Hoffnung; Brautbriefe Sigmund Freud; Liebe; Nationalsozialismus; Marlene Streeruwitz; Österreichische Literatur; USA; Vereinigte Staaten von Amerika; Donald Trump; Autoritarismus; Prinzessinnenkunde; Dan Diner; Sigmund-Freud-Preis; Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur, Erstausgabe; John Katzenbach; Psychothriller; Peggy Parnass; Holocaust; Kindheit; Vorzugsausgabe;

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SIGMUND-FREUD-BUCHHANDLUNG. SFB: Kunst, Kultur, Psychoanalyse

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Novitätenschau Psychoanalyse / Kulturwissenschaften - NOVEMBER 2025

Illustration: Bücher

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser der Novitätenschau,
überreicht mit freundlicher Empfehlung von der Redaktion »Index Psychoanalyse«.

Die Novemberausgabe der ›Novitätenschau‹ bietet neuerlich eine themenzentrierte Auswahl interessanter Neuerscheinungen rund um Theorie und Praxis der Profession.

Schwerpunkte sind diesmal das neue Buch von Thomas Ogden zur ›Behandlungstechnik‹, das Thema ›Hoffnung vs Zukunftsangst‹ und die zwischen Sigmund Freud und seiner Braut Martha Bernays ausgetauschten Liebesbriefe, zu denen jetzt der letzte 5. Band der ›Brautbriefe‹, erschienen ist. - Ferner stellen wir das neue Buch der Trägerin des Sigmund-Freud-Preises 2022, Iris Därmann, vor, in dem sie in vier Fallberichten elementare Probleme aus Kinderperspektive beschreibt. Neue Einblicke aus gesellschaftswissenschaftlicher und historischer Perspektive über die USA und ihren derzeitigen Präsidenten schließen sich an. - Eine prachtvolle Vorzugsausgabe plus anliegender Originalgrafik mit den Erinnerungen der Holocaustüberlebenden und Feministin Peggy Parnass Kindheit‹, sowie eine Erstausgabe Sigmund Freuds ›Das Unbehagen in der Kultur‹ sind weitere Highlights. - Atemberaubende Spannung verspricht schließlich der jüngste Psychothriller von John Katzenbach, mit dem die Trilogie um den bedauernswerten Psychoanalytiker Dr. Frederick Stark ihren Abschluß findet.

Mit Ihren Anregungen, Kritiken und insbesondere mit Ihren Bestellungen bereiten Sie uns eine große Freude!

In dieser Ausgabe

Der kurze Weg zur SFB: Bestelltelefon (D) 0800 588 78 30

(MO - SA, 8:00-19:00 h, SO, zur ›Blauen Stunde‹ von 10:00-12:00 h)

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LEBENDIGE PSYCHOANALYSE in der Praxis - Thomas Ogden

›Lebendig werden im Therapieraum‹

► Erscheint in wenigen Tagen; vorbestellbar

Ogden, Thomas H.

›Lebendig werden im Therapieraum‹

Auf dem Weg zu einer ontologischen Psychoanalyse. Übersetzung aus dem Englischen von Isolde Böhme und Richard Rink

11.2025 • Psychosozial-Verlag • Reihe Bibliothek der Psychoanalyse • 21 × 14.8 cm • Paperback • 270 Seiten

36,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Psychoanalytisches Arbeiten im Felde der Behandlung von PatientInnen geht weit über die Ebene von Wissen und Verstehen hinaus.

In Auseinandersetzung mit Winnicott und Bion entwirft Thomas Ogden das Psychische als lebendigen Prozess, der Sein und Werden des Einzelnen in den Vordergrund stellt. Die Psyche wird so erfahrbar als Erlebnisraum eines kreativen und träumenden Ichs, mit dem Analytiker*innen in schöpferischer Weise umgehen. Fundiert hergeleitet und eingebettet in eine Fülle klinischer Fallbeispiele entwickelt Ogden Grundlagen einer ontologischen Psychoanalyse, die vermittelt, was es heißt, Psychoanalytiker*in zu sein und immer wieder neu zu werden.

Inhalt - Vorwort - Einleitung. Bemerkungen zum Sein und Werden

1 Ontologische Psychoanalyse oder: »Was willst Du werden, wenn Du mal groß bist?« // 2 Das Gefühl des Realen. Über Winnicotts »Die Frage des Mitteilens und des Nicht-Mitteilens führt zu einer Untersuchung gewisser Gegensätze« // 3 Wie ich mit meinen Patienten spreche // 4 Noch einmal: Zum Konzept der Destruktion. Zu Winnicotts »Objektverwendung und Identifizierung« // 5 Die analytische Stunde träumen. Ein klinischer Essay // 6 Eine Überarbeitung von analytischem Denken und analytischer Praxis. Die Entwicklung einer analytischen Theorie der Psyche // 7 Sprache und Wahrheit in der Psychoanalyse // 8 Die Dichtung von Robert Frost und Emily Dickinson erleben // 9 Analytisches Schreiben als eine Form der Fiktion

Aus dem Vorwort des Autors

"Dieses Buch beschreibt als Ganzes eine Strömung in der aktuellen Psychoanalyse, eine Bewegung hin zu einem neuen und fruchtbaren analytischen Sich-Einstimmen, um aufnehmen und fassen zu können, was in der analytischen Stunde geschieht. Dieses Sich-Einstimmen fördert bei Patient oder Patientin und Analytiker oder Analytikerin die Entfaltung psychischer Verfassungen, durch deren Auftauchen im analytischen Prozess sie lebendiger sein und werden können. Dieses neue Sich-Einstimmen lässt sich als Wechselspiel zweier nicht zu trennender Dimensionen psychoanalytischen Denkens und Arbeitens zeigen. Eine dieser Dimensionen, die ich epistemologische Psychoanalyse nenne (die mit Wissen und Verstehen zu tun hat) wurde von Freud und Klein eingeführt; für die andere, die ontologische Psychoanalyse (die mit Sein und Werden zu tun hat), haben Bion und Winnicott bahnbrechende Arbeit getan und sie ausgearbeitet (Einführung und Kapitel 1). Bions und Winnicotts Verschiebungen des Schwerpunkts vom Epistemologischen hin zum Ontologischen stehen für einen revolutionären Wandel in der psychoanalytischen Theorie und Praxis. Ziel der ontologischen Psychoanalyse ist es, die Erfahrung des Patienten oder der Patientin zu fördern, sich kreativ selbst zu entdecken, von mehr Lebendigkeit erfüllt zu sein oder zu werden, mehr er oder sie selbst zu sein.Ich bringe meine »kreativen Lesarten« (Kapitel 2 und 4) von zwei von Winnicotts schöpferischen Arbeiten ein - »Die Frage des Mitteilens und Nicht-Mitteilens führt zu einer Untersuchung gewisser Gegensätze« (2006) und »Objektverwendung und Identifizierung« (2010) –, die beide damit befasst sind, was dazugehört, damit Erfahrung »alles Gefühl des Realen« (Ogden, 2020, S. 71) in sich tragen kann. Obwohl diese Arbeiten vor mehr als 50 Jahren geschrieben wurden, kommt ihnen für die Bewegung in der Psychoanalyse, die mich in diesem Buch beschäftigt, eine Schlüsselbedeutung zu. - Zwei Kapitel (Kapitel 3 und 5) widmen sich der Art und Weise, wie ich als Psychoanalytiker arbeite. Ich versuche hier, den Lesern einen Eindruck von dem zu vermitteln, was gemeint ist, wenn ich sage, wir müssten die Psychoanalyse für jeden Patienten und jede Patientin neu erfinden. Ganz spontan finde ich mit jedem Analysanden einen anderen Ton, wie wir mit Mutter, Vater, Bruder, Schwester oder einem nahen Freund ganz unmittelbar verschieden sprechen. Im Gespräch mit einer Patientin bin ich lebendig da in dem Geschehen, mit ihr die Aspekte ihres Lebens zu erleben, die sie bisher nicht zu leben vermochte. Wenn ich mit einem Patienten spreche, beschreibe ich das, was nach meinem Empfinden geschieht, und erkläre wenig. (...)" - Thomas Ogden

Der AutorThomas H. Ogden arbeitet als Psychoanalytiker und Schriftsteller in San Francisco. Mehr als 25 Jahre war er Direktor des Center for the Advanced Study of the Psychoses in San Francisco und über mehr als 30 Jahre Mitherausgeber des International Journal of Psychoanalysis. Nach wie vor ist er als Supervisor und Psychoanalytiker am Psychoanalytic Institute of Northern California tätig.

Gespräche im Zwischenreich des Träumens

Ogden, Thomas H.

Gespräche im Zwischenreich des Träumens

Der analytische Dritte in Träumen, Dichtung und analytischer Literatur

Nachdruck 3.2019 • Psychosozial-Verlag • 14,9 × 2,2 × 21,1 cm • Paperback • 217 Seiten

32,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Übergangsobjekt und Möglichkeitsraum‹

Horne, Ann; Lanyado, Monica

›Übergangsobjekt und Möglichkeitsraum‹

Die Kreativität Winnicott’schen Denkens für die klinische Praxis

14.09.2016 • Brandes u. Apsel • 23,5 × 15,5 cm • Paperback • 308 Seiten

34,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Frühe Formen des Erlebens

Ogden, Thomas H.

Frühe Formen des Erlebens

[OT: ›The Primitive Edge of Experience‹]

Nachdruck 2006 d. dt. EA 1995 • Psychosozial-Verlag • Reihe Bibliothek der Psychoanalyse • 21 × 14,8 cm • Paperback • 257 Seiten

36,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Psychoanalytisches Arbeiten‹

Kläui, Christian

›Psychoanalytisches Arbeiten‹

Für eine Theorie der Praxis

3. Aufl. 24.08.2015 • Hogrefe AG • 22,6 × 15,5 cm • Paperback • 260 Seiten • Mit Abbildung(en), Tabellen

28,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

THERAPIEZIEL ›Aufrechter Gang‹ und die Wirkmacht von Hoffnung

„Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln.“

Johann Wolfgang von Goethe

„Hoffnung ist ganz bestimmt nicht dasselbe wie Optimismus. Sie ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Václav Havel

PSYCHE - Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen

Döll-Hentschker, Susanne; Hock, Udo; King, Vera; Storck, Timo; Blüml, Victor

PSYCHE - Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen

Ausgabe 9/10 2025 - ›Hoffnung in der Krise?‹

01.09.2025 • Klett-Cotta • 23.3 × 15.2 cm • Paperback • 176 Seiten

40,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Gegenstand des diesjährigen Doppelhefts der Zeitschrift PSYCHE sind psychoanalytische Konzeptionen von Hoffnung und ihre Bedeutung für das Verständnis gesellschaftlicher und individueller Krisen sowie des analytischen Prozesses.

Der Begriff »Hoffnung« blieb in der psychoanalytischen Diskussion lange Zeit zu wenig systematisch beleuchtet, obwohl es sowohl klinisch als auch kulturanalytisch unabdingbar ist, präzise Unterscheidungen zu treffen. Dies betrifft etwa diejenigen zwischen Illusion, Allmachtsfiktion oder oberflächlichem Optimismus einerseits und tragfähiger Hoffnung, die Ungewissheit und Verzweiflung integrieren kann, andererseits.

Gerade für diese – auch philosophisch einschlägig diskutierten – Unterscheidungen sind psychoanalytische Differenzierungen besonders fruchtbar. Woran sind trügerische Hoffnungen erkennbar? Lassen sich psychodynamisch verschiedene Funktionen und Strukturniveaus von Hoffnung bestimmen? Wie können intersubjektive und intergenerationale Dimensionen von Hoffnung gefasst werden? Zugleich geht es um temporale Merkmale bis hin zu Veränderungen von Hoffnung über die Lebenszeit. Was heißt es, angesichts von Umweltzerstörung, Krieg und politischen Verwerfungen womöglich keine Hoffnung mehr schöpfen zu können – und welche Rolle spielt Hoffnung gerade in Zeiten der Krise für die Entstehung des Neuen?

Inhalt des Themenbandes: Editorial: Hoffnung in der Krise? Vera King, Heinz Weiß // Debatte: Was heißt Hoffnung in Krisenzeiten? // Ein Gespräch zur Philosophie der Hoffnung aus psychoanalytisch-sozialpsychologischer Sicht. Von Vera King, Heinz Weiß, Gunzelin Schmid Noerr, Claudia Blöser, Darrel Moellendorf

Hauptbeiträge: Alessandra Lemma: Hoffen auf das »Unverhoffte« // Heinz Weiß: Zur Ambiguität der Hoffnung in Zeiten der Krise. Eine psychoanalytische Betrachtung // Vera King, Julia Schreiber: Metamorphosen der »guten Hoffnung«- Zur Psychodynamik von Kinderwunsch und Elternwerden im Kontext der Reproduktionsmedizin // Joachim Küchenhoff: Hoffnung in der Zeit. Über das Unabgegoltene, das konstruktiv Dissonante und das Unerwartete // Christian Sell: Hoffnung muss Ohnmacht ertragen. Mediopassive Fähigkeiten in der psychoanalytischen Praxis //  Hanna Gekle: Zwischen kreativer Erkenntnis und gewaltsamer Erfüllung: Ernst Blochs »Prinzip Hoffnung« heute.

›Zwischen Angst und Hoffnung‹

Pioch, Eckehard; von Hauenschild, Luisa; Meinert, Katarzyna; Mühlinghaus, Isabel; Watzel, Tilman

›Zwischen Angst und Hoffnung‹

Psychoanalyse in Zeiten gesellschaftlicher Krisen

04.2025 • Psychosozial-Verlag • Reihe Bibliothek der Psychoanalyse • 21 × 14.8 cm • Paperback • 261

39,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Gesellschaftliche Spaltungen und toxische Polarisierungen, Kriege, Klimawandel: die sich bedrückend zuspitzenden Krisen der Gegenwart machen vielen Angst und erzeugen Gefühle von Desintegration und Fragmentierung. Verleugnung, Bagatellisierung, aber auch die Flucht in Omnipotenzfantasien und paranoide Mechanismen behindern die Anerkennung von und die Auseinandersetzung mit der Realität.

Die gegenwärtig omnipräsenten Krisen fordern Psychoanalytiker*innen sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Behandlungszimmer heraus. Wie können sie es schaffen, trotz Ängsten und Katastrophenszenarien das Hoffnungsvolle nicht aus dem Blick zu verlieren, ohne das Zukunft nicht denkbar wäre und das so die Grundlage jeder psychoanalytischen Behandlung bildet?

Die Beiträge des Bandes (in Auswahl): Eckehard Pioch: »Rottet die Bestien aus!« versus »Man müsste an so was wie Liebe glauben!«. Omnipotenz und toxische Polarisierung als individuelle und kollektive Abwehr des existenziellen Angewiesenseins des Menschen // Karin Johanna Zienert-Eilts: »Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse heißen …« Psychoanalytische Überlegungen zur Entwicklung der Anfälligkeit für Verschwörungsnarrative und für »pervertiertes containing« // Martin Ehl: Rettung der Welt - Fantasien in Krisenzeiten. »Imaginative« versus »Omnipotente« Fantasie // Kai Rugenstein: Zurück wohin? Gestalten der Regression // Igor M. Kadyrov: Angst, Tod und das Ich-zerstörende Über-Ich Im sozialen Raum // Angela Mauss-Hanke: Rache, Vergeltung, Ressentiment. Psychoanalytische Erkundungen zu einigen allzu menschlichen Impulsen // Sally Weintrobe: Über die Gefahren einiger Arten omnipotenten Denkens // Luise Bringmann: Unser Trip auf der Titanic. Gedanken zum emotionalen Klimawandel in der Gesellschaft // Herbert Will: Hoffen heißt, sich verzaubern lassen. Ein psychoanalytisches Prozessmodell der Hoffnung // Nils F. Töpfer: Zwischen Regression und Progression.Dialektik und Dynamik der Hoffnung in der Psychoanalyse. 

›Hoffnung‹

Maio, Giovanni

›Hoffnung‹

Systematische Analyse und praktische Relevanz

27.10.2025 • Verlag Herder • 21.5 × 13.5 cm • Hardcover • 352 Seiten

28,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Jeder Mensch braucht Hoffnung, und je unübersichtlich und herausfordernder die Zeiten sind, desto rettender erscheint die Idee von ´Hoffnung`. Was aber bedeutet ´Hoffnung`? Was unterscheidet den Hoffenden vom Optimisten? Und läßt sich hoffen, wenn so vieles unübersichtlich und problematisch erscheint? Was bedeutet Hoffnung den Menschen und speziell für chronisch kranke Menschen oder gar für Sterbende? Ärzte, Theologen und Philosophen zeigen in dieser neuen Auflage, wie Menschen, die von Krankheit und Leid getroffen sind, Hoffnung als Ressource erfahren können.

Die Beiträge des Bandes (in Auswahl): Giovanni Maio: Hoffnung als Bereitschaft, die Zukunft anzunehmmen / Ingolf U. Dalferth: Gemeinsam hoffen. Grundlinien einer menschlichen Orientierungsweise / Emil Angehrn: Hoffnung und Erinnerung. Zur Zeitlichkeit der menschlichen Existenz / Joachim Boldt: Angst und Hoffnung. Gestimmtheiten menschlicher Existenz bei Kierkegaard und Marce / Ralf Lutz: Krankheitsbewältigung und Hoffnung. Einsichten aus Psychologie und Theologie / Joachim Küchenhoff: Hoffen, Leiden und Psychotherapie / Jörg Baltzer: Erwartungen am Beginn des Lebens. Hoffnungen bei schwerer Krankheit / Gernot Böhme: Über Hoffnung im Leben mit Krankheit / Santiago Ewig: Hoffnung angesichts der Prognose. Was dürfen wir hoffen? / Eckhard Erick: Die kleinen Hoffnungen und die große Hoffnung / Claudia Bozzaro: Rebellion und Liebe: Wege aus der Hoffnungslosigkeit.

Aus der Einleitung des Autors: "Wir leben heute in einer Zeit, in der wir einerseits eine Hypertrophie der Hoffnung haben; denken wir nur an die ganzen Ansätze der Optimierung des Menschen, mit denen ja die Hoffnung auf eine Erlösung des Menschen durch die Überwindung der Grenzen des Humanen verbunden ist. Und zugleich leben wir in einer Zeit, in der wir uns nicht so richtig trauen zu hoffen, in einer Zeit, in der die Hoffnung als zu großes Wagnis betrachtet wird, weil unsere Zeit von Garantiedenken durchdrungen ist. Durch die Übernahme ökonomistischer Denkmuster haben wir heute unzweifelhaft ein Präjudiz für das Kalkulatorische. Wir leben in einer Zeit, in der wir lieber rechnen statt zu hoffen. Und niemand wird das Rechnen vernachlässigen wollen, um nur zu hoffen. Aber nur zu rechnen ohne zu hoffen, das ist einfach zu wenig, um gut leben zu können.

Der moderne Mensch vermisst die Welt und glaubt aus seiner kalkulatorischen Einstellung zur Welt heraus, jetzt schon das Morgen zu kennen und daher nicht hoffen zu brauchen. Wer schon heute glaubt zu wissen, was morgen ist, lebt dann nicht mehr im Modus des Hoffens, sondern im Modus der Erwartung. Er erwartet etwas Konkretes. Die Zukunft des Erwartenden ist enger, sie ist klar Umrissen, sie lässt keine Unwägbarkeit zu. Der Hoffende hingegen erkennt die Offenheit der Zukunft an und arrangiert sich im Umgang mit der Unbestimmtheit. Der Erwartende hingegen glaubt, das, was morgen ist, steht ihm zur Verfügung, er glaubt, er hat es vollkommen in seiner Hand, was morgen sein wird. Diese im Grunde hoffnungslose Grundeinstellung zur Zukunft ist gewagt, weil sie blenden kann. Sie zeigt aber auf, wie sehr wir heute verlernt haben zu hoffen und wie sehr wir uns stattdessen an eine vermeintliche Sicherheit klammern, die aber am Ende mehr verwirren kann als die Hoffnung selbst. Letzten Endes geht es bei der Hoffnung also um ein Vertrauen in einen Gesamtsinn der Welt, in den Sinn des Ganzen. (...)"

Der HerausgeberGiovanni Maio, Prof. Dr., geb. 1964, Studium der Medizin und Philosophie in Freiburg, Straßburg und Hagen. Seit 2005 Professor für Bioethik, seit 2006 Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin. Er berät die Deutsche Bischofskonferenz wie auch die Bundesregierung und die Bundesärztekammer.

Psychologie der Emotionen / Freude, Inspiration, Hoffnung

Kast, Verena

Psychologie der Emotionen / Freude, Inspiration, Hoffnung

Vorlesung, gehalten im Sommersemester 1996 an der Universität Zürich - Im Originalton auf MP3.CD

1996 • Auditorium • MP3-CD • 540 Min.

119,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Erwartung - Zukunft zwischen Furcht und Hoffnung‹

Angehrn, Emil; Küchenhoff, Joachim

›Erwartung - Zukunft zwischen Furcht und Hoffnung‹

Nachdruck d. Ausg. 21.01.2019 • Velbrück • 22.2 × 14 cm • Hardcover • 272 Seiten

39,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Der Geist der Hoffnung‹

Han, Byung-Chul

›Der Geist der Hoffnung‹

Wider die Gesellschaft der Angst | Eine philosophische Gegenposition zum derzeitigen Krisenmodus

27.03.2024 • Ullstein Buchverlage • 21 × 12.8 cm • Hardcover • 128 Seiten

22,99 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Hoffnung‹

Blom, Philipp

›Hoffnung‹

Über ein kluges Verhältnis zur Welt

23.09.2024 • Hanser, Carl • 21.1 × 13.4 cm • Hardcover • 184 Seiten

22,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

SIGMUND FREUD - MARTHA BERNAYS - Brautbriefe, Abschlußband

„Bleib gut und stark“

Sigmund an seine Liebste: „(...) die Zeit predigt, das Geheimnis des Erfolgs ist Warten, und Hamlet sagt: In Bereitschaft sein ist alles (...).“ und : „Bleib gut und stark, mein herziges Mädchen.“

"Hätten die Verlobten heute gelebt, dann hätten sie, noch abgesehen von den schnelleren und bequemeren Reisemöglichkeiten, zu jeder beliebigen Tageszeit mittels SMS, Whatsapp, Skype oder Facetime schriftlich, mündlich oder visuell direkt miteinander kommunizieren können. Wie anders wäre ihre Liebesgeschichte dann verlaufen! Wie viele Missverständnisse und Dissonanzen, verursacht durch die vom damaligen Postverkehr bedingte Zeitspanne zwischen Brief und Antwortbrief (ca. zwei Tage, per Eisenbahn), wären dann gar nicht aufgetreten. Der zeitliche Hiatus zwischen den einzelnen Briefen, die sich ständig kreuzen, erschwert auch die Lektüre dieser »dyschronen Monologe« (Molnar)

Die Herausgeber haben sich jedoch viel Mühe gemacht zu erklären, worauf jeder einzelne Brief antwortet. Wir verdanken nun dieser vom Liebespaar als schwere Prüfung erlebten Zeit der räumlichen Trennung sowie der Tatsache, dass ihre Briefe überhaupt erhalten geblieben sind, einen einzigartigen detaillierten Einblick in das Innen-, Alltags- und Berufsleben Freuds in diesen Jahren, in denen er – meist im Wiener Allgemeinen Krankenhaus tätig und wohnhaft – als Nervenarzt ausgebildet wurde und sich auf seine Privatpraxis vorbereitete. Außerdem lernen wir in bisher ungekannter Weise seine künftige Ehefrau Martha Bernays kennen als junges Mädchen, das den stürmischen und anspruchsvollen, ja bisweilen tyrannischen Geliebten liebevoll-diplomatisch zu bändigen hatte. »Mein guter, liebster, bester, unangenehmer, unausstehlicher Freund, mein sanfter, nachgiebiger Tyrann, mein Sigi« lautet einmal ihre vielsagende Anrede (2.9.1882). (...)"

Aus einer Rezension der Brautbriefe der ersten drei Bände von Walter Schönau, erschienen im Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse Bd 36. Würzburg 2017, Seiten 227-233.

›Die Brautbriefe‹ - Band 5

Soeben erschienen

Freud, Sigmund; Bernays, Martha
Fichtner, Gerhard; Grubrich-Simitis, Ilse; Hirschmüller, Albrecht

›Die Brautbriefe‹ - Band 5

›Dich so zu haben, wie Du bist‹

29.10.2025 • S. FISCHER • Reihe Die Brautbriefe, Band 5 • 21.5 × 14 cm • gebunden • 720 Seiten • Mit 17 s/w-Abbildungen und 9 Faksimiles

78,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Dieser Band bildet den Abschluss der ungekürzten Edition der zwischen Sigmund Freud und Nartha Bernays ausgetauschten Brautbriefe:

Der fünfte, abschließende Band des Briefwechsels zwischen Sigmund Freud und Martha Bernays dokumentiert entscheidende Jahre im Leben des weltberühmten Begründers der Psychoanalyse. Der Aufenthalt an der Klinik Jean-Martin Charcots in Paris prägte Sigmund Freuds Weg zum Therapeuten. Seine Briefe berühren auch die aufreibenden familiären Verstrickungen, die die Verbindung der Verlobten beinahe zerrissen hätten. Die lang ersehnte Hochzeit bildet den Schlusspunkt der intimsten Korrespondenz von Sigmund Freud.

Freud, Sigmund; Bernays, Martha
Fichtner, Gerhard; Grubrich-Simitis, Ilse; Hirschmüller, Albrecht

›Die Brautbriefe‹ - Vollständige Ausgabe im Set

Bände 1 - 5 (alles) + Gratisbuch

2011-2025 • S. FISCHER • Reihe Brautbriefe, Band 1-5 • 21,5 × 14 cm • Geb. mit Schutzumschlag • 628 /616 /624 /624 / 720 Seiten • Mit Abb. in einigen der Bände

280,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Die Brautbriefe‹ - Vollständige Ausgabe im Set

Zu dieser Gesamtausgabe des Briefwechsels zwischen Sigmund Freud und Martha Bernays in 5 Bänden

»Die Brautbriefe«, Sigmund Freuds innigste Korrespondenz mit seiner geliebten und späteren Ehefrau Martha Bernays (1861–1951) galten als geheimnisumwittert, waren bislang doch gerade einmal einhundert der etwa 1.500 erhaltenen Briefe der interessierten Leserschaft zugänglich gemacht. In einer von den fachkundigen Herausgebern sorgfältig besorgten Edition erscheint der gesamte Briefwechsel nun erstmals in einer mehrbändigen textkritischen Aussgabe ungekürzt.

Band 1: ›Sei mein, wie ich mir’s denke

Während ihrer langen Verlobungszeit – Sigmund in Wien, Martha in Hamburg – haben die beiden sich zwischen 1882 und 1886 einander so gut wie täglich geschrieben. Es ist der umfangreichste, persönlichste, offenste aller Briefwechsel Freuds, von machen gar schon als ein Höhepunkt der Brief-Weltliteratur dingfest gemacht. Dem Leser begegnet Martha Bernays in staunenswerter Unabhängigkeit und Souveränität in ihrem brieflichen Austausch mit dem stürmischen, talentierten und in diesem Lebensabschnitt noch suchend-sich orientierenden jungen Freud. Neben ihrer persönlichen Liebesgeschichte entfaltet sich in den Brieftexten der beiden geradezu auch das Gesicht einer Epoche und die Urgründe der später zu entfaltenden Psychoanalyse scheinen dem Leser an vielen Stellen ›subkutan‹ bereits auf.

Schon mit dem jetzt erschienenen Band 1 der auf 5 Bände konzipierten Ausgabe wird deutlich, warum diese »Brautbriefe«, fast zwanzig Jahre vor Publikation der Traumdeutung entstanden, so einzigartig sind: Erstmals wird die eigene Stimme von Martha Bernays vernehmbar, hochgescheit, witzig, streitbar, zärtlich. Aus seinen schonungslos offenen, bereits damals selbstanalytischen Briefen entsteht, gleichfalls neu, ein tiefenschärferes Bild des jungen Freud: von Geldsorgen gebeutelt, in seinen Zukunftsplänen noch recht desorientiert, mitunter schroff, misstrauisch, manchmal melancholisch, suchtgefährdet und zugleich schon in den frühen jahren der begeisternde, zupackend originelle Denker – »ich studiere jetzt der Menschen Innerstes«.

Band 2: Unser »Roman in Fortsetzungen«

In Band 2 nimmt die stürmische Liebesgeschichte weiter ihren Lauf. Erneut kommt es zu Mißtrauenskrisen des noch tief unsicheren jungen Wissenschaftlers, deren Ursachen er schonungslos selbstkritisch untersucht und denen Martha mit inzwischen gewachsenem Selbstvertrauen und gestärkter Liebesfähigkeit immer umsichtiger begegnet. Im inspirierenden Dialog mit ihr beginnt Freud sich seinem späteren Forschungsfeld anzunähern, dem Seelenleben: »Ich studiere jetzt der Menschen Innerstes.«

Zahlreiche Briefe des Paars enthalten meisterhafte, novellenartige Charakter- und Schicksalsskizzen von Menschen ihrer Umgebung. Gegen Ende berichtet Freud von einem Besuch der Dresdner Gemäldegalerie und gibt Martha wunderbare Bildbeschreibungen von Raffaels Sixtinischer Madonna sowie der Madonna des Basler Bürgermeisters Meyer nach Holbein. Auch in Band 2 spiegelt sich in vielen Facetten das Gesicht der Epoche: ein kostbares Zeugnis der Hochkultur des Briefeschreibens.

Band 3: Warten in Ruhe und Ergebung, Warten in Kampf und Erregung

Der dritte Band, das Mittelstück der insgesamt fünfbändigen Edition der legendären ›Brautbriefe‹, dokumentiert den Beginn von Sigmund Freuds Erforschung des Kokains. Er glaubte in dieser Substanz, seinerzeit noch nicht als süchtig machende Droge erkannt, ein 'Zaubermittel' entdeckt zu haben, geeignet vielerlei Krankheiten zu heilen und ihn als Arzt rasch berühmt zu machen: so könnte er der demütigenden Armut entkommen und die quälende Trennung von der in Hamburg lebenden Verlobten durch die ersehnte Heirat beenden. Seine überhasteten Kokain-Experimente haben damals wie heute Kritik ausgelöst. In diesem spannungsreichen Kontext erweisen sich ›Die Brautbriefe‹ einmal mehr als 'die bedeutsamste Primärquelle der Freud-Historiographie'.

Band 4: Spuren von unserer komplizierten Existenz

»Übergänge die ganze Zeit« – so charakterisiert Freud, mit gewachsenem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, diese ereignisreichen Monate. In packenden Schilderungen sind sie in den Briefen von Band 4 festgehalten, passagenweise fast wie in einem Roman, in vielen Szenen mit wörtlicher Wiedergabe der stattgefundenen Dialoge. Noch einmal begegnet der Leser dem Naturforscher Freud, der sich mit Hirnanatomie befasst und mit Fröschen und Katzen experimentiert. Zugleich aber enthalten viele Briefe bereits Vorformen genuin psychoanalytischen Denkens und Wahrnehmens: so wenn beide Verlobte Träume sorgfältig aufschreiben und zu deuten beginnen, oder wenn Freud Martha bittet, ihm rückhaltlos alles mitzuteilen, was ihr einfällt.

Band 5: Dich so zu haben, wie Du bist

Dieser Band bildet den Abschluss der ungekürzten Edition der zwischen Sigmund Freud und Nartha Bernays ausgetauschten Brautbriefe:

Der fünfte, abschließende Band des Briefwechsels zwischen Sigmund Freud und Martha Bernays dokumentiert entscheidende Jahre im Leben des weltberühmten Begründers der Psychoanalyse. Der Aufenthalt an der Klinik Jean-Martin Charcots in Paris prägte Sigmund Freuds Weg zum Therapeuten. Seine Briefe berühren auch die aufreibenden familiären Verstrickungen, die die Verbindung der Verlobten beinahe zerrissen hätten. Die lang ersehnte Hochzeit bildet den Schlusspunkt der intimsten Korrespondenz von Sigmund Freud.

Gratis als Beigabe beim Kauf der vollständigen Ausgabe erhalten Bestellerinnen bei der SFB ein verlagsfrisches Archivexemplar von Peter Brückner: Freuds Privatlektüren

›Die unbewusste Sprache der Liebe‹

Grosz, Stephen

›Die unbewusste Sprache der Liebe‹

Wie wir uns binden und uns selbst verstehen können. - Übersetzt aus dem Englischen von Bernhard Robben

29.10.2025 • S. FISCHER • 21 × 13.2 cm • Hardcover • 208 Seiten

24,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Wahre Geschichten aus der Psychotherapie über die Liebe und das Unbewusste – brillant erzählt von dem renommierten und weltweit bekannten Psychoanalytiker Stephen Grosz

Sophie, Robert und Helen – sie alle gehen zur Therapie bei Stephen Grosz. Sophie kommt zu jeder Therapiestunde viel zu spät, Robert belauscht seine Frau am Telefon, Helen hasst es, beschenkt zu werden. Stephen Grosz erzählt von diesen und weiteren Geschichten aus seiner Praxis und wie er mit seinen Patientinnen und Patienten gemeinsam darüber nachdenkt, was hinter ihrem Verhalten steckt. Immer wieder treten dabei die Hindernisse zum Vorschein, die wir uns selbst auf der Suche nach Liebe in den Weg stellen.

Der AutorStephen Grosz, geboren 1952, arbeitet seit mehr als 25 Jahren als Psychoanalytiker in London und lehrt am dortigen University College. Er studierte an der University of California, Berkeley, und an der Oxford University. Er schreibt regelmäßig für die »Financial Times« und »Granta«. Sein hochgelobtes, erstes Buch »Die Frau, die nicht lieben wollte« wurde in 31 Sprachen übersetzt und war ein internationaler Bestsellererfolg. Stephen Grosz lebt in London.

›Liebesbeziehungen‹

Kernberg, Otto F.

›Liebesbeziehungen‹

Normalität und Pathologie

5. Druckaufl. 2018 • Klett-Cotta • 23,1 × 15,7 cm • Paperback • 299 Seiten

40,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Die Liebe und ihr Henker‹

Yalom, Irvin D.

›Die Liebe und ihr Henker‹

und andere Gerschichten aus der Psychotherapie

Nachdruck d. Ausg. 01.02.1999 • btb Verlag (TB) • 18,7 × 11,8 cm • Paperback • 384 Seiten

13,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Der Konsum der Romantik‹

Illouz, Eva
Honneth, Axel

›Der Konsum der Romantik‹

Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus

26.11.2007 • Suhrkamp • Reihe suhrkamp taschenbuch wissenschaft - stw, Band 1858 • 17,8 × 10,9 cm • Paperback • 343 Seiten

24,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Fragmente einer Sprache der Liebe‹

Barthes, Roland

›Fragmente einer Sprache der Liebe‹

24.10.1988 • Suhrkamp • 17.6 × 10.8 cm • Paperback • 279 Seiten

12,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Vom Intimen‹

Jullien, François

›Vom Intimen‹

Fern der lärmenden Liebe

01.02.2019 • Verlag Turia + Kant • 20 × 12 cm • Paperback • 221 Seiten

22,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Die Frau, die nicht lieben wollte‹

Grosz, Stephen

›Die Frau, die nicht lieben wollte‹

und andere wahre Geschichten über das Unbewusste

25.01.2018 • FISCHER Taschenbuch • 19 × 12.5 cm • Paperback • 240 Seiten

19,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

SOZIALPSYCHOLOGIE - Kinder in entfesselten ›Erwachsenenwelten‹

Iris Därmann - Trägerin des Sigmund Freud-Preises 2022

verliehen von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt

"(....) Zeitgeschichte, die geschieht, wird von Erwachsenen erlitten und gemacht, wird von Erwachsenen bezeugt und erforscht. Die novellenförmigen Fallgeschichten Sigmund Freuds erschließen um 1900 deren »psychische Realität« erstmals mit den Stimmerhebungen und Wortergreifungen junger Frauen, die inmitten der Institution der bürgerlichen Familie traumatischer sexueller Gewalt ausgesetzt waren. Die psychoanalytische talking cure (GW VIII, S. 7) ist eine Praxis des »Wahrsprechens« (Foucault 2009, S. 436). Anna Freud richtet 1945 den Blick auf eine bis heute kaum beachtete Dimension der Shoah, auf die Verfolgungs-, Erfahrungs- und Gefühlsgeschichte jüdischer Kinder als Opfer und als Subjekte mit ihren je eigenen Praktiken des gemeinsamen Überlebens – und einer egalitären Geschwisterlichkeit. Sie verlangt von der Psychoanalyse und von uns, ihr einen bedeutenden politischen Platz zwischen gewaltfrei organisierten Familienkonstellationen und einer »kommenden Demokratie« (Derrida 2003, S. 60) im Zeichen von Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit einzuräumen."   -  Aus der Dankesrede der Preisträgerin

›Aus der Nacht heraus‹

Därmann, Iris

›Aus der Nacht heraus‹

Kinderperspektiven

31.07.2025 • Matthes u. Seitz, Berlin • 20.4 × 12.4 cm • Hardcover • 240 Seiten

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Wie Kinder diese Welt erfahren, können wir als Erwachsene nicht genau wissen. Aber in Räumen zerstörter Kindheit – im Ghetto, im Lager oder im Krieg – wird eine vitale Widerstandskraft von Kindern sichtbar, die punktuell aus der Nacht der Gewalt herausführt. Der polnische Arzt Janusz Korczak gründet Anfang des 20. Jahrhunderts in seinem Waisenhaus in Warschau eine Republik der Kinder, die ganz von deren Selbstregierung bestimmt ist. Den ihm anvertrauten Kindern weicht er nicht von der Seite, auch nicht, als sie ins Lager Treblinka deportiert werden. Im Sommer 1945 regt Marie Paneth in einem englischen Empfangslager jüdische Kinder an, ihre Erfahrungen zu malen. Die Bilder zeigen eindrücklich ihr Erleben der Shoah. Auch die anarchische Güte überlebender Kinder aus dem Ghetto Theresienstadt, die Anna Freud in ihre Obhut genommen hat, zeugt von einer unbedingten Geschwisterlichkeit ohne direkte Verwandtschaft. Und diese Erfahrung der Lager wird die psychiatrischen Anstalten für immer verändern: Mit Fernand Deligny und Maud Mannoni schafft die antipsychiatrische Bewegung neue Institutionen und Lebensformen demokratischer Teilhabe für Kinder.

In vier Fallgeschichten lässt Iris Därmann Kinder in ihrer verletzten Subjektivität und im Modus radikaler Geschwisterlichkeit in Erscheinung treten, die die zunehmend infantilisierende und infantilisierte Vorstellung von Kindheit hinterfragen; Darmanns Darlegungen aus der Perspektive von Kindern versteht sich als ein kritischer Beitrag zu den aktuellen gesellschaftlichen Diskursen rund um Familie, um das Verhältnis zwischen Jungen und Alten und zur Zukunftsfähigkeit der demokratisch verfassten Gesellschaft insgesamt.

Inhalt: Aus der Nacht heraus - Mit einer einleitenden Bemerkung - Die kommende Demokratie ist eine Demokratie der Kinder: Janusz Korczaks Kinderrepublik  Kunsttherapie und Kinderanalyse nach Theresienstadt: Marie Paneth, Anna Freud und die Kinder von Windermere - Kinder versammeln: Fernand Delignys kartografischer Humanismus - Gesprengte Institutionen: Maud Mannoni und die Kinder von Bonneuil: Kinder als Miterfinder einer Menschheit der Sensibilität // Anmerkungen - Textnachweise - Dank

Aus der Einleitung der Autorin

"(...) Die Brüderlichkeit des antiken Geschlechter- und Verwandtschaftsmodells bleibt das richtungsweisende Paradigma. Es kann im Zuge seiner symbolischen, figuralen, spirituellen, christlichen oder revolutionären Universalisierung nicht vollständig überschritten und transformiert werden. Zweifellos weist die im Zusammenhang mit der patriarchalischen, paternalistischen und despotischen Familie generierte Brüderlichkeit über die »natürliche«, auf Zeugung und Abstammung gegründete familiäre Ordnung hinaus. Denn die »Adoption« ist ein formales Verfahren zur Erzeugung von Söhnen und Brüdern. Allerdings ist es irreduzibel mit dem Recht, der Macht und Gewalt des Vaters verknüpft. Der Sohn wiederum kann nur außerhalb der Familie auf einen Freund oder eine Gruppe von Brüdern treffen, die sich womöglich brüderlicher verhalten als jeder einzelne Bruder der eigenen Familie. Zwar kann auch diese Hyperbole der Brüderlichkeit als eine initiale Überschreitung oder Überbietung der Familie im Namen einer nicht-generischen Brüderlichkeit verstanden werden. Jedoch bleibt die übertragene und ausgeweitete Brüderlichkeit in der Bewegung der Überschreitung an das androzentrische Modell gebunden, wie Jacques Derrida in seiner »Dekonstruktion des genealogischen Schemas« der Brüderlichkeit vor Augen führt.

Selbst wenn die Brüderlichkeit schwesterlich erweitert oder geschwisterlich umgedeutet wird, selbst wenn sie eine Brüderlichkeit der Hautfarben, Kulturen und Sprachen meint, selbst wenn sie die Brüderlichkeit der Frauen und die Zahllosigkeit aller geschlechtlichen Differenzen einschließt, bleibt die väterlich erzeugte und männlich orientierte Brüderlichkeit das Modell universeller Brüderlichkeit. Es ist dies eine Brüderlichkeit, die auf den Vatermord, den Königsmord und den Gottesmord zurückgeht. Die egalitäre Brüderlichkeit kann nur um den Preis der Enthauptung des Königs und als vaterlose Gesellschaft errichtet werden.

In der Theorieszene von Totem und Tabu hat Sigmund Freud das Scheitern des Vatermordes durch die ödipale »Bruderhorde« dramatisiert. Insofern es sich gerade nicht um einen »Urvater«, sondern um ein »totemistisches Ungeheuer« handelt, das mit uneingeschränkter Macht alle Frauen für den eigenen sexuellen Genuss reserviert, »geht der ›Vatermord‹ dem ›Vater‹ als Figur seiner eigenen Abwesenheit voraus«. Die Brüder, die jeweils sein und haben wollen, was der Urvater (genauer: der Unvater) ist und hat, ohne dass sie sich an dessen Stelle setzen können, werden beständig von der gespenstischen Figur seiner Abwesenheit heimgesucht. Die revolutionäre Brüderlichkeit im übertragenen und universalen Sinne entkommt nicht diesem europäischen Paradigma der Familie mit all seinen Hierarchien, Ambivalenzen, gewaltsamen Ein- und Ausschlüssen, mit all seinem Ethnozentrismus, Sexismus und Rassismus. Es gibt daher keinen Grund, an diesem Wort, an dieser Logik, an dieser Genealogie universeller, griechischer, christlicher, revolutionärer Brüderlichkeit festzuhalten, auch nicht in der Form einer »Brüderlichkeit jenseits der Brüderlichkeit«

Gibt es überhaupt, gab es jemals eine egalitäre Familienstruktur? Eine Ausweichbewegung gegenüber der Brüderlichkeit bietet sich in der Gestalt einer anderen Familienstruktur und Verwandtschaftskonzeption an, die wesentlich durch die mütterliche Selbst-Gabe der Nahrung, der alimentären Teilung, der Fürsorge und Pflege bestimmt ist. Diese mütterliche Zuwendung und Sensibilität, die nicht auf eine heterosexuell orientierte Frau eingeschränkt ist, sondern abseits geschlechtlicher Binarität gleichermaßen von einer lesbischen Frau, von einem homosexuellen oder einem mütterlichen Vater, von queeren und Transmenschen praktiziert werden kann, ist von einer ursprünglichen Trauer und das heißt von der Arbeit der Trauer getragen. Eine so verstandene Trauerarbeit bedeutet, den Tod der und des verletzlichen Anderen kraft fürsorglicher Gesten und Gaben aufzuschieben, anstatt den Tod zu geben und ihn willentlich herbeizuführen. Bei einer solchen Neubetrachtung ginge es darum, Familie von der mütterlichen Substanz und schwesterlichen Beziehung ausgehend zu denken, um den möglichen Linien ihrer Ausweitung und Übertragung auf das Feld des Politischen in Gestalt von schwesterlicher Zugehörigkeit, affektiver Verbundenheit, Gabe und Gastfreundschaft zu folgen. (...)"

Die AutorinIris Därmann, 1963 in Witten geboren, ist Professorin für Kulturtheorie und Kulturwissenschaftliche Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu ihren Veröffentlichungen gehören u. a. Fremde Monde der Vernunft. Die ethnologische Herausforderung der Philosophie (2005) sowie Figuren des Politischen (2009) und die Kulturtheorien zur Einführung (3. Auflage 2017). 2022 wurde sie mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet.

›Ein anderer Krieg‹

Träger des Sigmund-Freud-Preises 2025

Diner, Dan

›Ein anderer Krieg‹

Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg - 1935 – 1942

15.03.2021 • DVA • 22 × 14.5 cm • Hardcover • 352 Seiten

34,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Das Ende der Evolution‹

Träger des Sigmund-Freud-Preises 2023

Glaubrecht, Matthias

›Das Ende der Evolution‹

Der Mensch und die Vernichtung der Arten

03.12.2019 • C.Bertelsmann • 23.2 × 16.4 cm • Hardcover • 1072 Seiten

38,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

INTERNATIONALE POLITIK: USA auf die Couch!

›Weißglut‹

Greiner, Bernd

›Weißglut‹

Die inneren Kriege der USA. Eine Geschichte von 1900 bis heute

11.09.2025 • C.H.Beck • 21.7 × 13.9 cm • Hardcover • 464 • Mit 30 Abbildungen

32,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Was ist bloß mit den USA los? Woher kommt das Gift im politischen Betrieb? Das Lügen, Denunzieren und Dämonisieren, der Hass auf Minderheiten und die Unerbittlichkeit gegenüber den Schwachen? Wie konnte die Weißglut zur politischen Betriebstemperatur werden? Donald Trump und sein MAGA-Movement haben Wurzeln, die weit zurückreichen ins «amerikanische Jahrhundert».- Der Autor möchte sie mit seinem informativen Buch freilegen.

Der Historiker Bernd Greiner erzählt eine andere Geschichte der USA der letzten hundert Jahre, die ebenso erhellend wie bedrückend ist. Es ist die Geschichte einer Gesellschaft, die sich innere Kriege leistet, befeuert von einem Extremismus der Mitte, der sich als das politische Metronom des Landes erweist. Im Mittelpunkt stehen weder Präsidenten noch Parteien. Im Mittelpunkt steht selbsternannte Hüter des Gemeinwohls, Bürgerinnen und Bürger, die im Namen der Demokratie anderen die demokratische Teilhabe streitig machen - mit minimaler Toleranz für politisch Unangepasstes, mit kompromisslosem Beharren auf eigenen Zielen, mit missionarischem Sendungsbewusstsein. Sie haben der Arbeiterbewegung das Rückgrat gebrochen, Linke aus dem politischen Leben verbannt, Rüstungs- und Kriegskritiker marginalisiert und die Dominanz der Weißen zementiert. Über allem thront die Maxime, dass wahre Macht auf der Angst der anderen beruht. Und dass Verunsicherung und Furcht den größeren Gewinn abwerfen. Anders gesagt: Wenn Donald Trump das einzige Problem wäre, hätte Amerika nur ein geringes Problem.

Der AutorBernd Greiner, Historiker, ist Gründungsdirektor und Mitarbeiter des "Berliner Kollegs Kalter Krieg / Berlin Center for Cold War Studies". Er lehrte Außereuropäische Geschichte an der Universität Hamburg und leitete bis 2014 den Arbeitsbereich "Theorie und Geschichte der Gewalt" am Hamburger Institut für Sozialforschung.

›Amerikas Oligarchen‹

Heißler, Julian

›Amerikas Oligarchen‹

Geld, Macht und der Zerfall der Demokratie | Wie Elon Musk, Jeff Bezos und das Großkapital die Spaltung der USA befördern

10.10.2025 • Piper • 22 × 13.8 cm • Hardcover • 256 Seiten

24,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Die tief verwurzelte Verflechtung von Geld und Macht ist ein Erbe, das seit der Gründung der USA besteht und zur DNA der mächtigsten Nation der Welt gehört.

Dieses Buch beleuchtet, wie Superreiche, von den Gründervätern bis hin zu Elon Musk und Co. die amerikanische Politik beeinflussen und dabei gleichzeitig die Demokratie nicht nur in den USA sondern weltweit gefährden. Trotz zahlreicher Reformversuche wächst die Macht des Geldes seit Trumps Wiederwahl unaufhaltsam. Wird es der ältesten Demokratie der Welt gelingen, die Macht der Oligarchen zu brechen und ihre demokratischen Grundwerte zu bewahren? Ein fesselnder Einblick in das Wesen Amerikas und die Zukunft dieser zerklüfteten Nation.

Inhalt

TEIL I - DIE BROLIGARCHIE UND DIE USA HEUTE: Kapitel 1 - Musk, Bezos, Zuckerberg, Trump / Kapitel 2 - Amerikas neue Oligarchen / Kapitel 3 - JD Vance: Dank Geld zur Macht

TEIL II - EINE AMERIKANISCHE TRADITION: Kapitel 4 - Amerikas alte Oligarchen / Kapitel 5 - Mit Geld an die Spitze /  Kapitel 6 - Maschinen, Korruption und Skandale

TEIL III - DIE NEUE WELT: Kapitel 7 - Citizens United: Ein Urteil und die Folgen / Kapitel 8 - Netzwerke der Macht / Kapitel 9 - Reform // Register / Quellenangaben.

Der AutorJulian Heißler, Jahrgang 1983, berichtet seit Anfang 2018 vor allem für die Wirtschaftswoche aus Washington, D. C. Davor war er bundespolitischer Korrespondent für unterschiedliche Medien wie SWR und Tagesschau.de.

Der Peter war ein Renommist.
Ihr wißt vielleicht nicht, was das ist.
Ein Renommist, das ist ein Mann,
der viel verspricht und wenig kann.

Wer fragte: „Wie weit springst du, Peter?"
bekam zur Antwort: „Sieben Meter."
In Wirklichkeit - Kurt hat´s gesehn -
sprang Peter bloß drei Meter zehn.

So war es immer: Peter log,
daß sich der stärkste Balken bog.
Und was das Schlimmste daran war:
Er glaubte seine Lügen gar!

Aus Erich Kästners ´Die Sache mit den Klößen`

›Der Struwweldonald‹

► Lese- u. Geschenktipp

Schorn, Jörg
Hoffmann, Heinrich (Idee)

›Der Struwweldonald‹

Nicht gar so lustige Geschichten in drolligen Bildern über Donald, das Trump(el)

01.08.2025 • Favoritenpresse • 24 × 17 cm • Pappbuch • 26 Seiten • Satirische Illustrationen und Texte von Jörg Schorn

16,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Vor 180 Jahren ersann der Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann die Figuren »Hanns Guck-in-die Luft«, den »Suppen-Kaspar« und natürlich den »Struwwelpeter«, die Titelgeschichte des gleichnamigen Buches von 1845. - Was als ganz besondere Weihnachtsgabe für den Sohnemann gedacht war, eroberte mit der anschließenden Buchausgabe, die danach in unzähligen Auflagen erschien, die ganze Welt - und ist bis heute aktuell. - In der Manier des Struwwelpeters folgten in den kommenden Jahrzehnten neben immer wieder besorgten Neuauflagen des Klassikers auch thematische Adaptionen, beispielsweise der ›Struwwelhitler‹.

Jüngst hat sich der österreichische Künstler und Illustrator Jörg Schorn dieses heute für manche nicht mehr als political korrekt erscheinenden Meisterwerkes angenommen und eine Donald Trump-Version ersonnen und vortrefflich ins Bild gesetzt. - Denn: Vor neun Jahren wurde Donald Trump erstmals Präsident der Vereinigten Staaten. Was damals als Unfall betrachtet worden wart, wiederholte sich acht Jahre später und versetzte die Welt in ungläubiges Erstaunen und Erschrecken. Ein narzisstisch aufgeblasenes Riesenbaby gibt den autoritären Alleinherrscher, mißachtet die Legeslative und Justiz und regiert mit inflationär herausgehauenen Dekreten, umgeben von opportunistischen Höflingen und zunehmend gleichgeschalteten staatlichen Institutionen. Gerade hat er es für gut befunden, dem Ostflügel des Weißen Hauses mit der Abrissbirne den Garaus zu machen ...

Treffgenau und mit unerbittlichem Humor nähert sich Jörg Schorn dem ungezogenen Amerikaner und zeichnet sein Verhalten dem des Struwwelpeters nach.

Stimmen zu dieser Ausgabe»Die Episoden sind witzig und gekonnt gereimt, auch die Zeichnungen sind treffend. Nie hätte ich gedacht, dass 180 Jahre nach dem Erscheinen von Hoffmanns „Lustigen Geschichten“ wieder die Assoziation Pressezensur mit der Geschichte vom Daumenlutscher verknüpft werden kann.«   -  Beate Zekorn-von Bebenburg, Stuwwelpeter-Museum

Der Illustrator und Autor: Jörg Schorn wurde 1966 in Klagenfurt geboren, Kunststudium in Wien, wo er auch lebt und arbeitet. Er begann als Karikaturist und Illustrator für Tageszeitungen und Magazine und arbeitete als Texter und Creative Director in diversen Werbeagenturen. Schorn ist stolzer Vater von vier Kindern.

›Struwwelhitler. A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit‹

Doktor Schrecklichkeit (d.i. Spence, Robert /Spencer, Philip)
Fest, Joachim (Vorwort)

›Struwwelhitler. A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit‹

Eine Parodie des Original-Struwwelpeter mit Reprint des englischen Originals von 1941 und deutscher Übersetzung

05.03.2014 • Autorenhaus-Verlag • Englisch Broschiert • 56 Seiten • 24 farbige Abbildungen

12,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Struwwelhitler. A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit‹

RAR!

Doktor Schrecklichkeit (d.i. Spence, Robert /Spencer, Philip)

›Struwwelhitler. A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit‹

A Nazi Story Book - [Originalausgabe]

1941, EA • Haycock Press, London • Reihe London, The Daily Sketch and Sunday Graphic • 14 × 16,5 cm • Farb. Originalbroschur • 48 Seiten • Mit 24 farbigen Tafeln

285,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Amerikas Albtraum‹

Trump, Mary L.

›Amerikas Albtraum‹

Warum Donald Trump nicht zu stoppen ist - Psychogramm einer gespaltenen Nation - Erweiterte und aktualisierte Neuausgabe

02.10.2024 • Heyne • 18.8 × 12 cm • Paperback • 304 Seiten

13,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Zu viel und nie genug‹

Trump, Mary L.

›Zu viel und nie genug‹

Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf - [OT: Too Much and Never Enough`, übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Pieke Biermann]

12.08.2020 • 22.1 × 14.5 cm • Hardcover • 288 Seiten

23,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Prinzessinnenkunde‹

Soeben erschienen

Streeruwitz, Marlene

›Prinzessinnenkunde‹

Ein kulturgeschichtlicher Essay aus der Jetztzeit

11.2025 • bahoe books • 13 × 21 cm • Hardcover • 144 Seiten

20,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Bereits in der Novitätenschau 10.2025 vorgestellt, soeben erschienen

»Mittlerweile bezeichnet Trump sich ja selbst in Superlativen und erhebt sich zum ersten der Söhne.
Er führt den Tanz der ödipalen Gruppe vor, die die Vaterinstanz aufgegeben hat,
um alle Überschreitungen straflos begehen zu können.
«

Was bedeutet es, daß Donald J. Trump sich König nennt und nennen lässt? Heißt dies, daß er der einzige Mann ist? Daß alle anderen, zuerst und insbesondere die Männer, je toxischer sie sind und je großmäuliger sie sich als Cowboys auch geben mögen, gleichwohl unter seinem Regime in Prinzessinnen verwandeln, als Kastrierte zu ›Pussies‹ werden?

Marlene Streeruwitz geht in ihrer literarischen Kulturgeschichte, der ›Prinzessinnenkunde‹, der Konstuktion von Weiblichkeit unter der Fuchtel des Patriarchats, der Priesterschaft und der Renaissance absolutistischer Herrscher - stets sind es Männer - weltweit nach. Die Autorin deckt mit analytischer Akribie auf und beschreibt entlang ihrer eigenen Biografie die Wirkmechanismen des Prinzessinnenwesens. Sie enthüllt, wie die politisch vielerorts gewollte Rückabwicklung der Emanzipationsbemühugen von Frauen letztendlich ganz entscheidend auch gegen die Männer geht, jedenfalls die erwachsen sind oder sich auf den Weg dorthin begeben - und nicht zu Kastraten werden möchten.

Die Autorin: Marlene Streeruwitz, geboren in Baden bei Wien, Studium der Slawistik und Kunstgeschichte, seit 1986 literarische Veröffentlichungen. Zahlreiche Preise für Hörspiele und Theaterstücke. Zuletzt erschienen: Auflösungen, 2025

Auf SFB-Online, der Internetseite für die Literaturen der Psychoanalyse und Kulturwissenschaften im Netz, ist als Hauptdatenquelle die offizielle Datenbank des deutschsprachigen Buchhandels (VLB - Verzeichnis lieferbarer Bücher) mit rund 2.000.000 Titeleinträgen hinterlegt, in der Sie bibliografieren und jederzeit daraus bestellen können.

Darüber hinaus bietet die Sigmund-Freud-Buchhandlung weitere Arbeitsbereiche und Abteilungen, die wir Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit empfehlen, etwa

  • Das Klassische und Moderne Fachantiquariat der SFB - HIER
  • Die FACHZEITSCHRIFTEN-Expedition der SFB - HIER
  • Aktuelle Buchreihen aus dem Feld der Psychoanalyse - HIER
  • DER GALERIST - die Angebote der SFB-Kunstabteilung - HIER
  • Bezugshinweise und Konditionen für wiss. BIBLIOTHEKEN finden sich HIER
  • Das NEWSLETTERARCHIV - HIER
  • Der SFB-TAGUNGSKALENDER - HIER
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›KINDHEITt‹ - Peggy Parnass Leben mit dem Holocaust

RAR!

Parnass, Peggy (1927-2025)
Do Régo Silva, Tia

›Kindheit‹

Mit Original-Holzschnitten von Tia do Régo Silva. Pressendruck - [Limitierte VORZUGSAUSGABE mit einer lose beigegebenen doppelseitigen ORIGINALGRAFIK der Illustratorin]

2012 • Schwarze Kunst • Reihe Die Holzschnittbücher, Band 9 • 24 × 32,5 cm (4°) • Leinwand mit Titelprägung • 100 Bl. (unpaginiert) • Durchgehend farbig illustriert

265,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Kindheit‹

Ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst 2013 als eines der schönsten Bücher. - Hier ein exklusives Exemplar, welches auf dem Vorsatz von Peggy Parnass und Tia do Régo Silva signiert wurde. - Zudem liegt unserer Ausgabe eine von der Künstlerin signierte farbenprächtige Originalgrafik bei.

In diesem großformatigen, fein gestalteten Buch für Jugendliche und Erwachsene erzählt Peggy, (Jg. 1934), die bewegende Geschichte ihrer Kindheit im Dritten Reich: 1939 wurde sie mit ihrem vierjährigen Bruder mit einem Kindertransport nach Stockholm geschickt. Ihr Vater war Pole, die Mutter Hertha, Halbportugiesin; beide sah sie nie wieder: die Eltern wurden in Treblinka von den Nazis ermordet.

Die leuchtenden Farbholzschnitte der brasilianischen Künstlerin Tita do Rêgo Silva stehen im Kontrast zum Inhalt und verleihen ihm damit eine noch größere Intensität.

Dieses Künstlerbuch erschien 2013 als eine limitierten Vorzugsausgabe in der Hamburger Handpresse ´Schwarze Kunst` und wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der 'schönsten Bücher' 2013 ausgezeichnet. - Später publizierte der S. Fischer Verlag eine im Format stark verkleinerte und preisgünstige Taschenbuch-Ausgabe, die ebenfalls längst vergriffen ist.

Peggy Parnass arbeitete als Sprachlehrerin, Filmkritikerin, Kolumnistin und Dolmetscherin für die Kriminalpolizei, spielte in Film und Fernsehen. Siebzehn Jahre lang schrieb sie Gerichtsreportagen für die linke Zeitschrift »Konkret«.

Die Illustrationen der Künstlerin sind eine Reminiszenz an ihre brasilianische Heimat, wo religiöse Mythen und Bräuche nicht nur allgegenwärtig sind, sondern von den Menschen auch als Realität wahrgenommen werden. Kongenial ergänzen die beiden Statements - Wort und Bild - einander in diesem wirklich exquisiten, großformatigen Handpressendruck, der beim Verlag längst vergriffen ist.

Die Holzschnitte zu diesem Band wurden von den Holzstöcken gedruckt im Museum der Arbeit, Hamburg.

Lieferbarkeitshinweis / Erhaltungszustand: Die SFB-Kunstabteilung verfügt über ein sehr gut erhaltenes Exemplar dieser beeindruckenden bibliophilen Ausgabe, welche von der Autorin und der Künstlerin auf dem Vorsatz signiert wurde (s. Fotos). - Unserem Exemplar liegt eine prachtvolle Originalgrafik im doppelseitigen Blattformat bei, die ebenfalls signiert ist. - Sehr schön und selten!

Klassischens Antiquariat FREUD: ›DAS UNBEHAGEN IN DER KULTUR‹

RAR!

Freud, Sigmund (1856-1939)

›Das Unbehagen in der Kultur‹

[ERSTAUSGABE (1930) in der leinengebundenen Premiumausgabe]

1930, (1.-12. Tsd., Erste Buchausgabe) • Internationale Psychoanalytischer Verlag, Wien • 19,6 × 13,5 cm • OLwd, mit geprägtem Titel • 136 Seiten

460,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Das Unbehagen in der Kultur‹

Grinstein 233; Meyer-Palmedo/Fichtner 1930 a; Kreuter I, 393

„Das gern verleugnete Stück Wirklichkeit hinter all dem ist, daß der Mensch nicht ein sanftes liebebedürftiges Wesen ist, das sich höchstens, wenn angegriffen, auch zu verteidigen vermag, sondern daß er zu seinen Triebbegabungen auch einen mächtigen Anteil von Aggressionsneigung rechnen darf. Infolgedessen ist ihm der Nächste nicht nur möglicher Helfer und Sexualobjekt, sondern auch eine Versuchung, seine Aggression an ihm zu befriedigen, seine Arbeitskraft ohne Entschädigung auszunützen, ihn ohne seine Einwilligung sexuell zu gebrauchen, sich in den Besitz seiner Habe zu setzen, ihn zu demütigen, ihm Schmerzen zu bereiten, zu martern und zu töten.“

Das Unbehagen in der Kultur‹ ist der Titel einer 1930 erschienenen Schrift Sigmund Freuds. Diese Arbeit ist, neben ›Massenpsychologie und Ich-Analyse‹ (1921), Freuds umfassendste kulturtheoretische Abhandlung; sie zählt zu den einflussreichsten kulturkritischen Schriften des 20. Jahrhunderts. Thema ist der Gegensatz zwischen der Kultur und den Triebregungen. Die Kultur sei bestrebt, immer größere soziale Einheiten zu bilden. Hierzu schränke sie die Befriedigung sexueller und aggressiver Triebe ein; einen Teil der Aggression verwandle sie in Schuldgefühl. Auf diese Weise sei die Kultur eine Quelle des Leidens; ihre Entwicklung führe zu einem wachsenden Unbehagen.

Zum Erhaltungszustand: Im klassischen Fachantiquariat der SFB ist diese seltene Erstausgabe als ein besonders gut bis vorzüglich erhaltenes Exemplar verfügbar. Der gelbfarbene Leinwandeinband mit der markanten Titelpägung in blauer Farbe ist annähernd makellos erhalten; innen ganz frisch und ohne Einträge oder Besitzervermerke. Unser Exemplar stammt aus einer renommierten Sammlung und scheint - bedauerlicherweise - nicht gelesen worden zu sein. - In dieser Erhaltung wohl kaum andernorts zu bekommen; sehr selten!

KRIMI-COUCH: Psychoanalytisches Arbeiten unter Lebensgefahr!

»Sie legen womöglich zu viel Wert auf das, was andere sagen. Betrachten Sie gesprochene Worte als Mittel, um die Wahrheit herauszufinden. Ich betrachte sie eher als Mittel, diese zu verbergen.«

Dr. Ricky Starks, 

»Was die Therapie bringt, ist im besten Fall eine neue Sichtweise auf sich selbst und die Möglichkeit, dieser neuen Definition des Lebens Einfluss auf die Entscheidungen und Wahlmöglichkeiten zu geben, die die Zukunft mit sich bringt.«

Dr. Ricky Starks

›Die Familie‹

Katzenbach, John

›Die Familie‹

Psychothriller - [OT: ›The Analyst III‹ (Der Psychoanalytiker), aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Anke Kreutzer und Dr. Eberhard Kreutzer]

01.08.2024, EA • Droemer Taschenbuch • Reihe Dr. Frederick Starks - Reihe, Band 3 • 21 × 13.5 cm • Paperback • 640 Seiten

17,99 € in den Warenkorb weitere Informationen

Ein Toter, der nicht tot ist. Ein Fluch, der nicht nicht enden will: Eine mörderische, an den Nerven des Psychoanalytikers zehrende Jagd bis zum Letzten .

In Miami hat sich der aus New York stammende Psychoanalytiker Dr. Frederick Starks ein neues Leben aufgebaut – Denn schon zwei Mal wurde Starks in seiner alten und geliebten Heimatstadt von psychopathischen Mitmenschen in tödliche und an den Nerven zehrende und toxische Spiele verwickelt, die er selbst nur knapp überlebt hat. Seine alten Widersacher hält der Therapeut für tot, und er wähnt sich in seinem Exil in Miami völlig sicher.

Das ändert sich abrupt, als die Polizei den Selbstmord eines von Starks Patienten meldet und die Hintergründe des vorgeblichen Suizids untersucht. Frederik Starks schwant nichts Gutes und muß schon bald befürchten, dass der Mann, den er so viele Stunden auf seiner Couch behandelt hat, seinen Tod nicht selbst herbeigeführt haben könnte. Wenig später hackt ein Unbekannter, der sich Zerberus nennt, Starks‘ Computer und verlangt von diesem die Lösung eines Rätsels: Binnen vierzehn Tagen solle Stark den drohenden Selbstmord eines von Starks Patienten aus einer Namensliste, die Zerberus ihm zugeleitet hat, - wie auch immer - verhindern. Scheiterte er, sterben die beiden liebsten Menschen, die dem Psychoanalytiker noch geblieben sind.

Pressestimmen

»Ein Meister seines Fachs.« - WDR

»Bereits seit über 30 Jahren steht John Katzenbach für Psychothriller auf höchstem Niveau.« . Krimi-couch.de

»Ein altes Spiel, in dieser Fassung erneut atemlos spannend. Brillant durchdacht und erzählt.«  -  Bayerischer Rundfunk, B5 aktuell

Der Autor: John Katzenbach, Jahrgang 1950, aufgewachsen in Princeton, New Jersey. Schon als Kind wollte er Geschichtenerzähler werden. Katzenbach liebte von je her Bücher und Sport. Die Psychoanalyse ist dem jungen John früh durch die Mutter, eine praktizierende Analytikerin, vertraut gewesen. Einen Gutteil seines profunden Wissens über ›Verbrechen und Strafe‹ erwarb er sich zudem als gefragter Gerichtsreporter in New Jersey und Miami.

›Der Patient‹

Katzenbach, John

›Der Patient‹

Psychothriller - [OT: ›The Analyst‹ (Der Psychoanalytiker)]

Nachdruck d. EA von 01.10.2006 • Knaur Taschenbuch • Reihe Dr. Frederick Starks - Reihe, Band 1 • 19 × 12,5 cm • Paperback • 672 Seiten

22,99 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Der Verfolger‹

Katzenbach, John

›Der Verfolger‹

Psychothriller - [OT: ›The Analyst II‹ (Der Psychoanalytiker), aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Anke Kreutzer und Dr. Eberhard Kreutzer]

01.02.2022 • Droemer Taschenbuch • Reihe Dr. Frederick Starks - Reihe, Band 2 • 18.9 × 12.4 cm • Paperback • 496 Seiten

10,99 € in den Warenkorb weitere Informationen

SFB - MEHR als Bücher

Professionell werden - professionell arbeiten - professionell bleiben: Die Sigmund-Freud-Buchhandlung unterstützt Sie gerne dabei

  • Die SFB als überregional tätige Fachbuchhandlung steht für ein auf Nachhaltigkeit und Bindungsfähigkeit fußendes ganzheitliches Konzept rund um die Beschaffung aller (Fach-)Bücher, aller Medien und sämtlicher deutschsprachigen Fachzeitschriften

  • Jahrzehnte an Erfahrungen, kundige Kollegen und beste Drähte zu zahlreichen Verlagen, zu Lektoraten, zu AutorInnen, zu Institutionen und Einrichtungen gewährleisten Kompetenz und punktgenaue Beratung auf hohem Niveau.

  • ALLES rund um Bücher, Medien, Fachzeitschriften und Testverfahren aus EINER HAND: StammkundIn der SFB werden; die Vorteile einer tragfähigen Zusammenarbeit sehen und im gemeinsamen Interesse für die eigene Arbeit nutzen.

  • Realitätsprinzip: Wir wünschen uns betriebswirtschaftlich machbare, also vernunftgeleitete Bestellgrößen und bitten nach Möglichkeit um Auftragsbündelung. Bei Bestellungen auf SFB-Online gilt inzwischen ein  MINDESBESTELLWERT je Auftrag von € 35,00 (Inland); € 100,00 (Ausland). - Je einzelne (Taschen-)Bücher zu bestellen, sollte - auch für unsere priviligierten StammkundInnen - die Ausnahme sein.

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Herzschrittmacherfreie Zone –

Aktuelle Monatsangebote bei der SFB

›Die Analyse und das Arbeitsbündnis‹

Preisangebot bis 30.11.2025

Deserno, Heinrich

›Die Analyse und das Arbeitsbündnis‹

Eine Kritik des Arbeitsbündniskonzepts (Originalausgabe)

1990, EA • Verlag Internationale Psychoanalyse bei Klett­Cotta • Reihe Verlag Internationale Psychoanalyse bei Klett-Cotta • 12,5 × 21,0 cm • Leinen mit Schutzumschlag • 163 Seiten

17,00 € statt 29,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Ausgangspunkt der Argumentation und zugleich Gegenstand der Kritik des Autors ist das für die psychoanalytische Arbeit grundlegende Konzept des ›Arbeitsbündnisses‹ von Greenson, das - als abgegrenzter Bereich quasi ›außerhalb‹ des Übertragungsprozesses - die rationale Arbeit mit dem Patienten erts ermöglichen soll. Deserno argumentiert nun nicht nur, daß diese Abgrenzung die Beteiligung des Analytikers an der Gestaltung des Übertragungsprozesses leugne, sondern zeigt außerdem in einer über die technische Problematik hinausgehenden kritischen Überlegung, daß ein solcher Bereich ›außerhalb‹ der Übertragungssituation zum Einfallstor unhinterfragter gesellschaftlicher Konventionen werden kann.

Deserno sieht in Greensons Konzept den Versuch eines Kompromisses, der technische Rigidität abschwächen sollte, ohne jedoch dabei die dominierende ich-psychologische Orientierung einer Kritik zu unterziehen.

Die Untersuchung Desernos kommt zu dem Ergebnis, daß der Geltungsbereich des Arbeitsbündniskonzeptes auf die Arbeit des Analytikers einzuschränken sei: »Der Analytiker schließt mit niemand anderem als mit sich selbst das Arbeitsbündnis.«

Inhalt: Das Arbeitsbündnis im Kontext von Technik, Konventionalität und Übertragung // Einführung in das Thema: Zum Verhältnis von Technik und Methode / Konvention und Übertragung // Das Arbeitsbündnis und der psychoanalytische Prozeß / Greensons Analysebeispiel / Die Analyse von Frau B / Diskussion der Literatur und Zusammenfassung der Kritik / Literatur zum Arbeitsbündniskonzept / Kritik des Arbeitsbündniskonzepts

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