so schreiben kann oder könnte". - Freuds Replik: "Wenn Einstein meinen Stil und meine Darstellungskunst lobt, zeigt das nur, ein wie wohlmeinender Mensch er ist. Er möchte mich anerkennen, für den Inhalt meiner Schriften fehlt ihm aber das Verständnis. Darum lobt er wenigstens den Stil." Einige Monate nach dem Neujahrstreffen im Jahr 1927 wurde Albert Einstein der Vorschlag gemacht, sich auf "Freuds Couch" einer Psychoanalyse zu unterziehen. Der Physiker lehnte dankend ab: "Ich möchte gerne im Dunkel des Nicht-Analysiertseins verbleiben." Und Sigmund Freud äußerte unmittelbar nach dem Treffen mit Einstein in Berlin 1927: "Er ist heiter, sicher und liebenswürdig, versteht von Psychologie soviel wie ich von Physik, und so haben wir uns sehr gut gesprochen."

Im Juli 1932 kam es zwischen dem weltberühmten Physiker und dem Begründer der Psychoanalyse zu einem einmaligen Briefwechsel über das Thema Krieg. Albert Einsteins zentrale Frage in seinem kurzen Brief lautete: "Gibt es eine Möglichkeit, die psychische Entwicklung der Menschen so zu leiten, dass sie den Psychosen des Hasses und Vernichtens gegenüber widerstandsfähiger werden?" - Sigmund Freuds ausführliche Antwort folgte im Dezember und fiel eher pessimistisch aus. Er sah "keine Aussicht auf Erfolg, die aggressiven Neigungen abschaffen zu wollen", fügte aber am Ende seines Briefes hinzu: "Vielleicht ist es keine utopische Hoffnung, dass der Einfluss der beiden Momente, der kulturellen Einstellung und der berechtigten Angst vor den Wirkungen eines Zukunftskrieges, dem Kriegführen in absehbarer Zeit ein Ende setzen wird.

Der Skeptiker Freud sollte Recht behalten: 1933, als der Briefwechsel in kleiner Auflage erschien, standen mit der Machtergreifung Hitlers in Deutschland die Zeichen bereits unverkennbar wieder auf Aggression und Krieg. Albert Einstein emigrierte noch im selben Jahr nach Amerika, sein sporadischer Brieffreund Sigmund Freud rettete sich und seine Tochter 1938 nach England. (Gekürzt aus einem Beitrag des ORF aus 04.2017)

Zum Erhaltungszustand: Das Klassische Fachantiquariat der SFB verfügt von dieser inzwischen extrem seltenen Erst- und Originalausgabe dieses Briefwechsels aus einer auf 2.000 Exemplare limitierten und nummerierten deutschsprachigen Auflage ein vergleichsweise besonders gut erhaltenes Exemplar mit der eingetragenen Nummer N° 1043 / 2000. - Die Seiten geradezu frisch, papierbedingt leicht nachgedunkelt. Mit verschiedentlichen zarten, kaum sichtbaren Anstreichungen in Blei des Vorbesitzers und einem lose anliegenden Original-Werbeblatt des Verlags für diese Ausgabe. Der empfindliche Broschureinband von erstaunlich guter Erhaltung und mit geringeren alterstypischen Gebrauchs- bz. Lagerungsspuren, an den Rändern sichtbar nachgedunkelt. (s. Fotos). - Ein gutes und gewiss sammelwürdiges Exemplar dieser inzwischen extrem seltenen Erstausgabe!

GESELLSCHAFT - ›Zurück in die Zukunft?‹ - oder: Vom Kippen des Systems

Der Weg in die Unfreiheit

Snyder, Timothy

Der Weg in die Unfreiheit

Russland, Europa, Amerika. - Aus dem Englischen übersetzt von Ulla Höber und Werner Roller

2. Aufl. 03.12.2025 • C.H. Beck • Reihe Beck Paperback • 19.4 × 12.4 cm • Paperback • 391 Seiten • mit 10 Karten und 4 Abbildungen

18,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

"Ein sehr starkes, extrem beunruhigendes Buch“  - Andreas Tobler, im Tages-Anzeiger, Zürich

"Brillant. Düster. Wortgewaltig."  -  The Times, London

Mit dem Ende des ´Kalten Krieges` hatten die liberalen Demokratien des Westens vermeintlich im Kampf der politischen Systeme obsiegt. Von nun an würde die Menschheit von einer Friedensdividende profitieren und eine friedvolle, globalisierte Zukunft stehe weltweit bevor. Doch das war ein Irrtum. Seit Putin seine Macht in Russland etabliert hat, rollt eine Welle des Autoritarismus von Osten nach Westen, die Europa erfasst hat und mit Donald Trump längst auch in den USA und vielen anderen Ländern angekommen ist. Tim Snyder analysiert in seinem Beitrag den Aufstieg dieser neuen «rechten Internationalen», schildert ihre bedrohlichen Ziele und zeigt, wie sehr die Grundlagen unserer Demokratie in Gefahr sind, die sich oft hasenherzig kuschen und kuscheln, statt an der Minderung ihrer eigenen Unzulänglichkeiten zu arbeiten.

Der us-amerikanische Historiker schreibt die düstere Chronik einer über uns hereinbrechenden politischen Katastrophe der Aufstieg autoritärer Regime in Russland, Europa und den USA. Timothy Snyder zeigt in seiner Analyse, wie Putins Russland freie Wahlen manipuliert, Fake News verbreitet, Cyberangriffe startet, Schwule verfolgt und rechtsradikale Parteien finanziert und warum es das tut. Er schildert die beängstigenden Kontakte zwischen russischen Oligarchen und Donald Trump, und er warnt uns vor den Konsequenzen: Wenn wir nicht endlich aufwachen, dann wird die freie Welt vielleicht schon bald Vergangenheit sein.

So beginnt der Autor sein Buch"Der »Weg in die Unfreiheit« steht für den unbestreitbaren Trend weg von der Demokratie im Verlauf der 2010er Jahre, eines rätselhaften Jahrzehnts. Als Historiker war ich von der Wucht der Ereignisse in Russland, Europa und Amerika ebenso überrascht wie von der Neigung, wegzusehen, Ausreden zu erfinden und so zu tun, als würde nichts Besonderes geschehen. Von »Unfreiheit« anstatt von »Tyrannei« oder »Autoritarismus« sprach ich aus diesem Grund: »Unfreiheit« schließt unsere eigene Mitschuld mit ein, unseren Anteil am Niedergang der Demokratie durch unsere eigene vorsätzliche Verwirrung oder unnötige Selbstgefälligkeit. Während ich dieses Vorwort schreibe, hat der Trend durch Donald Trumps Putschversuch in den Vereinigten Staaten und Wladimir Putins Krieg gegen die Ukraine noch klarere Formen angenommen. Ein amerikanischer Präsident hat versucht, die verfassungsmäßige Ordnung zu beseitigen, und ein russischer Präsident hat in Europa einen von Gräueltaten geprägten Angriffskrieg begonnen. Diese Ereignisse, die viele Menschen überraschten, werden durch die hier vorgestellte jüngere Geschichte vorweggenommen und erklärt. (...)"

Die Kapitel: Vorwort / Individualismus oder Totalitarismus / Nachfolge oder Scheitern / Integration oder Imperium / Neuerung oder Ewigkeit / Wahrheit oder Lügen / Gleichheit oder Oligarchie / Epilog / Danksagung / Anmerkungen / Bildnachweis / Register

Der Autor: Timothy Snyder ist Professor für Geschichte an der Yale University und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen. Er lehrt aktuell an der Munk School of Global Affairs & Public Policy der University of Toronto. Zu seinen Büchern, die in mehr als vierzig Sprachen übersetzt wurden, gehören Bloodlands (82024), Black Earth (2015), Die amerikanische Krank-heit (2020), Über Tyrannei (102025) und zuletzt Über Freiheit (²2025)

Über Tyrannei

Snyder, Timothy

Über Tyrannei

Zwanzig Lektionen für den Widerstand

2. Aufl. 17.09.2025 • 20.5 × 12.4 cm • Paperback • 128 Seiten

14,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Und wie elektrische Schafe träumen wir‹

Snyder, Timothy
Engelmann, Peter

›Und wie elektrische Schafe träumen wir‹

Humanität - Sexualität - Digitalität

04.2020 • Passagen • Reihe Passagen Thema • 20,8 × 12,2 cm • Paperback • 80 Seiten

10,20 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Die Geschichte des Schlachters‹

SFB aktuell - RAR! Geringer Bestand

Smith, Helmut Walser

›Die Geschichte des Schlachters‹

Mord und Antisemitismus in einer deutschen Kleinstadt - Eine historische Untersuchung

01.08.2002 • Wallstein Verlag • 19.3 × 12 cm • gebunden, mit Schutzumschlag • 304 Seiten • s/w Fotos, Skizzen und Karten

29,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Winner of the 2002 Fraenkel Prize in Contemporary History

Im März 1900 wird am Rande der Kleinstadt Konitz am östlichen Ende des Deutschen Reiches der Torso des 18jährigen Abiturienten Ernst Winter entdeck; die Leiche wurde mit sauberen Schnitten zerstückelt und ausgeblutet. Die Bevölkerung der Städtchens ist von dieser Tat schockiert, aufgebracht, und die Gerüchteküche brodelt. Da es zunächst weder Verdächtige noch Motive gibt, setzt die Polizei eine hohe Belohnung für Hinweise aus.

Schon bald wird gemunkelt, bei der Tat handele es sich möglicherweise um einen Ritualmord, womit alsbald die kleine jüdische Gemeinde am Ort in den Blick gerät, denn dort verfüge man bekanntermaßen über einschlägige Expertise. - Und wer kenne sich bestens in der Technik des fachgerechten Zerschneidens von Kadavern aus? Eben: der jüdische Schlachter am Ort ... - Die Kleinstadt versinkt in kürzester Zeit in Massenhysterie und antisemitischer Wut. So massiv ist das, daß die lokalen Behörden der Lage nicht mehr Herr werden und man sich gezwungen sieht, das preußische Militär zur Hilfe zu rufen, um die die öffentliche Ordnung schließlich mit Mühe wiederherzustellen.

Der Historiker Helmut Walser Smith rollt anhand von zeithistorischen Dokumenten den Mordfall auf und belegt, wie ein Ensemble unterschiedlichster Vorurteile – über Juden, soziale Klassen, Sexualität und das Denken von Verbrechern – die Ermittlungen (fehl-)leiten und sowohl die Polizei als auch die Stadtbewohner blind machte für die Fakten, die die Identität und Lebensumstände des wirklichen Mörders unter ihnen hätten aufdecken können. In einer mikroskopisch genauen und sprachlich enorm spannend zu lesenden Untersuchung verwebt Helmut Walser Smith die kursierenden Geschichten und Beschuldigungen, die Akte kleinstädtischer Bosheiten und Ressentiments und die massenhysterischen Aufwallungen zu einer dramatisch-präzisen tiefen-psychologischen Fallgeschichte. In der interdisziplinären Tradition der großen mikrohistorischen Studien, wie Carlo Ginzburgs »Der Käse und die Würmer: Die Welt eines Müllers um 1600« u. a., legt Smith das latent antisemitische Potential des ausgehenden 19. Jahrhunderts in Deutschland bloß und antizipiert die Entwicklungen, die zum Holocaust führten.

Pressestimmen: »Smith (...) hat eine gründliche wissenschaftliche Untersuchung geschrieben, nach allen Regeln der Kunst: Studium der Quellen und der Sekundärliteratur (bis hin zu mittelalterlichen Judenpogromen), differenzierende Fragestellung und schließlich eine Darstellungsform, die Analyse und (spannende) Narration miteinander verbindet.«  - Peter Schöttler, in der taz

Der AutorHelmut Walser Smith, geb. 1962, ist Associate Professor für neuere Geschichte an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee. Veröffentlichungen: »German Nationalism and Religious Conflict: Culture, Ideology, Politics, 1870–1914« (Princeton 1995); »Protestants, Catholics and Jews in Germany, 1800–1914«, (Oxford 2001, Hg.); »Exclusionary Violence: Antisemitic Riots in Modern German History«, (Ann Arbor 2002, Hg. zus. mit Werner Bergmann und Christhard Hoffmann); »The Holocaust and other Genocides« (Nashville, 2002, Hg.).

SFB - MEHR als Bücher

Professionell werden - professionell arbeiten - professionell bleiben: Die Sigmund-Freud-Buchhandlung unterstützt Sie gerne dabei

  • Die SFB als überregional tätige Fachbuchhandlung mit kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt steht für ein auf Nachhaltigkeit und Bindungsfähigkeit fußendes ganzheitliches Konzept rund um die Beschaffung aller (Fach-)Bücher, aller Medien und deutschsprachigen Fachzeitschriften

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  • ALLES rund um Bücher, Medien, Fachzeitschriften und Testverfahren aus EINER HAND: StammkundIn der SFB werden; die Vorteile einer tragfähigen Zusammenarbeit sehen und im gemeinsamen Interesse für die eigene Arbeit nutzen.

  • Realitätsprinzip: Wir wünschen uns betriebswirtschaftlich machbare, also vernunftgeleitete Bestellgrößen und bitten nach Möglichkeit um Auftragsbündelung. Bei Bestellungen auf SFB-Online gilt inzwischen ein  MINDESBESTELLWERT je Auftrag von € 35,00 (Inland); € 100,00 (Ausland). - Je einzelne (Taschen-)Bücher zu bestellen, sollte - auch für unsere priviligierten StammkundInnen - die Ausnahme sein.

SOZIOLOGIE / PHILOSOPHIE - Zum Tod von Jürgen Habermas

»Das Über-Ich ist die intrapsychisch verlängerte gesellschaftliche Autorität.«

Jürgen Habermas

Erkenntnis und Interesse

Habermas, Jürgen (1929-2026)

Erkenntnis und Interesse

Mit einem Nachwort von Anke Thyen

01.10.2008 • Suhrkamp • Reihe suhrkamp taschenbuch wissenschaft - stw, Band 1 • 19 × 12.2 cm • Paperback • 422 Seiten

24,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

»Auch in einem (…) Prozess der Selbstreflexion spielen Gründe eine Rolle; den zugehörigen Typus von Argumentation hat Freud am Modell des zwischen Arzt und Analysanden geführten therapeutischen Gesprächs untersucht. Im analytischen Gespräch sind die Rollen asymmetrisch verteilt, Arzt und Patient verhalten sich nicht wie Proponent und Opponent. Die Voraussetzungen eines Diskurses können erst erfüllt werden, nachdem die Therapie zum Erfolg geführt hat. Die Form der Argumentation, die der Aufklärung systematischer Selbsttäuschungen dient, nenne ich deshalb therapeutische Kritik. Im analytischen Gespräch sind die Rollen asymmetrisch verteilt, Arzt und Patient verhalten sich nicht wie Proponent und Opponent. Die Voraussetzungen eines Diskurses können erst erfüllt werden, nachdem die Therapie zum Erfolg geführt hat. Die Form der Argumentation, die der Aufklärung systematischer Selbsttäuschungen dient, nenne ich deshalb therapeutische Kritik.«

»Ein Akt der Selbstreflexion, der „ein Leben ändert“, ist eine Bewegung der Emanzipation.«

Die 1968 erschienene Schrift »Erkenntnis und Interesse« legte die Grundlagen für die von Jürgen Habermas seither in mehreren Büchern fortentwickelte »Theorie des kommunikativen Handelns«. Darin ersetzte er die einseitige Fundierung wahrer Erkenntnis in der transzendentalen Leistung des autarken Subjekts (Kant) durch den Rekurs auf den gesellschaftlich vermittelten Diskurs aller. Nach Habermas sind es daher vor allem »Interessen«, denen die Erkenntnis folgt und ohne die sie nicht möglich wäre. Im Anschluss an Marx, Dilthey und Freud zeigt er in dieser Arbeit, dass es sich dabei um drei wesentliche erkenntnisleitende Interessen handelt, die jeweils einem fundamentalen Funktionskreis der materiellen Reproduktion der Gattung »Mensch« zugeordnet werden können: die technischen, die praktischen und die emanzipatorischen Erkenntnisinteressen.

Im Nachwort zur Neuausgabe gibt Anke Thyen einen Überblick zur Einführung in die Thematik und zur Wirkung des Werks und unterstreicht damit, dass die Aufnahme dieser Schrift in die 'Philosophische Bibliothek' keine »nostalgische Veranstaltung« ist.

Aus dem Vorwort"(...) Die Analyse des Zusammenhanges von Erkenntnis und Interesse soll die Behauptung stützen, daß radikale Erkenntniskritik nur als Gesellschaftstheorie möglich ist. Diese Idee ist in Marxens Theorie der Gesellschaft impliziert, auch wenn sie dem Marxschen wie dem marxistischen Selbstverständnis nicht zu entnehmen ist. Gleichwohl habe ich selbst den objektiven Zusammenhang, in dem die philosophische Entwicklung von Hegel zu Nietzsche sich vollzieht, nicht untersucht und mich darauf beschränkt, der Bewegung des Gedankens immanent zu folgen. Diese Konsequenz ergibt sich: ich könnte nur um den Preis des Dilettantismus auf eine Gesellschaftstheorie vorgreifen, zu der ich Zugang durch eine Selbstreflexion der Wissenschaft erst gewinnen möchte. Dazu ist der erste Schritt getan. Mehr als den Stellenwert eines Prolegomenon kann die Untersuchung deshalb nicht beanspruchen. (...)"

Der Autor: Jürgen Habermas wurde am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geboren. Von 1949 bis 1954 studierte er in Göttingen, Zürich und Bonn die Fächer Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main sowie der University of California in Berkeley und war Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. Habermas verstarb am 14. März 2026 in Starnberg.

Theorie des kommunikativen Handelns [2 Bände]

Habermas, Jürgen (1929-2026)

Theorie des kommunikativen Handelns [2 Bände]

Band I: Handlungsrationalität und gesell. Rationalisierung. - Band II: Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft

01.02.1995 • Suhrkamp • Reihe suhrkamp taschenbuch wissenschaft - stw, Band 1175 • 18.6 × 11.4 cm • Paperback • zusammen 1216 Seiten

38,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Die Zukunft der menschlichen Natur

RAR! - Vom Autor SIGNIERT

Habermas, Jürgen (1929-2026)

Die Zukunft der menschlichen Natur

Auf dem Weg zu einer liberalen Eugenik? - [Vom Autor SIGNIERTES Archivexemplar der Erstausgabe]

2001, EA • Suhrkamp • 12,0 × 20,2 cm • kartoniert • 164 Seiten

175,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

KUNST und KULTUR - ›GUSTAV KLIMT, WIEN und die MEDIZIN‹

´Gustav Klimt und die Medizin`- Ausschnitt der Homepage zur
gleichnamigen Ausstellung des Josephinums, Wien

´Gustav Klimt und die Medizin`- Ausschnitt der Homepage zur gleichnamigen Ausstellung des Josephinums, Wien

Natter, Tobias G.; Druml, Christiane; Müller, Markus

Gustav Klimt und die Medizin

Bilder zum Fluss des Lebens - Begleitbuch zur Ausstellung der Sammlungen der Medizinischen Universität - Josephinum

02.04.2026 • Prestel • 29.8 × 24.8 cm • Hardcover • 240 Seiten

54,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Gustav Klimt und die Medizin

Die ab 26. März 2026 und bis zum 29. Juni im Josephinum, den Sammlungen der Medizinischen Universität Wien, präsentierte Ausstellung „Gustav Klimt und die Medizin. Bilder zum Fluss des Lebens“ widmet sich erstmals umfassend den vielfältigen Beziehungen zwischen Klimt, Wissenschaft und medizinischem Fortschritt in Wien um 1900. Sie zeigt, wie sehr die intellektuelle Atmosphäre dieser Zeit – geprägt von bahnbrechenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, neuen medizinischen Methoden und einem offenen Dialog zwischen den Disziplinen – Gustav Klimts Denken und Schaffen beeinflusste.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Fakultätsbild „Die Medizin“, das 1945 zerstört wurde und wohl eines der umstrittensten, innovativsten und zugleich visionärsten Werke des österreichischen Künstlers ist. Nach einer aufwändigen, wissenschaftlich gestützten KI-Rekonstruktion im Rahmen eines Projekts des Belvedere mit Google Arts and Culture im Jahr 2024, erhält man einen farbigen Eindruck von Klimts monumentaler Komposition, die heute großformatig an der Fassade des Anna Spiegel Forschungsgebäudes auf dem Gelände des AKH zu sehen ist. „Gustav Klimt steht wie kaum ein anderer Künstler für den geistigen Aufbruch Wiens um 1900. Die Ausstellung im Josephinum macht sichtbar, wie eng Kunst, Wissenschaft und medizinischer Fortschritt in dieser Zeit miteinander verwoben waren und wie sehr dieser interdisziplinäre Dialog Klimts Werk geprägt hat. Damit eröffnet sie zugleich einen neuen Blick auf die Medizin als kulturelle und gesellschaftliche Kraft“, sagt Markus Müller, Rektor der MedUni Wien.

Im historischen Hörsaal des Josephinums werden rund 25 originale Klimt-Zeichnungen, die aus renommierten österreichischen Institutionen und Sammlungen stammen, gezeigt, sowie Beiträge von ausgewählten Privatsammler:innen, deren Bilder bislang selten öffentlich zugänglich waren. Veranschaulicht werden Klimts Arbeitsprozesse, seine Auseinandersetzung mit Körperlichkeit und seine intensive Beschäftigung mit der Darstellung von Geburt, Leben und Tod. Die Ausstellung wird durch medizinhistorische Exponate aus der Sammlung des Josephinums ergänzt. “Unsere Sonderausstellung widmet sich erstmalig detailliert den profunden Kenntnissen über den menschlichen Körper, die Eingang in das Werk Gustav Klimts gefunden haben, und zeigt damit seine enge Verbindung mit den großen Ärzten im Wien um 1900“, erklärt Christiane Druml, Direktorin des Josephinums. (Quelle: Einladungstext des Museums auf dessen Homepage)

Gustav Klim - Sämtliche Gemälde

Natter, Tobias G.

Gustav Klim - Sämtliche Gemälde

[Deutschsprachige Ausgabe]

26.05.2017 • TASCHEN • 34 × 25 cm • Gebunden • 604 • Mit zahlr. Abb.

80,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Wien 1900 - Kunst Design Architektur Mode

Brandstätter, Christian; Gregori, Daniela; Metzger, Rainer

Wien 1900 - Kunst Design Architektur Mode

Über Kunst, Design, Architektur, Mode, Gustav Klimt, Egon Schiele u. a. - [Auf 250 Exemplare limitierte VORZUGS- /SAMMLERAUSGABE]

18.11.2019 • Brandstätter Verlag • 31,5 × 24,5 cm • Leinengebunden, mit Goldschnitt und Messingplakette • 544 Seiten

300,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

BESSER LESEN - Wie das?: Ohne Nach-Denken im Liegen leider kein Rezept!

»Die Schriftstellerei ist ein Art der Hochstapelei, nur eben gesellschaftlich anerkannt und nicht strafbar. Der einzige Beruf, in dem man gelobt wird, wenn man gut gelogen hat.«

Charles Lewinsky

Eine andere Geschichte

Soeben erschienen

Lewinsky, Charles

Eine andere Geschichte

Roman

25.03.2026 • Diogenes • 18.4 × 11.6 cm • Hardcover • 416 Seiten

26,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht unbedingt Schlaftabletten – aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur Psychoanalyse geht. Auf der Couch des Psychiaters erzählt er - anfangs wider Willen - seine Geschichte, sein Leben zwischen Hollywood und Berlin, zwischen der noch schwarz-weißen, stummen Traumfabrik und der umso grelleren, schreienden deutschen Wirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Sitzung ein Kapitel. Ein Leben wie ein Roman.

Diesen Text stellt Charles Lewinsky seinem Roman voran:

"Ich habe die Geschichte schon ein paarmal erzählt. Sie beschäftigt mich seit siebzig Jahren, als ich sie als kleiner Junge von meiner Großmutter hörte. »Wir lebten damals in Leipzig«, sagte sie, und wenn sie »damals« sagte, meinte sie »in den Anfangsjahren des ›Dritten Reiches‹ «. Sie erzählte von einem Mann, der eines Tages mit zwei Autos vorgefahren sei – »im ersten saß er, im zweiten seine Sekretärin« – und sich als Verwandter vorgestellt habe. Er sei ein wichtiger Mann in Hollywood, habe er gesagt, und sei nur vorbeigekommen, um sie zu warnen. »Verschwindet aus Deutschland«, habe er gesagt, »hier wird es für Juden ganz schlimm.« Und dann sei er wieder in seine beiden Autos gestiegen und weggefahren. Dieser Mann hieß Melnitz, und dass er tatsächlich existiert hat, lässt sich mit einer Recherche im Internet bestätigen. Sogar eine Fotografie habe ich von ihm gefunden. (....)"

Und so beginnt der Autor seinen Roman:

Sie sind Dr. Cowan?

Noch nicht mal eine Sekretärin für den Empfang? - Muss ja ein toller Laden sein. Machen Sie sich keine falschen Hoffnungen. Ich bin kein Kunde für Ihr Voodoo. Ich brauche ein Rezept, sonst nichts. Füllen Sie es aus, und ich bin wieder weg. Leicht verdientes Geld. Mein Arzt besteht darauf. Dr. Goldsteen. Er sagt, Sie kennen sich. Bisher hat er mir immer verschrieben, was ich brauche. Jetzt plötzlich will er nicht mehr. Schickt mich zu Ihnen.

Wahrscheinlich seid ihr alte Kumpel. Schiebt euch gegenseitig die Patienten zu. Ich habe ihm gesagt: Was soll ich bei einem Psychiater? Aber er … Muss der Papierkrieg wirklich sein? Ich brauche nur … Melnitz., Curtis Melnitz. ... Ich merke: Der Name sagt Ihnen nichts. Sic transit Gloria Swanson. 2. Mai 1879. Lassen Sie die Komplimente. Natürlich sieht man mir die achtzig Jahre an. 1879 war ein schlechter Jahrgang. Wird früh sauer und bleibt es sein Leben lang. Nein, ich habe nicht gefeiert. In meinem Alter ist ein runder Geburtstag kein Grund für Eiapopeia. Hätte ich mir eine Torte aus Kurpflaumen bestellen sollen? Das ist die Gemeinheit des Lebens: Es wird jedes Jahr beschissener, und man kann immer schlechter scheißen. Und das soll man feiern? Kann ich jetzt mein Rezept haben? Ich schlafe schlecht. Meistens gar nicht. Wälze mich im Bett. Stundenlang. Möchte schlafen und habe Angst davor.

Wegen der Träume. Ich leide unter meinen Träumen. Ich habe schon bessere Filme gesehen. Ich bin nicht gekommen, um mich auf Ihre Couch zu legen. Ich brauche nur das Rezept. Dieses neue Mittel. Das einzige, das hilft. Hier. Ich habe Ihnen die leere Schachtel mitgebracht. Sie brauchen den Namen nur abzuschreiben. Eine Pille täglich, sagt Dr. Goldsteen. Na schön, manchmal nehme ich zwei. Oder mehr. Aber deswegen bin ich nicht süchtig. Ich bin nur alt. Und wenn? Eine lange Abhängigkeit wird es nicht mehr werden. Man wird ja irgendwann seinen Abgang machen dürfen. Abblende und Schlusstitel.

Ob ich vom Film komme? War Hitler ein Nazi? Aber das ist lang her. Überhaupt: Warum müssen sie mir so viele Fragen stellen, bevor Sie mir mein Rezept … ?"

Der AutorCharles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger. ›Der Halbbart‹ war nominiert für den Schweizer und den Deutschen Buchpreis. Sein Werk erscheint in 16 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux, Frankreich, und im Winter in Zürich.

Andersen

TB-Ausgabe soeben erschienen

Lewinsky, Charles

Andersen

Roman

25.03.2026 • Diogenes • 18 × 11.3 cm • Paperback • 608 Seiten

18,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Andersen, einst ein brutaler Folterer, wird in einem anderen Jahrhundert wiedergeboren. Sein bösartiger Charakter ist jedoch nicht verschwunden, er steckt nun einfach in der niedlichen Gestalt eines Säuglings – und ist daher umso erschreckender. Andersen erhält mit seinem neuen Leben eine neue Chance. Doch er nutzt sie nicht zur Wiedergutmachung seiner Verbrechen. Im Gegenteil.

Im Verlag der Erstausgabe, Nagel und Kimche, wurde dieser Roman mit diesem Text vorgestellt:

Jonas war ein seltsames Baby. Er weinte selten, übte wie besessen motorische Fähigkeiten; und seine Eltern glaubten sogar manchmal, den wissenden Blick eines Greises in seinem Gesicht zu entdecken. Wie wahr diese Vermutung ist, ahnen sie nicht. Schon als Kleinkind setzt Jonas alles daran, seine Flucht zu planen, ohne dabei aufzufliegen. Als er jedoch ein einziges Mal einen Menschen zum Freund haben will, ist sein Schicksal besiegelt: denn eine Regung des Guten erträgt das Böse nicht. Rasant, klug und mit gerissenem Witz erzählt Charles Lewinsky die Geschichte eines Mannes, der eine zweite Chance bekommt. Und eine dritte. Wie er sie nutzt, lässt das Blut bis in die nächste Generation gefrieren.

Der Autor zur Genese dieses Romans"In der Regel dreht sich eine Idee jahrelang in meinem Kopf, bis ich mich endlich daran mache, sie als Buch aufzuschreiben. Mit dieser Geschichte war es anders. Sie war eines Tages einfach da. (....) Ich würde es schade finden, hier mehr vom Inhalt des Buches zu verraten. Meinem Verleger habe ich das fertige Manuskript in die Hand gedrückt, ohne ihm vorher auch nur ein Wort über die Geschichte zu erzählen. Seine Reaktion hat mir gezeigt, dass das die ideale Art ist, diesen Roman zu lesen." - Charles Lewinsky, auf seiner Homepage

SFB-KUNSTABTEILUNG: FREUD und die Büchse der Pandora

Kostbar!

Eißner, Frank (Künstler)
Jouve, Pierre Jean (Text)

›Die Büchse der Pandora‹

[Auf 45 Exemplare limitierte, nummerierte und vom Künstler signierte HANDPRESSEAUSGABE als Widmungsexemplar]

2006 • Büchergilde Gutenberg • Reihe Druck der Gutenberg Presse, Band 11 • 21 cm • Hardcover im Schuber • 32 unpag. Seiten

468,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Die Büchse der Pandora‹

11. Druck der Gutenberg Presse, Pressendruck, durchgehend mit ganzseitigen Original-Farbholzschnitten des Künstlers Frank Eißner auf Japanpapier. Von Hand gebunden, erschienen in einer Kleinstauflage von 45 Exemplaren. und geborgen in einem illustrierten Schuber. Im Impressum von Frank Eißner signiert und nummeriert. - Die Ausgabe erschien aus Anlaß des Freud-Jahres 2006

Frank Eißner reflektiert und interpretiert in seinem 32 Original-Holzschnitte umfassenden Künstlerbuch den Mythos ´Büchse der Pandora`, wobei sich der belesene Künstler auf einen Gedichtzyklus des hierzulande kaum bekannten französischen Schriftstellers Pierre Jean Jouve (1887–1976) bezieht, welcher aus dem Freundeskreis rund um Romain Rolland stammt und der französischen Resistance während der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen engagiert war. Seinen literarischen Arbeiten sind beeinflußt durch die Ideen und Konzepte Sigmund Freuds über Schuldgefühle, Scham und sexuelle Energie.

Psychoanalyse, Sigmund Freud, Weiblichkeit und der Mythos ´Büchse der Pandora`

"(....) In the myth Pandora is blamed for all the ills of humanity. Pandora here represents the split off virtually all-bad mother, and women have been demonized as sexual and aggressive witches. In modern times, mothers have been blamed for conditions ranging from autism to schizophrenia. In the other pole of splitting, motherhood was glorified and idealized. Pandora carries hope in her box-womb. Hope, like faith and charity evolves in the object relationship encompassing good enough mothering of an adequately responsive infant. Hope lies in the mother’s capacity to set limits upon enactment of her own infantile impulses, and to control regression in the service of the infant’s development. Finally, for some deeply disturbed patients, supportive, suppressive psychotherapy may be indicated, helping to close Pandora’s box and safeguard sanity. (...)"

Der us-amerikanische Psychoanalytiker und Kulturwissenschaften Harold P. Blum (1929-2024), "A Psychoanalytic Inquiry into Pandora's Box". A Psychoanalytic Inquiry into Pandoea`s Box; in: Language, Symbolization, and Psychosis, 2018, pp 18-30

Der Künstler: Frank Eißner, 1959 in Leipzig geboren, bereitete sich durch eine Lithografen-Ausbildung und ausgedehnte Praktika in Druckereien akribisch auf sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (1984 bis 1989) und eine Existenz als Pressendrucker vor. Binnen kurzem gelang es ihm, dem schon jahrhundertealten Genre des Holzschnitts mit seiner eigenen „Handschrift“ eine neue Dimension hinzuzufügen: Seine pastelligen, transparenten Farbtöne, die oft die Maserung des Druckstocks durchscheinen lassen, seine an den Jugendstil erinnernden, fast ätherischen Figuren sichern dem Künstler schon heute einen festen Platz in der Kunstgeschichte der Druckgrafik. Seit 2019 lebt und arbeitet Eißner in Aschaffenburg am Main.

Lieferbarkeit / Erhaltungszustand: Die Kunstabteilung der SFB verfügt von dieser begehrten Ausgabe über ein annähernd druckfrisches Exemplar, welches aus dem Archiv des langjährigen Direktors des Offenbacher Klingspor Museums Christian Scheffler (Editionsnummer 18/45) stammt, welchem der Künstler eine handschriftliche Widmung für eben diesen Museumsleiter beigegeben hat (s. Abb.). - Ein tadelloses Exemplar dieser bibliophilen Ausgabe.

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Aktuelle Monatsangebote bei der SFB

Die Krupp-Dynastie und die Wurzeln des deutschen Nationalcharakters

Monatsangebot bis 30.04.2026

Calogeras, Roy C. (1933-2006)
Ohlmeier, Dieter; Deserno, Heinrich (Vorwort)

Die Krupp-Dynastie und die Wurzeln des deutschen Nationalcharakters

Eine psychoanalytische Kulturstudie. - Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt und bearbeitet von Karl-Ludwig Schibel

1989 • Verlag Internationale Psychoanalyse bei Klett­Cotta • 21,0 cm • gebunden • 288 Seiten • Mit 10 Abb.

22,00 € statt 39,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

„Die zeitgemäße Variante des analen Charakters scheint nicht so sehr der Bürger zu sein, der Toilettenpapier hamstert. Es sind die ganz besonders Ordentlichen. Die moralisch Entrüsteten, die sich pharisäisch über den Schiss anderer erheben.“

Wolfgang Schmidbauer, in einem Beitrag in ´Psychologie Heute`

»Von allen großen deutschen Familien hat keine die geschichtlich und kulturell beherrschenden nationalen Züge, die wir als deutsche bezeichnen, deutlicher in sich vereint als die Familie Krupp. Sie ist immer wieder als Symbol des vaterländischen Nationalgefühls bezeichnet worden. Der psychischen Realität kommt es jedoch näher, sie als ein zentrales Symptombild des kulturellen Nationalcharakters ihres Landes zu bezeichnen. Diese Symptomatik der kulturellen Neurose gilt es an ihren Ursprüngen aufzuspüren und zu entwirren, um den Schlüssel zu ihrer wahren psychischen Natur zu finden.«  - (Aus dem Vorwort)

Inhalt: Vorwort zu deutschsprachigen Ausgabe von Dieter Ohlmeier und Heinrich Deserno: / Fabian Schupper: Geleitwort / Danksagung // 1. Kapitel: Szenarium / 2. Kapitel Die Ursprünge der Krupps und die kulturelle Störung / 3. Kapitel: Die Anfänge der Dynastie: Friedrich und Alfred Krupp / 4. Kapitel: Die Folgen der Grundstörung: Alfred baut eine Dynastie auf / 5. Kapitel: Alfred und Fritz: Die folgenschwere Übermittlung / 6. Kapitel Bertha Krupp und Gemahl Gustav / 7. Kapitel Alfried Krupp und das Ende der Dynastie / 8. Kapitel: Die deutsche kulturelle Neurose / 9. Kapitel Die kulturelle Neurose: Kultur aus meta- psychologischer Perspektive // Anmerkungen / Literaturverzeichnis.

Lieferbarkeitshinweis: Bei der SFB ist dies grundlegende psychoanalytische Untersuchung in verlagsfrischen und folienverschweißten Archivexemplaren zum Angebotspreis verfügbar; beim Verlag vergriffen.

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