Weibliche Sexualität; Der weibliche Körper; Mentalisierung; Mentalisieren; Eva Tömmel; Literatur; Bibliophilie; Sigmund Freud; USA; Israel; Palästina, Faschisierung; Eduard Said; Orientalismus; Rassismus, Apartheid; Lucky Luke und der Psycho-Doc;

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SIGMUND-FREUD-BUCHHANDLUNG. SFB: Kunst, Kultur, Psychoanalyse

www.zentralbuchhandlung.de

Novitätenschau Psychoanalyse / Kulturwissenschaften - November 2024

Illustration: Bücher

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser der Novitätenschau,
überreicht mit freundlicher Empfehlung von der Redaktion »Index Psychoanalyse«.

im Gegensatz zu jenen eher wenig erfreulichen Nachrichten aus dem internationalen und nationalen Politikbetrieb, welche die aktuellen Nachrichten beherrschen, bietet die NOVEMBER-Ausgabe der Novitätenschau Psychoanalyse und Kulturwissenschaften besonders interessante und dazu faktenbasierte Literaturinformationen, welche für die praktische therapeutische Arbeit gewiss hilfreich und von und Nutzen sein dürften.

So stellen wir Neues aus psychoanalytischer Sicht zur Psychoanalyse der Weiblichen Sexualität und zum Konzept des Mentalisierens vor. - Anläßlich des Todes von Manfred Pohlen, der Ende Oktober in Marburg verstorben ist, widmet die SFB diesem Intellektuellen der deutschsprachigen Psychoanalyse ein eigenes Themenfenster. - Die inzwischen unzumutbar anmutenden Zustände im Nahen Osten verlangen geradezu nach vertiefenden (Hintergrund-)Informationen, die diesmal von kritischen Juden und aus palästinensischer Sicht vorgetragen werden. Was aus Trumps amerikanischen Fieberträumen resultieren wird, wissen wir zwar noch nicht im Detail: aber sowohl Philip Roth, als auch Stephen King haben schon vor Jahren in je ganz unterschiedlichen und jeweils starken Plots die Wende US-Amerikas in ein autoritaristisches System literarisch durchgespielt. - Nehmen Sie sich gerne die Zeit; lesen und staunen Sie!

In dieser Ausgabe

Der kurze Weg zur SFB: Bestelltelefon (D) 0800 588 78 30

(MO - SA, 8:00-19:00 h, SO, zur ›Blauen Stunde‹ von 10:00-12:00 h)

SFB - Zentralbuchhandlung für die Literaturen der Psychoanalyse und Kulturwissenschaften im Netz - MEHR als Bücher -  ›WISE MEN FISH HERE

Weibliche Sexualität - neue psychoanalytische Perspektiven

Psychoanalyse der weiblichen Entwicklung

Soeben erschienen

Tömmel, Sieglinde Eva

Psychoanalyse der weiblichen Entwicklung

Frauen und ihre gesellschaftliche Unbewusstheit

12.10.2024 • Brandes u. Apsel • 24 × 17 cm • Paperback • 248 Seiten

32,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Ungeachtet, so die Autorin, der Bewunderung für Sigmund Freuds Werk im Allgemeinen und trotz der anhaltenden Wertschätzung seines Gesamtwerkes ist seine Theorie der Weiblichkeit zu dekonstruieren und neu zu formulieren: Dazu gehöre die Eliminierung seiner männlichkeisdominanten Begrifflichkeiten wie Kastration, Penisneid, mangelndes Überich, ödipaler Komplex, Untergang des Ödipuskomplexes als Einlaufen in den väterlichen Hafen aufgrund mangelnder Kastrationsangst usw. Diese von Freud eingeführten Begriffe seien nicht mehr nur in Frage zu stellen – das werden sie ohnehin von zahlreichen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytikern schon seit langer Zeit –, vielmehr sollten sie durch besser passende, wissenschaftlich gesichertere Begriffe und Hypothesen bzw. in einer methodisch reflektierten Theorie ersetzt werden, soe die Autorin.

Frauen lieben und hassen, sie bewundern und unterwerfen sich; sie idealisieren Männer als Väter und Beschützer, während die meisten Männer froh zu sein scheinen, selbst beschützt zu werden, zuweilen bewusst, meist eher unbewusst.

Schicht- und Klassenangehörigkeit bedingen Unterschiede: Es ist die Frage, ob Frauen in der Mehrheit durch einfache oder doch auf sehr komplexe psychische Weise diskriminiert werden. Das hängt von zahlreichen gesellschaftlichen und individuellen Faktoren ab, die im Einzelnen zu benennen sind. Wichtig ist aber auch, zu sehen, dass Frauen selbst einen entscheidenden Anteil an ihrer Situation haben: Frauen gelingt es zu wenig, ihren Anteil am Gelingen gesellschaftlicher Arbeit zu würdigen. Im Gegenteil erleben sich viele Frauen selbst als unterdrückt, von Verlassenheit bedroht, von Einsamkeit, von Sorgen um Schönheit gestresst, von körperlicher Sehnsucht geplagt.

Die Regression zu kindlicher Unschuld, zu zuckersüßer oder gar masochistischer Unterwerfung, zur Knechtung des eigenen Körpers, zur Infantilisierung der eigenen Persönlichkeit scheint erträglicher als der Kampf um Menschenrechte, gegen falsche Benennung, theoretische Verurteilung, diskriminierende Bezeichnungen. Traditionen aus Jahrtausenden machen es allerdings schwer, die allgemeine und individuelle Situation ebenso wie das Selbstbewusstsein entscheidend zu verändern.

Für die Psychoanalyse bedeutet dies für die Autorin: Trotz der Bewunderung für Sigmund Freuds Werk im Allgemeinen und ungeachtet der anhaltenden Wertschätzung seines Gesamtwerkes ist seine Theorie der Weiblichkeit zu dekonstruieren und neu zu formulieren: Dazu gehört die Eliminierung seiner männerdominierten Begrifflichkeit wie Kastration, Penisneid, mangelndes Überich, ödipaler Komplex, Untergang des Ödipuskomplexes als Einlaufen in den väterlichen Hafen aufgrund mangelnder Kastrationsangst usw. Diese von Freud eingeführten Begriffe sind nicht mehr nur in Frage zu stellen – das werden sie von zahlreichen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytikern schon seit langer Zeit –; vielmehr durch passendere, wissenschaftlich gesichertere Begriffe und Hypothesen bzw. in einer methodisch reflektierten Theorie zu ersetzen.

Die Autorin: Sieglinde Eva Tömmel, Dr. phil. Dr. rer. pol. habil., studierte in Saarbrücken, Brüssel und München Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Pädagogik; Ausbildung zur Psychoanalytikern. Niedergelassen in eigener Praxis, Lehranalytikerin, Supervisorin und Gruppenlehranalytikerin. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Der weibliche Körper

Angebotspreis bis 30.11.2024

Pines, Dinora

Der weibliche Körper

Eine psychoanalytische Perspektive. Aus dem Englischen von Georgia Hanenberg

1997 • Klett-Cotta • 22 × 14,2 × 2,8 cm • gebunden mit Schutzumschlag • 224 Seiten

20,00 € statt 30,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Die britische Psychoanalytikerin Dinora Pines geht in ihrem Buch im speziellen auf die weiblichen Körpererfahrungen, Zyklus, Schwangerschaft, Geburt, Abtreibung, weibliche Adoleszenz ein. Sie hörte vor allem darauf, was ihre Patientinnen in den Sitzungen "nicht sagten" - wie gerade Frauen ihren Körper oft zwingen, Konflikte und unaussprechliche Empfindungen durch somatische Krankheiten zum Ausdruck zu bringen.  Ihre zentrale Erkenntnis ist: eine weibliche Identität kann sich nur herausbilden, wenn die körperliche Beziehung des kleinen Mädchens zur Mutter befriedigend verlaufen ist - diese erste Körpererfahrung sollte in der Analyse an erster Stelle stehen.

Alle Menschen neigen dazu, ihre tiefsitzenden, aus der Kindheit herrührenden Ängste vor Verlassenheit, Ablehnung und Einsamkeit zu verbergen oder zu verdrängen - das gilt für weibliche wie männliche Patienten, für Analytiker wie für Analytikerinnen. Aber es gibt Erfahrungen - Körpererfahrungen -, die nur den Frauen zugänglich sind: dazu gehören der weibliche Zyklus, Schwangerschaft, Geburt, Unfruchtbarkeit, Fehlgeburt und Abtreibung, die Turbulenzen weiblicher Adoleszenz, die Wechseljahre. Diesen speziell weiblichen Bereichen und den damit verbundenen Konflikten gilt Dinora Pines' Interesse.

Als Ärztin und Psychoanalytikerin lernte sie im Laufe der Jahre hinzuhören auf das, was ihre Patientinnen nicht sagten. Sie begriff, wie gerade Frauen ihren Körper oft zwingen, Konflikte und unaussprechliche Empfindungen durch somatische Krankheit zum Ausdruck zu bringen und so das Bewußtwerden seelischen Leidens zu verhindern. So kann eine Schwangerschaft dazu benutzt werden, eine unsichere sexuelle Identität zu stabilisieren und damit die Auseinandersetzung mit unbewußten Haß-Gefühlen auf die Mutter zu vermeiden.

Inhalt: Dank / Vorwort / Hautkommunikation / Der psychoanalytische Dialog - Übertragung und Gegenübertragung / Promiskuität in der Adoleszenz - Eine klinische Darstellung / Schwangerschaft und Mutterschaft - Zusammenspiel von Phantasie und Realität / Schwangerschaft und Mutterschaft bei Jugendlichen / Die Bedeutung der frühkindlichen Entwicklung für Schwangerschaft und Abtreibung / Schwangerschaft, Fehlgeburt und Abtreibung / Emotionale Aspekte der Unfruchtbarkeit und die Heilungschancen / Die Wechseljahre / Das Alter / Die therapeutische Arbeit mit weiblichen Überlebenden des Holocaust - Affektives Erleben in Übertragung und Gegenübertragung . Die Auswirkungen des Holocaust auf die zweite Generation.// Glossar / Bibliographie

Die Autorin: Dinora Pines erwarb zunächst einen Abschluß in Sprach- und Literaturwissenschaft, bevor sie ihr Medizinstudium in London aufnahm. Neben ihrer Arbeit als praktische Ärztin war sie an zwei Frauenkliniken in London als Dermatologin tätig. Aus dieser umfangreichen klinischen Erfahrung erwuchs ein so starkes Interesse am Verhältnis von Körper und Psyche, daß sie sich bei der British Society of Psychoanalysis als Psyhoanalytikerin ausbilden ließ. Sie hat eine eigene psychoanalytische Praxis und ist Lehr-analytikerin, Supervisorin und Dozentin am Londoner Institute of Psychoanalysis.

Lieferbarkeitshinweis: Im Archiv der SFB in einigen verlagsfrischen und folienverschweissten Exemplaren zum Angebotspreis; beim Verlag vergriffen.

Die Anatomie der Klitoris

Zachary, Anne

Die Anatomie der Klitoris

Psychodynamik der weiblichen Sexualität. (OT: The Anatomy of Clitoris. Female Sexuality). Aus dem Englischen von Elisabeth Vorspohl

13.02.2019 • Brandes u. Apsel • 23.5 × 15.5 cm • Paperback • 144 Seiten

19,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Internationale Psychoanalyse

Mauss-Hanke, Angela

Internationale Psychoanalyse

Ausgewählte Beiträge aus dem »International Journal of Psychoanalysis«, Band 08 (2013) – Weiblichkeit und Schöpferisches

07.2013 • Psychosozial-Verlag • Reihe Internationale Psychoanalyse , Band 8 • 21,0 × 14,8 cm • Paperback • 303 Seiten

39,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

MENTALISIEREN in der psychodynamischen Praxis

Analyse der Psyche und Psychotherapie

Soeben erschienen

Kirsch, Holger; Brockman, Josef

Analyse der Psyche und Psychotherapie

Band 26 - ›Mentalisieren‹

10.2024 • Psychosozial-Verlag • Reihe Analyse der Psyche und Psychotherapie, Band 26 • 20.5 × 12.5 cm • Paperback • 156 Seiten

19,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Mentalisieren beschreibt die imaginative Fähigkeit, dem eigenen Verhalten und dem Verhalten anderer einen Sinn zuzuschreiben, indem Motive und psychische Zustände als Ursachen für Verhalten angenommen werden. Diese Fähigkeit, die in frühen Interaktionen gelernt wird, steht in enger Verbindung mit psychischer Gesundheit.

Holger Kirsch und Josef Brockmann geben eine Übersicht über die theoretischen Grundlagen sowie aktuelle Entwicklungen des Mentalisierungsansatzes und zeichnen dabei seine Entstehung aus Bindungstheorie und psychoanalytischer Objektbeziehungstheorie nach. Sie arbeiten Anwendungen des Mentalisierungskonzepts in der Psychotherapie aus und illustrieren diese mit einem anschaulichen Fallbeispiel. Dabei wird deutlich, wie weitreichend die Anwendungsmöglichkeiten dieses Konzepts sind und wie stark Psychotherapie, Pädagogik und Soziale Arbeit in Fragen der Gesundheit, der Wahrnehmung von Stress, des epistemischen Vertrauens und beim sozialen Lernen von einer mentalisierungsfördernden Haltung profitieren können.

Inhalt - Mentalisieren: Ein neues Konzept? Einleitung

Teil I: Der Entstehungskontext des Mentalisierungskonzepts - Psychoanalytische Wurzeln: Mentalisieren als ein psychoanalytisches Modell der Internalisierung von Erfahrung / Aktuelle Modelle der Repräsentation und die Struktur des Selbst / Mentalisieren und Emotionsregulation / Mentalisieren und Gegenwartspsychoanalyse / Die Neuformulierung zentraler Kernaussagen der Psychoanalyse / Mentalisieren als Brücke zur Theory of Mind (ToM) / Entwicklungspsychologische Meilensteine / Bindung und Mentalisieren / Die Entwicklung des Selbst / Epistemisches Vertrauen / Mentalisieren in verschiedenen Lebensabschnitten

Teil II: Klinische Anwendungen des Mentalisierungsmodells: Psychotherapie als dreifaches Kommunikationssystem / Effektives und ineffektives Mentalisieren / Dimensionen des Mentalisierens / Mentalisieren und Stress / Mentalisieren und psychische Gesundheit / Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) / Die mentalisierungsfördernde Haltung / Vorbereitung der Behandlung und Psychoedukation
Interventionen / Exploration / Konträre Bewegungen – Polaritäten erkennen / Intervenieren bei prämentalisierenden Modi / Mentalisieren in anderen Settings / Mentalisieren in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie / Mentalisierendes Vorgehen in der Kindertherapie
Mentalisieren in Gruppen / Psychosomatik: Der Körper im Mentalisierungsmodell / Weitere Anwendungsfelder // Ausblick / Literatur

Die Autorén: Josef Brockmann, Dr. phil., ist Psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker in eigener Praxis in Frankfurt sowie Lehranalytiker. Er hat eine Fortbildung in Mentalisierungsbasierter Therapie (MBT) absolviert und ist MBT-Supervisor. Gemeinsam mit Holger Kirsch und verschiedenen Gastdozent*innen hat er das Fortbildungsprogramm »Mentalisieren in der Psychotherapie« entwickelt. // Holger Kirsch ist Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytiker, Lehranalytiker und als Professor an der Evangelischen Hochschule Darmstadt und in eigener Praxis tätig.

HINWEIS: Alle der inzwischen über 30 in der beliebten Reihe ›Analyse der Psyche und Psychotherapie‹ erschienenen Themenbände finden Sie in der Rubrik ´Reihenwerke` auf SFB-Online HIER

Praxis des Mentalisierens

Brockmann, Josef; Kirsch, Holger; Taubner, Svenja

Praxis des Mentalisierens

Mit einem Vorwort von Anthony W. Bateman

3. Druckaufl. 2021 • Klett-Cotta • 21,6 × 13,5 cm • Paperback • 295 Seiten

38,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Handbuch Mentalisieren

Bateman, Anthony W.; Fonagy, Peter

Handbuch Mentalisieren

03.2015 • Psychosozial-Verlag • Reihe Psychodynamische Therapie • 24 × 16,5 cm • Hardcover • 800 Seiten

99,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Zum Tod von MANFRED POHLEN (11.08.1930 - 11.10.2024)

»Die Psychoanalyse ist Erbin einer Denktradition, einer mantischen Wissenschaft, die sie noch zu entdecken und zu bejahen hat. Psychoanalyse steht demnach als Erbin in einer langen Tradition religiöser Überlieferung. Die Sprache dieser religiösen Erfahrung ist auch die Sprache der Psychoanalyse.«

Manfred Pohlen: Psychoanalyse als Mantik, in: ´Die Psychoanalyse auf der Couch`

Freuds Analyse

RAR!

Pohlen, Manfred

Freuds Analyse

Die Sitzungsprotokolle Ernst Blums

2006 • Rowohlt • 21,5 × 14 cm • gebunden • 399 Seiten • mit zahlr. Faks.

Kauf-Optionen:

  • verlagsfrisches Exemplar 29,00 €
  • mit M-Stempelchen am unteren Buchschnitt 22,90 €
weitere Informationen

Dieses Buch wurde schon Anfang der achtziger Jahre bei den legendären Seminaren des Autors zur psychoanalytischen Behandlungstechnik und Diagnostik an der Universität Marburg angekündigt. Aber erst viele Jahre später, nach seiner Emeritierung, konnte das spannende Projekt tatsächlich abgeschlossen werden. Manfred Pohlen hat sich noch einmal mit Vehemenz an die Arbeit gemacht, das Material gesichtet, mit neueren Erkenntnissen der Freud-Forschung verglichen und also auf den Stand der Dinge gebracht.

Pohlens Arbeit gründet auf einem spektakulären Nachlass, der das wohl einzige umfassende Protokoll einer Analyse bei Sigmund Freud beinhaltet und dokumentiert. Unmittelbar nach jeder Sitzung im Jahr 1922 notierte Ernst Blum deren Verlauf. Von keinem anderen Analysanden Freuds ist ein vergleichbares Dokument überliefert, einmal abgesehen von den fragmentarisch-polemischen Skizzen des Joseph Wortis »Meine Analyse bei Freud«.

Die über Jahrzehnte unter Verschluß gehaltenen Aufzeichnungen Blums, welcher er nach langen Jahren der Bedenkzeit schließlich Manfred Pohlen anvertraute, dokumentieren dezidiert, wie Freud bei seiner analytischen Arbeit vorgegangen ist. Noch nie gab es eine derart authentische Nahaufnahme der Freudschen Behandlungspraxis, die über einen längeren Zeitraum dokumentiert worden wäre.

Manfred Pohlen berichtet über die Entstehung der Protokolle und die Lebensgeschichte ihres Verfassers Ernst Blum. Dabei ordnet er die aus den Aufzeichnungen zu gewinnenden Erkenntnisse über Freuds Vorgehen in die Ideen- und Kulturgeschichte der Psychoanalyse ein. 150 Jahre nach Freuds Geburt, über 60 Jahre nach seinem Tod: ein einzigartiges Dokument seines Denkens und Wirkens und begehrenswerte Lektüre gleichermaßen für jeden hellwachen Analytiker und alle anderen am Thema Interessierte.

Inhalt

Die Blum-Analyse: Zur Vorgeschichte // Über Ernst Blum // Einführung in die Blum-Analyse

Freuds Arbeit aus dem Blick von Analysanden: Die freudianische Tradition und der unfreudianische Freud / Blanton und Doolittle: «europäische Amerikaner bei Freud» / Kardiner: ein Anwalt der amerikanischen Ich-Psychologie / Wortis: ein amerikanischer Vertreter der biologischen Psychiatrie / Freuds sympathetische Einstellung und aktivistische Einmischung / Apostolischer Auftrag und Häresie / Ein Licht auf tatsächliche Praxis / Die Emanzipation der Juden und der Frauen bei Freud

Dokumente der Analyse Ernst Blums: Einführung und Darstellung der Dokumente / Die originalen Sitzungsprotokolle von 1922 / Die Aufzeichnungen nach den stenographischen Protokollen von 1972/1973 / Aus den Tonbandtranskriptionen von 1973 / Rückblick und Ausblick der Analyse von 1972/1973

Die Protokolle: eine authentische Quelle Freud'scher Theorie und Praxis: Vom Aalschwindel Freuds zur Wahrheit von Shylock / Vom Heiratsangebot Freuds und den vergessenen Erinnerungen Blums / Vom Paradigma der geistigen Führung Freuds / Der «Mann Moses»: eine Geschichte jenseits der Psychologie / Von der Differenz zwischen christlichem und jüdischem Denken / Vom biblischen Gebot: zu erinnern und nicht zu vergessen / 4.3 Von den christlichen Wurzeln des Antisemitismus / 4.4 Von den jüdischen Wurzeln der Psychoanalyse

Psychoanalyse Nach-Freud: die vaterlose Psychoanalytische Gesellschaft: Über die Unvernunft im Vernunftkonzept und vom Anderen der Vernunft auf der Couch / Von der Verschwörung des Schweigens über Freuds Analyse / Die Wieder-Erinnerung Freuds durch Blums Analyse / Die neueren Entwicklungen: Rückgang zu den Müttern oder Transformation der Geschlechter

Epilog: Ernst Blum: der Rabbi Freuds, ein Shylock in der Schweiz und am Ende ein Joshua Freuds

Stimmen zu diesem Beitrag

"(...) Pohlen hat gut begründet starke Thesen vorgetragen: über die jüdischen Wurzeln der Psychoanalyse, den Diskurs des aufbegehrenden, emanzipatorischen jüdischen Geistes in der Psychoanalyse, zur Stellung Freuds zum Christentum und zu seinem Rückgriff auf die humanistische Tradition, um einen „Gegenentwurf“ zur christlichen Weltauffassung zu erarbeiten. Pohlen hat den Mut, das Thema einer Verstrickung des Christentums mit seinem „strukturell inhärenten Antisemitismus“ in das Grauen der nationalsozialistischen Verbrechen aufzuwerfen. Die Ebene des S y m b o l i s c h e n (man denke an die Karfreitagsfürbitte für die „Erleuchtung der Juden“, deren ältere Fassungen bis 2008 von den „treulosen bzw. verblendeten“ Juden sprach) war unter Hitler, Himmler und all den anderen Schlächtern in die F a k t i z i t ä t blutigen Handelns, die Shoa, überschritten worden. „Christlicher“ Antisemitismus findet sich bekanntlich massiv bei Luther („Von den Jüden und iren Lügen“ 1543) und in den Äußerungen vieler Päpste (...)

Pohlen spricht also kein veraltetes Thema an, wenn er von einer „Rezeptionsverweigerung des anderen Freud“ durch die institutionalisierte Psychoanalyse schreibt. Sie wolle sich nicht „mit den verstörenden Momenten des Jüdischseins, des jüdischen Geistes, und der jüdischen, antichristlichen Wurzeln der Psychoanalyse auseinandersetzen“ (S. 10). Das sind starke Thesen und Pohlen unterstreicht sie, wenn er ausführt: „solange nicht der Antisemitismus als wesenskonstitutiv für das Christentum im Bewusstsein der Christen angekommen ist und ausgehalten wird“, könne es nicht zu einem aufgeklärten und praktizierten Humanismus und zu einer Auflösung des Antisemitismus kommen. Er spricht der deutschen psychoanalytischen Bewegung heute eine verdeckte „Arisierung“ der Psychoanalyse zu. Das alles geschieht nicht in billiger Polemik (man kennt Pohlen als streitbar, flach ist er nie!), sondern in einem ernsten, tiefgründigen Engagement für das, was ihm die Psychoanalyse ist, und was sie seiner Auffassung nach sein könnte, ja müsste. All diese Thesen sind eine Herausforderung an die etablierte Psychoanalyse, die sie eigentlich nicht einfach auf sich beruhen lassen kann. Und doch tut sie es – es kommen keine fundierten, niveauvollen Reaktionen (wie übrigens auch auf das „Schwarzbuch der Psychoanalyse“ von Meyer et al. 2005 nicht oder auf Leuschners Darstellung des frauenfeindlichen und reaktionär-konservativen Freud ). Sollte Pohlen also mit seiner Kritik Recht haben? Das Schweigen ist immerhin kein offener Angriff ad hominem, wie man das ja zur genüge bei solchen Konflikten kennt (etwa auf die Homosexualität des Psychoanalyse-Kritikers Foucault). Aber es ist auch eine Aussage: „Mit Dir nicht, nicht über diese Themen!

Eine niveauvolle Aufnahme des Diskurses wäre aber angezeigt und müsste in den Fragen zentrieren: „Wo hat Pohlen Recht, und was müssten wir dann tun?“ Nur das führt letztlich weiter (....)"  Hilarion G. Petzold, aus: Überlegungen zu Manfred Pohlen: Freuds Analyse. Die Sitzungsprotokolle Ernst Blums von 1922, in: Textarchiv H. G. Petzold et al. Jg 2009

Der Autor und Herausgeber: Prof. Dr. Manfred Pohlen, Psychoanalytiker, war langjähriger Direktor der Klinik für Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg. «Freuds Analyse» ist der letzte und entscheidende Schritt zur Selbstaufklärung der Psychoanalyse nach den vorausgehenden Veröffentlichungen (mit Margarethe Bautz-Holzherr) über den Charakter und das Schicksal der Psychoanalyse und ihres Gründers («Eine andere Aufklärung - das Freudsche Subjekt in der Analyse», 1991; «Psychoanalyse - das Ende einer Deutungsmacht», 1995; «Eine andere Psychodynamik - Psychotherapie als Programm zur Selbstbemächtigung des Subjekts», 2001).

Eine andere Aufklärung

Monatsangebot bis 30.11.2024

Pohlen, Manfred; Bautz-Holzherr, Margarethe

Eine andere Aufklärung

Das Freudsche Subjekt in der Analyse - [STUDIENAUSGABE]

22.10.2001 • Suhrkamp • Reihe stw, Band 1547 • 17,6 × 10,8 cm • Paperback • 529 Seiten, mit Register

17,00 € statt 24,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Eine andere Psychodynamik

Verlagsfrischer Archivbestand

Bautz-Holzherr, Margarethe; Pohlen, Manfred

Eine andere Psychodynamik

Psychotherapie als Programm zur Selbstbemächtigung des Subjekts - mit beiliegender CD-ROM

2001 • Huber, Hans /BRO • 22,5 × 15,5 cm • gebunden • 501 Seiten, 1 CD-ROM • Mit 21 Abbildungen

54,00 € statt 69,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

PSYCHE und GESELLSCHAFT: Von Verlust zu Verlust

»Ich meine, wir sollten das, was wir besitzen, bisweilen so anzusehen uns bemühen, wie es uns vorschweben würde, nachdem wir es verloren hätten; und zwar jedes, was es auch sei: Eigentum, Gesundheit, Freude, Geliebte, Weib, Kind, Pferd und Hund: denn meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge.«

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), aus: Parerga und Paralipomena, 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Verlust:

Reckwitz, Andreas

Verlust:

Ein Grundproblem der Moderne

14.10.2024 • Suhrkamp • 22.1 × 14.6 cm • Hardcover • 463 Seiten

32,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

»Der Weg der Realität ist mit verlorenen Objekten gesäumt.«  -  Paul Ricœur

Gletscher schmelzen, Arbeitswelten verschwinden, Ordnungen zerfallen. Verluste bedrängen die westlichen Gegenwartsgesellschaften in großer Zahl und Vielfalt. Sie treiben die Menschen auf die Straße, in die Praxen der Therapeuten und in die Arme von Populisten. Sie setzen den Ton unserer Zeit. Während sich die Formen ihrer Bearbeitung tiefgreifend verändern, scheinen Verlusterfahrungen und Verlustängste immer weiter zu eskalieren. Wie ist das zu erklären? Und was bedeutet es für die Zukunft?

Andreas Reckwitz leistet Pionierarbeit und präsentiert die erste umfassende Analyse der sozialen und kulturellen Strukturen, die unser Verhältnis zum Verlust prägen. Unter dem Banner des Fortschritts, so legt er dar, wird die westliche Moderne schon immer von einer Verlustparadoxie angetrieben: Sie will (und kann) Verlusterfahrungen reduzieren – und potenziert sie zugleich. Dieses fragile Arrangement hatte lange Bestand, doch in der verletzlichen Spätmoderne kollabiert es. Das Fortschrittsnarrativ büßt massiv an Glaubwürdigkeit ein, Verluste lassen sich nicht mehr unsichtbar machen. Das führt zu einer der existenziellen Fragen des 21. Jahrhunderts: Können Gesellschaften modern bleiben und sich zugleich produktiv mit Verlusten auseinandersetzen? Eine bedenkenswerte und wegweisende Untersuchung des renommierten Soziologen.

Der Autor: Andreas Reckwitz, Jahrgang 1970, ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität Berlin und derzeit Fellow im Thomas Mann House in Los Angeles. 2019 erhielt er den Leibniz- Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Gesellschaft der Singularitäten wurde mit dem Bayerischen Buchpreis 2017 ausgezeichnet und stand 2018 auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse in der KategorieSachbuch/Essayistik.

Das hybride Subjekt

Reckwitz, Andreas

Das hybride Subjekt

Eine Theorie der Subjektkulturen von der bürgerlichen Moderne zur Postmoderne (Überarbeitete Neuauflage 2020)

21.06.2020 • Suhrkamp • 17,7 × 10,8 cm • Paperback • 709 Seiten

34,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Das Ende der Illusionen

Reckwitz, Andreas

Das Ende der Illusionen

Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne

Originalausgabe; 27.10.2019 • Suhrkamp • 17,8 × 10,8 cm • Paperback • 305 Seiten

20,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

PHILOSOPHIE I: NICHT und NICHTIG

Leere

Michel, Sascha

Leere

Eine Kulturgeschichte

21.05.2024 • Klostermann, Vittorio • 22.5 × 14.2 cm • Paperback • 242 Seiten

28,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Vom Horror vacui, vom Schrecken der Leere, sprach schon das Mittelalter. Und auch in der Gegenwart fürchten viele nichts so sehr wie Leerlauf und Langeweile, leere Gasspeicher und leere Supermarkt-Regale. Andererseits hat die gespenstische Leere, die wir aus dem Corona-Lockdown oder von dystopischen Zombie-Filmen kennen, auch etwas Faszinierendes. Für die Atomisten der Antike gab es nur dank der Leere überhaupt Bewegung in der Welt. Von Zen bis Dada, von der Moderne bis zur Pop-Kultur wird die Leere nicht gefürchtet oder geleugnet, sondern gefeiert und bejaht, erforscht und in Szene gesetzt. Dieses Buch erzählt die wechselhafte Geschichte eines ambivalenten Begriffs. Es geht dabei nicht nur um das mächtige Phantasma von der großen, gewaltigen Leere am Anfang und Ende der Welt, sondern auch um die Leere als Spiel- und Zwischenraum: um die Leerstellen unserer Selbst- und Weltbilder, um eine gelockerte Kultur der Pausen und Lücken. Denn die Löcher sind bekanntlich die Hauptsache an einem Sieb.

Aus dem Prolog

"Dieses Buch möchte daran erinnern, wie sehr die Leere – ob als Horror oder Faszinosum, ob als imaginierter Raum der Befreiung oder als dystopisches Phantasma – immer schon ein wichtiger Begleiter kultureller Imaginationen und Selbstverständigungen war. Zu unterscheiden sind dabei drei zentrale Topoi der Leere. Die Imaginationen und Reflexionen der Leere beziehen sich erstens immer wieder auf den Topos des Anfangs. Woher kommen wir? Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts? Wer nach den Anfängen unserer Welt fragt, kommt nicht an der Idee des leeren Raums vorbei. Einschlägig ist dabei vor allem die Geschichte der Erforschung des Vakuums seit Evangelista Torricelli und Blaise Pascal.

Aber auch in den großen Mythen ist die Welt am Anfang wüst und leer. Und wie zu sehen sein wird, steht auch am Anfang der europäischen Subjektphilosophie die Vorstellung von einem Ich, das ganz unabhängig und allein, ohne sozialen oder natürlichen Kontext, im leeren Raum steht. Freiheit und Autonomie, diese so zentralen Konzepte der Aufklärung, scheinen ohne diese Leere, ohne die Abstraktion von allem Gegenständlichen und Lebendigen, kaum denkbar. In ihrem Buch Bleibefreiheit zitiert die Philosophin Eva von Redecker einen zwölfjährigen Jungen, der am Esstisch den Satz sagt: »Am freiesten bin ich, wenn ich allein auf dem Mars bin.« So tief also sitzen die solipsistischen Subjektbilder, dass wir uns Freiheit am besten auf einem menschenleeren und toten Planeten vorstellen können. »Freiheit ist«, so verstanden, »wenn nichts im Weg steht.«

Der zweite kulturgeschichtlich wichtige und gegenwärtig besonders präsente Topos der Leere ist das Ende. Damit sind einerseits von der biblischen Apokalypse bis zu Cormac McCarthys The Road die bereits genannten Endzeit-Szenarien einer weitgehend (menschen-)leeren Welt der Zivilisation gemeint, andererseits aber auch Bilder vom räumlichen Ende der Zivilisation, zu denen etwa der in Literatur und Film vielfach in Szene gesetzte Raum der Wüste gehört. Bei einem Film wie Zabriskie Point von Michelangelo Antonioni wird beides bezeichnenderweise zusammengeführt: die zerstörerisch apokalyptische Vision einer in die Luft gesprengten (Konsum-)Welt und die Wüste als Ort (sexuell) befreiender Leere. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Konzept der Tabula rasa: etwa als ›weiße‹, ›männliche‹ Vorstellung vom scheinbar menschenleeren Wilden Westen, den es, die Ureinwohner auslöschend, zu erobern und zu besiedeln gilt, oder als totalitäre Zukunftsvision einer vollständig neuen Welt, in der alle Fehler der Vergangenheit – bis hin zur Menschheit insgesamt in einer posthumanen Welt ohne uns – ausgemerzt und verschwunden sind. Leere und Gewalt – das wird eines der Leitmotive dieser Kulturgeschichte der Leere sein. Nicht zufällig ist der von Walter Benjamin im Jahr 1931 beschriebene »destruktive Charakter« eine Sozialfigur, die vor allem Platz schaffen und leerräumen will. Nicht zufällig wird die Leere bei der sogenannten »White Torture« auch als Foltermethode eingesetzt. (...)"

Stimmen zum Buch: "Michel weiß durch Belesenheit, weit gefächerte kulturelle Kenntnis sowie die stilistische eingängige Präsentation seiner Geschichte zu überzeugen. [...] Zwischen Endzeitphantasien und Machbarkeitshybris entfaltet Michel ein Panorama an modernen Leerstellen." - Aus einer Rezension in der Frankfurter Allgemeine Zeitung; FAZ

Faktor X - Das Ding und die Leere

Zizek, Slavoj

Faktor X - Das Ding und die Leere

Slavoj Zizek im O-Ton - Audio-CD

1. Aufl. 2003 • supposé • 12,5 × 14 cm • Audio CD • 78 Minuten

18,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Mit Zizek wird eine Stimme laut, die man, inmitten heutiger Harmlosigkeiten, kaum überhören kann: ein entfesselter Querdenker, ein Irrwisch auf der Bühne, ein explosives Gemisch aus Provokation und Pointenfeuerwerkerei - Zizek ist ein Ereignis!

Im Faktor X geht es um den tieferen Sinn, um jene theologische Dimension, die sich in der Leere auftut - um die "Verheißung von mehr, das Versprechen eines unergründlichen Genießens, dessen wahrer Ort die Phantasie ist" und welches immer, in jeder Ware mitklingt.

Mit der Verbindung zwischen Leere und Ware als Ausgangspunkt, rollt Zizek die Geschichte des Westens auf: von der griechischen Vase - dem rätselhaften Ding, das um eine zentrale Leere herum geformt ist - bis zum Kinder-Überraschungsei. Und schließlich findet er zu einer eindeutigen Homologie zwischem dem hohlen Ei und der Struktur des bürgerlichen Subjekts.

Die verhandelten Themen: Das unergründliche Genießen / "Void" oder der reine Schein / Leere und Ware / Faktor X / Die Ur-Form der Gabe: Scheiße / The Land Before Time / Die unmögliche Universalität / Ideologie heute / Homo sucker / Moralisches Glück / Der Muselman / Brauchen wir Gott wirklich? / Der Glaube und das schreckliche Wunder / Am Ende der Psychoanalyse.

PHILOSOPHIE II - GRENZEN

Topographien der Grenze: Verortungen einer kulturellen, politischen
und ästhetischen Kategorie

RAR!

Kleinschmidt, Christoph; Hewel, Christine Hewel

Topographien der Grenze: Verortungen einer kulturellen, politischen und ästhetischen Kategorie

01.06.2011 • Königshausen u. Neumann • 18,5 × 10,5 cm • Paperback • 232 Seiten

36,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Grenze und Raum – das sind im Zeitalter der allgegenwärtig vermuteten 'Globalisierungsprozesse' prekäre und zugleich hochaktuelle Begrifflichkeiten. Die Geisteswissenschaften haben die Konjunktur des Räumlichen seit dem Ende der 1980er-Jahre als 'spatial turn' bzw. später als 'topographical turn' deklariert. Trotz aller durch politische und ökonomische Bestrebungen – und nicht zuletzt durch Medientechnologien – hervorgerufenen Auflösungserscheinungen des Lokalen und Liminalen rückt die Grenze vermehrt in den Blickpunkt der deutschsprachigen Geistes- und Kulturwissenschaften. Aus dieser anhaltenden Konjunktur speist sich auch der Sammelband Topographien der Grenze. Verortungen einer kulturellen, politischen und ästhetischen Kategorie.

Als dezidierte "Anstöße zu einer interdisziplinären Grenzforschung" – so der Untertitel der Einleitung – versammeln Christine Hewel und Christoph Kleinschmidt Beiträge aus den Kulturwissenschaften, der Literaturwissenschaft, der Philosophie und Soziologie, der Wirtschaftsgeschichte sowie der Politik-, Rechts- und Medienwissenschaft. Der Band ist das Ergebnis einer internationalen Tagung gleichen Namens, die vom Germanistischen Institut der WWU Münster in Kooperation mit dem Museum für Angewandte Kunst Frankfurt am Main und dem Internationalen interdisziplinären Arbeitskreis für philosophische Reflexion (IiAphR) im November 2009 veranstaltet wurde.

Die AutorInnen und Beiträge dieses Buches:

C. Kleinschmidt: Formen und Funktionen von Grenzen. Einführung in eine interdisziplinäre Grenzforschung

Theorie der Grenze / Grenzen der Theorie: F. Kurbacher: Die Grenze der Grenze - Struktur-Reflexionen zum Verhältnis von Denktraditionen und Performativität // R. Guldin: Ineinandergreifende graue Zonen. Vilém Flussers Bestimmung der Grenze als Ort der Begegnung // D. Schweitzer: Grenzziehungen und Raum in Theorien des Netzwerks und der Netzwerkgesellschaft

Politik / Macht / Raum: A. Vasilache: Natur und Gesellschaft: Staatlichkeit als politische Methodologie der Grenzziehung // A. Komlosy: Grenzpunkte - Grenzlinien - Grenzzonen in Europa. Konzeption und Umsetzung staatlicher Grenzen im historischen Wandel

Kunst der Grenze / Grenzen der Kunst: C. Hewel: Angewandte Kunst und freie Kunst // N. T. Rymar: Die Grenze als sinnbildender Mechanismus in den Sprachen der Kunst // C. Kleinschmidt: Die Grenzen der Künste. Eine materialästhetische Erkundung // G. Pulvirenti / R. Gambino: Das Bild als Grenze zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit // D. Eschkötter: Geopolitik & Rhetorik: Heinrich von Kleists Flüsse // S. Catani: Homo sacer im Exil. Zur Topologie des Exilraumes bei F. Kafka und W. G. Sebald

Kultur / Sprache / Subjekt: J. Glasenapp: Der Western, der Kalte Krieg und der Rio Grande // L. R. Feierstein: From the Other Side of the River: Borders in Jewish Culture and History // C. Pollmann: Die Individualisierung von Grenzen durch Recht, Geld und Zeit // C. Jürgensen / I. Irsigler: Sprachliche Grenzgänge – Überlegungen zu Formen und Funktionen sprachlicher Hybridbildung in transkultureller Literatur

Die Herausgeber

Christoph Kleinschmidt studierte von 2000-2005 Deutsche Philologie, Neuere und Neueste Geschichte und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Christine Hewel studierte von 1999-2005 Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Romanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2007 leitet sie die pädagogische Abteilung des Museums für Angewandte Kunst Frankfurt.

Lieferbarkeitshinweis: Das Archiv der SFB verfügt über eine Anzahl verlagsfrischer Exemplare dieses gefragten Titels; beim Verlag vergriffen.

Psychotherapie an der Grenze des Machbaren

Küchenhoff, Joachim; Vogel, Ralf T.

Psychotherapie an der Grenze des Machbaren

18.03.2020 • Kohlhammer • Reihe Lindauer Beiträge zur Psychotherapie und Psychosomatik • 20,5 × 14 cm • Paperback • 107 Seiten • 4 Abb., 2 Tab.

24,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Lob der Grenze

Liessmann, Konrad Paul

Lob der Grenze

Kritik der politischen Unterscheidungskraft

27.08.2012 • Zsolnay, Paul • 21 × 13,3 cm • Hardcover • 208 Seiten

20,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

PALÄSTINA - ISRAEL: Grenzverletzungen, Grenzüberschreitungen

Faschismus-Kritik in und an Israel – von 1948 bis heute

Kritiker israelischer Politik, die von den latent seit der Gründung des Staates Israel von Beginn an immer schon mitschwingenden Faschisierungstendenzen in diesem 1948 errichteten Staat sprechen, müssen sich - geschuldet unsäglicher Unkenntnis oder aber unlauterer Absichten ihrer Gegenüber – nicht selten als ´Antisemiten` schmähen lassen. - Dabei ist die Liste der insbesondere jüdischen und /oder israelischen Menschen lang und länger, die seit der Staatsgründung 1948 bis heute mit zunehmender Sorge die politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen in Israel beobachten, beschreiben und kritisieren, welche aktuell auf einen Kipppunkt zuzustreben scheinen.

Schon unmittelbar nach der Staatsgründung gab es massive Kritik berühmter jüdischer Wissenschaftler, von Literaten, Historikern, Holocaust-Überlebenden an den Gewaltexzessen, den Morden und der massenhaften Vertreibung der angestammten Bevölkerung im Zuge der Errichtung des Saates Israel.

1948 veröffentlichten Albert Einstein, Hannah Arendt und 26 weitere jüdische Intellektuelle anläßlich des Besuches von Menachem Begin (1913-92), der zwischen 1977 und 1983 dann israelischer Ministerpräsidenten werden sollte, in der New York Times einen offenen Brief, in dem sie Ihre Sorge vor einem Fehlstart des Staatsgründungsprojektes äußerten, indem von Beginn an Extremisten und Antidemokraten einen viel zu starken Einfluss im neuen Staat hätten.

Denn der als Unterhändler nach New York gekommene Menachim Begin war vor der Staatsgründung Anführer der Untergrundorganisation Irgun Tzwai Le’umi, und er war persönlich für den Sprengstoffanschlag auf das King David Hotel in Jerusalem in 1946 verantwortlich, bei dem
28 britische Staatsangehörige, 41 Araber, 17 Juden und fünf aus anderen Ländern ums Leben kamen. Unter seinem Befehl wurden zwei britische Soldaten entführt und gehängt. Der steckbrieflich Gesuchte tarnte sich als bärtiger Rabbi.

Auszüge aus diesem Brief:

"Zu den beunruhigsten politischen Phänomenen unserer Zeit gehört das Auftauchen der "Freiheitspartei" (Tnuat Haherut) im neu geschaffenen Staat Israel. Es ist eine politische Partei, die in ihrer Organisation verwandten Methoden, in ihrer politischen Philosophie und sozialen Anziehungskraft den Nazis und den faschistischen Parteien sehr ähnlich ist. Sie bildete sich aus der Mitgliedschaft und den Nachfolgern der früheren Irgun Zwai Leumi (IZL), einer terroristischen, rechtsradikalen, chauvinistischen Organisation in Palästina. - Der augenblickliche Besuch von Herrn Begin, dem Führer dieser Partei, in den USA ist offensichtlich wohl berechnet worden, um den Eindruck zu machen, dass Amerika seine Partei bei den anstehenden israelischen Wahlen unterstützt, und um die politischen Bindungen mit konservativen zionistischen Elementen in den USA zu festigen. Mehrere Amerikaner mit national gutem Ruf haben ihre Namen hergegeben, seinen Besuch willkommen zu heißen. Es ist unvorstellbar, dass diejenigen, die gegen Faschismus in aller Welt sind, ihren Namen und ihre Unterstützung dieser Bewegung, die Begin vertritt, geben - es sei denn, dass sie nicht korrekt über seine politische Vorgeschichte und seine Perspektiven informiert sind.

Bevor irreparabler Schaden durch finanzielle Unterstützung, öffentliche Bekundung zu Gunsten Begins und dem, was in Palästina geschaffen wird, angerichtet wird und bevor der Eindruck entsteht, dass ein großer Teil der USA faschistische Elemente in Israel unterstützt, muss die amerikanische Öffentlichkeit über Begins Vorgeschichte, Ziele und Bewegung informiert werden.

Die öffentlichen Erklärungen von Begins Partei sind kein Anhaltspunkt für seine aktuelle Eigenart. Heute sprechen sie von Freiheit, Demokratie und Anti-Imperialismus, wobei sie bis vor kurzem offen die Doktrin eines faschistischen Staates predigten. Es sind seine Aktionen, die den wahren Charakter der terroristischen Partei verrät. Aus ihren früheren Aktionen können wir beurteilen, was man von ihr in der Zukunft erwarten kann. (....)"

Den vollständigen Text und weitere kritische Stimmen zu der zunehmend prekären politischen Situation des Staates Israel hat schon in 2015 u. a. die ´ARBEITSGRUPPE SOLIDARISCHE KIRCHE IM RHEINLAND` zusammengetragen und als eine Pdf-Datei ins Netz gestellt. - Die Textsammlung können Sie HIER nachlesen

Der Hundertjährige Krieg um Palästina

Khalidi, Rashid

Der Hundertjährige Krieg um Palästina

Eine Geschichte von Siedlerkolonialismus und Widerstand. Mit einem Nachwort zum Erscheinen der deutschen Ausgabe (März 2024)

02.05.2024 • Unionsverlag • 14,9 × 21,8 cm • Hardcover • 384 Seiten

26,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Diese bahnbrechende, wissenschaftlich fundierte Geschichte Palästinas verbindet die Schlüsselereignisse mit Familiengeschichte, persönlichen Erinnerungen und politischer Analyse. Sie löst sich aus der Täter-Opfer-Perspektive und zeigt das Entstehen nationaler Bewegungen auf beiden Seiten. Rashid Khalidi legt den Finger auch auf die Fehler der palästinensischen Führer und eröffnet eine erhellende neue Sicht auf einen Schlüsselkonflikt der Weltpolitik, der bis heute andauert.

1899 schrieb Yusuf Diya al-Khalidi, Bürgermeister von Jerusalem, beunruhigt über die zionistische Forderung nach einer jüdischen Heimstätte in Palästina, einen Brief an Theodor Herzl: Das Land habe eine einheimische Bevölkerung, die ihre Vertreibung nicht akzeptieren würde. Er warnte vor den kommenden Gefahren und schloss seinen Brief mit den Worten: »In Gottes Namen, lasst Palästina in Frieden.« So beginnt Rashid Khalidi, der Groß-Großneffe von al-Khalidi, diese erste Gesamtdarstellung des Konflikts aus einer explizit palästinensischen Perspektive.

Rashid Khalidi, einer der führenden Historiker des Nahen Ostens, stützt sich auf eine Fülle von unerschlossenem Archivmaterial und die Berichte von Generationen seiner Familienmitglieder - Bürgermeister, Richter, Gelehrte, Diplomaten und Journalisten. Er setzt sich ab von den gängigen Interpretationen, die den Konflikt vor allem als tragischen Zusammenstoß zwischen zwei Völkern betrachten, die beide in Palästina ihre Heimat sehen. Er zeichnet die Geschichte eines hundertjährigen Kolonialkriegs gegen die Palästinenser nach, der von Großbritannien und den Vereinigten Staaten, den Großmächten der damaligen Zeit, unterstützt wurde.

Pressestimmen

»Dass der Schweizer Unionsverlag die gut dreihundert Seiten als Übersetzung herausgebracht hat, ist eine wichtige und lange überfällige Erweiterung des deutschen Diskursraumes. Khalidi schreibt seine Geschichtserzählung aus einer besonderen Beobachterposition als Wissenschaftler, zugleich aber auch als Zeitzeuge mit autobiografischen Einschüben. Die deutsche Ausgabe von Rashid Khalidis Buch ist eine Chance, die verhärteten Blockaden und Perspektivverengungen im Diskurs über den Nahostkonflikt zu lockern und damit die Voraussetzung für einen schwierigen, aber notwendigen Dialog zu schaffen.« - Stephan Detjen,im  Deutschlandfunk

»Der Autor präsentiert bisher nicht erschlossenes Archivmaterial und bietet einen in den Details so nicht bekannten historischen Abriss.« -   Eckhard Jessein der  Neue Zürcher Zeitung NZZ

»Khalidi leistet den westlichen Leserinnen und Lesern einen Dienst: Er gibt eine relativ sachliche Beschreibung Palästinas in der Zeit der osmanischen und britischen Herrschaft und des Charakters der arabischen Gesellschaft, bevor die Kombination aus Zionismus und Nationalsozialismus dazu führte, dass sich immer mehr in Europa geborene Juden im Heiligen Land niederließen.« - Steven Erlanger, The New York Times

»Ein faszinierendes und einzigartiges Buch, das einen Jahrhunderte langen Krieg ergründet. Wissenschaftlich fundiert und mit eindringlichen Lebenserfahrungen angereichert, hört Rashid Khalidi die Sorgen und Hoffnungen beider Seiten in diesem Konflikt.« - Noam Chomsky

»Rashid Khalidi ist der intellektuelle Erbe Edward Saids.« - Financial Times, London

Der Autor: Rashid Khalidi, geboren 1948 in New York, studierte in Yale und Oxford und lehrte an mehreren Universitäten. Er ist Schriftsteller, US-amerikanisch-palästinensischer Historiker des Nahen Ostens, hält den Edward-Said-Lehrstuhl für Modern Arab Studies an der Columbia University in New York und ist Mitherausgeber des Journal of Palestine Studies. Seine Publikationen wurden in vielen prominenten Zeitschriften diskutiert, u. a. erhielt er den WOCMES Seville 2018 Award und den MESA Book Award.

Sacco, Joe

›Palästina‹

Eine Reportage in Skizzen. - Aus dem Englischen von Waltraud Götting und Christoph Schuler

09.2024 • Edition Moderne • 24 × 16 cm • Paperback • 302 Seiten

29,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

›Palästina‹

Die jüngste, eindrucksvolle Graphic-Novel-Reportage des international anerkannten und vielfach ausgezeichneten ´zeichnenden Journalisten`, die das alltägliche Leben im besetzten Palästina in anschaulichen Zeichnungen einfängt. Ende 1991 und Anfang 1992, zur Zeit der ersten Intifada, verbrachte Joe Sacco zwei Monate mit PalästinenserInnen im Westjordanland und im Gazastreifen.

«Palästina» wurde 1996 mit dem American Book Award ausgezeichnet, gilt als einer der grossen Klassiker der grafischen Sachliteratur und liegt nun endlich auch in einer deutschsprachigen Ausgabe vor. Diese Neuausgabe ist um Texte von Edward Said, Amira Hass und einem ergänzenden Vorwort von Joe Sacco erweiterte Neuauflage 2024

Der Künstler und Autor: Joe Sacco, * 1960 in Kirkop, Malta, lebt heute in den USA. Sich selbst definiert er als zeichnenden Journalisten. Mit «Wir gehören dem Land» wurde er 2020 mit dem Rudolph Dirks Award (Kategorie «Reportage/Wissenschaft») sowie 2021 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet, welcher damit zum ersten Mal überhaupt an einen Comic ging.

Orientalismus

Said, Edward W. (1935 – 2003)

Orientalismus

Aktualisierte Neuausgabe

09.09.2009 • S. FISCHER • 22 × 15 cm • Hardcover • 464 Seiten

34,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

In seiner aufsehenerregenden Studie entlarvt der renommierte Literatur- und Kulturwissenschafttler Edward Said das Bild des Westens vom Orient als zutiefst einseitig und als eine Projektion, indem der »Orient« schlicht als »anders als der Okzident« verstanden wurde. Er verfolgt die Tradition dieses immer wieder gernekolportierten ´Missverständnisses` durch die Jahrhunderte, in denen Europa den nahen und mittleren Osten dominierte. Said zeigt in seiner Studie auf, wie auch heute noch dieses Bild den Westen beherrscht.

Weil es dem Orient dadurch verwehrt werde, sich selbst zu repräsentieren, werde eintieferes und rational begründetes Verständnis der Kulturen zu beiseitigem Nachteil verhindert. Gerade heute, fast vierzig Jahre nach seinem ersten Erscheinen, hat dieser Klassiker der Kulturgeschichtsschreibung nichts an Aktualität eingebüßt – ganz im Gegenteil.

Aus der Einführung des Autors

"(....) Während des entsetzlichen Bürgerkriegs von 1975/76 hatte ein französischer Journalist Beirut besucht und von dort wehmütig über eine ausgebrannte Innenstadt berichtet, »die einst direkt dem Orient Chateaubriands und Nervals entnommen schien«.1 Diese literarische Reminiszenz passt durchaus, zumal aus der Sicht eines Europäers: War doch der Orient fast eine europäische Erfindung und hatte seit der Antike als ein Märchenland voller exotischer Wesen gegolten, das im Reisenden betörende Erinnerungen an traumhafte Landschaften und eindringliche Erlebnisse hinterließ. Jetzt löste er sich auf. In gewissem Sinne gab es ihn schon nicht mehr, seine Zeit war vorbei. Vielleicht spielte es überhaupt keine Rolle, dass dadurch auch die Orientalen selbst etwas verloren, dass dort schon zu Chateaubriands und Nervals Zeiten Orientalen gelebt hatten und sie nun die Leidtragenden waren. Dem europäischen Besucher jedenfalls ging es hauptsächlich um die europäische Darstellung des Orients und seines damaligen Schicksals, an dem der Journalist und gewiss auch seine französischen Leser regen Anteil nahmen.

Amerikaner werden den Orient etwas anders sehen, da sie ihn demgegenüber in erster Linie mit dem Fernen Osten (insbesondere China und Japan) assoziieren. Im Unterschied zu ihnen haben Franzosen und Briten - und in geringerem Maße auch die Deutschen, Russen, Italiener, Spanier, Portugiesen und Schweizer - eine lange Tradition dessen, was ich als Orientalismus bezeichne, das heißt eine Umgangsweise mit dem Orient, die auf dessen besonderer Stellung in der europäisch-westlichen Erfahrung beruht. Der Orient grenzt nicht nur an Europa, er barg auch seine größten, reichsten und ältesten Kolonien, ist die Quelle seiner Zivilisationen und Sprachen, sein kulturelles Gegenüber und eines seiner ausgeprägtesten und meist-variierten Bilder »des Anderen«. Überdies hat der Orient dazu beigetragen, Europa (oder den Westen) als sein Gegenbild, seine Gegenidee, Gegenpersönlichkeit und Gegenerfahrung zu definieren. Dennoch ist nichts an diesem Orient bloß imaginär. Vielmehr gehört er als fester Bestandteil zur tatsächlichen Zivilisation und Kultur Europas, und der Orientalismus bezeugt diese Teilhabe kulturell, oder eher ideologisch, als eine Diskursform mit den sie tragenden Institutionen, dem entsprechenden Fachwissen, Vokabular und Symbolfundus, mit eigenen Doktrinen, sogar mit Kolonialbürokratien und Kolonialstilen. Dagegen muss das amerikanische Orient-Verständnis erheblich diffuser erscheinen, obwohl die jüngsten Abenteuer der USA in Japan, Korea und Indochina eigentlich für ein eher nüchternes und realistisches Bild »des Orients« sorgen dürften. Im Übrigen stellt das gewaltig erweiterte politisch. (...)"

Der Autor: Edward W. Said (1935 – 2003) wurde in Jerusalem geboren und verbrachte seine Kindheit in Kairo. Nach seinem Studium in Princeton und Harvard lehrte er Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University sowie in Harvard und Yale. 2002 erhielt er gemeinsam mit Daniel Barenboim den Prinz-von-Asturien-Preis für seine Verdienste um die israelisch-palästinensische Aussöhnung.

Aus dem Archiv der SFB - Hannah Arendt: DENKTAGEBUCH

RAR!

Arendt, Hannah
Ursula Lutz und Ingeborg Nordmann in Zusammenarbeit mit dem Hannah-Arendt-Institut Dresden

Denktagebuch - 2 Bände im Schuber

Erster Band: 1950–1973. Zweiter Band: 1950–1973 - [Limitierte Vorzugsausgabe]

2002 • Piper • 24 × 16,2 × 9,8 cm • Leinen in Schuber • 2 Bde., VIII, 1248 Seiten. Lesebändchen • Mit 2 Porträtfoto u. 20 Faksimiles

Kauf-Optionen:

  • Verlagsfrisch 380,00 €
  • Sehr gute Erhaltung 280,00 €
weitere Informationen

Denktagebuch - 2 Bände im Schuber

"Eine Welt, die Platz für die Öffentlichkeit haben soll, kann nicht nur für eine Generation errichtet oder nur für die Lebenden geplant sein; sie muss die Lebensspanne sterblicher Menschen übersteigen."  -  Hannah Arendt, in: Vita Activa oder Vom tätigen Leben

Hannah Arendts ›Denktagebuch‹ in einer wunderbar gestalteten zweibändigen Ausgabe im Schuber, in einer einmaligen limitierte Ausgabe; eine begehrte Rarität. - Diese Edition wurde von der Stiftung Buchkunst in der Kategorie Literatur als eines der schönsten Bücher des Jahres 2002 ausgezeichnet.

Im Sommer 1950 vollendete Hannah Arendt ihre große Arbeit über die »Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft«. Gleichzeitig begann sie damit, handschriftlich Aufzeichnungen in ein Tagebuch einzutragen. Gegenüber Freunden sprach sie von ihrem »Denktagebuch«. In der Tat haben die 28 vollständig erhaltenen Hefte kaum etwas mit einem herkömmlichen Tagebuch gemein. Sie enthalten vielmehr Denkexperimente und Denkresultate und dienten dem lebenslangen Ziel der Autorin, die Wirklichkeit des Jahrhunderts der Kriege, Revolutionen und totalitärer Systeme reflektierend zu bewältigen. Ganz direkt erfahren die Leser hier Arendts Denkweisen und ihre Methode, die philosophische und politische Tradition des Abendlandes von Platon bis Heidegger zu befragen. Alle wichtigen Themen des Arendtschen Werkes, so die »Banalität des Bösen«, die Bestimmung des Politischen, die totalitäre Herrschaft, kommen zur Sprache.

Besonderheiten: Die vorliegende Ausgabe wurde von der Stiftung Buchkunst in der Abteilung Literatur als eines der schönsten Bücher des Jahres 2002 prämiert.

Die Autorin:

Hannah Arendt, am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren und am 4. Dezember 1975 in New York gestorben, studierte Philosophie, Theologie und Griechisch unter anderem bei Heidegger, Bultmann und Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte. 1933 Emigration nach Paris, ab 1941 in New York. 1946 bis 1948 Lektorin, danach als freie Schriftstellerin tätig. 1963 Professorin für Politische Theorie in Chicago, ab 1967 an der New School for Social Research in New York.

Lieferbarkeitshinweis / Erhaltungszustand: Das Archiv der SFB verfügt über wenige verlagsfrische OVP Exemplare dieser gediegenen, edel gestalteten zweibändigen und leinengebundenen Ausgabe, die in einem Schuber geborgen ist. - Darüber hinaus können wir aktuell zwei sehr gut erhaltene antiquarische Exemplare in Bestzustand anbieten. Diese limitierte und begehrte Edition war beim Verlag in kürzester Zeit ausverkauft.

Professionell werden - professionell arbeiten - professionell bleiben: Die Sigmund-Freud-Buchhandlung unterstützt Sie gerne dabei

  • Die SFB als überregional tätige Fachbuchhandlung steht für ein auf Nachhaltigkeit und Bindungsfähigkeit fußendes ganzheitliches Konzept rund um die Beschaffung aller (Fach-)Bücher, aller Medien und sämtlicher deutschsprachiger Fachzeitschriften
  • Jahrzehnte an Erfahrungen, kundige Kollegen und beste Drähte zu zahlreichen Verlagen, zu Lektoraten, zu AutorInnen, zu Institutionen und Einrichtungen gewährleisten Kompetenz und punktgenaue Beratung auf hohem Niveau.
  • ALLES rund um Bücher, Medien, Fachzeitschriften und Testverfahren aus EINER HAND: StammkundIn der SFB werden; die Vorteile einer tragfähigen Zusammenarbeit sehen und im gemeinsamen Interesse für die eigene Arbeit nutzen.

BESSER LESEN - Es war einmal in Amerika ....

»No one I know of has foreseen an America like the one we live in today.«

Philip Roth

Verschwörung gegen Amerika

Roth, Philip (19.3.1933 - 2.05.2018)

Verschwörung gegen Amerika

Roman

Nachdtuck der Ausg. 19.08.2005 • Hanser, Carl • 21.9 × 15.3 cm • Hardcover • 432 Seiten

24,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

„Wer dieses Buch liest, begreift besser: nein, spürt sinnlich und anschaulich, was es heißt, dass die Geschichte, die sich im Rückblick immer als das Notwendige darstellt, bei ihrem Eintreten als das Unvorhergesehene kommt.“ - meinte seinerzeit Ulrich Raulff in der Süddeutsche Zeitung SZ

"Kein literarisches Buch hat in den letzten Jahren eine solche Aufmerksamkeit erregt. (...)" - Neue Zürcher Zeitung NZZ

#Amerika 1940. Charles Lindbergh, Fliegerheld und Faschistenfreund, verbucht bei den Präsidentschaftswahlen einen erdrutschartigen Sieg über Franklin D. Roosevelt. Unter den amerikanischen Juden breiten sich Furcht und Schrecken aus – auch bei der Familie Roth in Newark. Aus der Sicht des 8-jährigen Philip schildert der Autor, was damals in den Vereinigten Staaten hätte passieren können, wenn die Päsidentschaftswahlen damals tatsächlich nicht - wie vom Wahlvolk bestimmt - Franklin Roosevelt den Wahlsieg gebracht hätte ...

Der Autor: Philip Roth (19. März 1933 in Newark, New Jersey; gestorben am 22. Mai 2018 in New York City) ist Träger der wichtigsten US-amerikanischen Literaturpreise und hoch geehrt von der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. Oft wird er in einem Atemzug mit Faulkner, Bellow und Dos Passos genannt. Der 1933 in Newark, New Jersey, geborene Autor mit europäisch-jüdischem Hintergrund schrieb unermüdlich, schonungslos und in drastischer Sprache über seine Landsleute. Das erste Buch mit Short Storys erschien 1959. Die folgenden Romane und Erzählungen über die jüdische Mittelklasse der Nachkriegszeit, über ihre Beziehungen, Zwänge und Neurosen, lösten oft Skandale aus. Bis 1992 unterrichtete Roth an verschiedenen Universitäten. Liebe, Sexualität und Tod waren immer die Themen seines Werks.

Mein Leben als Sohn

Roth, Philip (19.3.1933 - 2.05.2018)
Scheck, Denis (Nachwort)

Mein Leben als Sohn

Eine wahre Geschichte. - Mit einem Nachwort von Denis Scheck

24.09.2018 • Hanser, Carl • 22 × 14,7 cm • Hardcover • 224 Seiten

18,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Portnoys Beschwerden

Roth, Philip (19.3.1933 - 2.05.2018)

Portnoys Beschwerden

Roman

18.05.2015 • Hanser, Carl • 22,3 × 15,3 cm • Hardcover • 286 Seiten

22,90 € in den Warenkorb weitere Informationen

Todesmarsch

Bachmann, Richard [d. i.King, Stephen]

Todesmarsch

Roman

09.09.2013 • Heyne • 18.8 × 11.9 cm • Paperback • 400 Seiten

12,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Todesmarsch (im Original: The Long Walk) ist ein beeindruckender, ein womöglich prophetischer Roman des US-amerikanischen Autors Stephen King, den er unter seinem Pseudonym Richard Bachman im Jahr 1979 publizierte

Die Handlung spielt in einer nahe Zukunft, in einem politisch gewendeten Amerika: Die Menschen dieser Zeit sind verarmt und verunsichert; Feinde lauern überall, die Macht im Staat hat das Militär an sich gezogen und an seiner Spitze steht anstelle des Präsidenten ein autoritär schaltender und waltender „Major“.

Zucht, Ordnung und Gehorsam werden jetzt endlich groß geschrieben, die Jugend solle körperlich fit und allzeit kampfbereit sein. Dieser Major hat nach der Machtübernahme einen schnell bei den Massen sich größter Beliebtheit erfreuenenden nationalen Wettkampf ins Leben gerufen, einen alljährlich stattfindenden Lauf, der landesweit im Fernsehen live übertrgen wird: Zu diesem Wettkampf können sich männliche Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren aus dem ganzen Land bewerben; aber nur die 100 besten dürfen teilnehmen. ... und alle Kids kennen die Regeln und billigen sie: Jeder Läufer, der viermal (bei drei Verwarnungen) in Folge unter vier Meilen pro Stunde (ca. 6,4 km/h) Schrittgeschwindigkeit läuft, wird ohne Aufhebens auf der Stelle erschossen. Eine fest definierte Streckenlänge gibt es auch nicht, denn nur einer wird siegen, und das ist jener, der als letzter Lebender nach dem Erschöpfungs- oder Eschießungstod des Vorletzten noch wenigstens einen Schritt weiterzulaufen vermag .... - Nur diesem winkt die Siegerprämie, ein Leben in Luxus.

Protagonist des Romans ist der 16-jährige Jugendliche Raymond Davis Garraty aus Pownal, Maine. In dere Anfangsphase des Laufs freundet er sich mit eine paar anderen Jugendlichen in seiner Laufgruppe an, auf die Stephen King seinen Fokus richtet. Zu Beginn des Marsches ist den Wettkampfteilnehmern der tödliche Ernst zwar bekannt, aber nicht wirklich bewusst, jeder denkt, ER schaffe diese Herausforderung .....

Der Autor: Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

SFB - MEHR als Bücher

Auf SFB-Online, der Internetseite für die Literaturen der Psychoanalyse und Kulturwissenschaften im Netz, ist als Hauptdatenquelle die offizielle Datenbank des deutschsprachigen Buchhandels (VLB - Verzeichnis lieferbarer Bücher) mit rund 2.000.000 Titeleinträgen hinterlegt, in der Sie bibliografieren und jederzeit daraus bestellen können. - Darüber hinaus bietet die Sigmund-Freud-Buchhandlung weitere Arbeitsbereiche und Abteilungen, die wir Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit empfehlen möchten, etwa

  • Zum VLB-Sortiment, dem Verzeichnis lieferbarer Bücher gelangen Sie HIER
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  • Aktuelle Buchreihen aus dem Feld der Psychoanalyse erreichen Sie HIER
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Aktuelle Monatsangebote bei der SFB

Lucky Luke

Überschaubare Bestände!

Goscinny, René (Text)
Morris (Zeichnungen)

Lucky Luke

›Die Daltons und der Psycho-Doc‹ - (Band 54)

05.06.2014 • Egmont Comic Collection • Reihe Lucky Luke, Band 54 • 29,2 × 22,1 cm • Hardcover • 48 Seiten

14,00 € in den Warenkorb weitere Informationen

Professor Dr. Dr. Otto von Himbeergeist? Ein Wegbereiter der Psychoanalyse - oder sollten wir nicht doch besser sagen - ein Alter Ego Sigmund Freuds oder seines Schülers Alfred Adlers?

Der österreichische Arzt Professor Dr. Dr. Otto von Himbeergeist vertritt die These, dass Kriminelle in ihrem antisozialen Wirken im Grunde kranke Menschen seien, die durch in der Frühkindheit erlittene traumatische Erlebnisse auf die schiefe Bahn geraten sind und sich im Wege des Anrennens gegen das Geld- und Besitzbürgertum daher in ungebührlicher Weise abarbeiten müßten. Und eben dieses unschöne Fehlverhalten könne durch seine, Himbeergeists, neue Sprach-Kur zweifellos abgestellt werden - quod erat demonstrandum ...

Der innovative Professor reist, um seine Hypothese in der Feldforschung bestätigt zu bekommen, extra in den Wilden Westen der USA, wo es noch richtige Kerle, ebensolche Verbrecher - und keine Weicheier gibt. Genau hier möchte Himbeergeist seine neue Behandlungsmethode erproben.

Ungeachtet einiger erstaunlicher therapeutischer Behandlungserfolge schlägt sein Versuch, seine prä-analytischen Thesen an den Daltons, den schlimmsten Verbrechern weit und breit, zu beweisen, in gewisser Hinsicht fehl. Denn das Grundkonzept der neuen Behandlung ist so durchschlagend richtig gedacht, daß am Ende Himbeergeist Opfer seiner eigenen Behandlungsmethode wird, indem er während der intensiven Gesprächskuren mit den Daltons im Rahmen der Dynamik und mitlaufenden Selbstanalyse unverhofft auf eigene, bislang ihm unbekannte Persönlichkeitsanteile stößt, was ganz unglaubliche Folgen zeitigt ....

Der Künstler und Autor: MORRIS wurde 1923 als Maurice de Bévère in Belgien geboren. Sein einprägsamer Künstlername leitet sich schlicht aus seinem Vornamen ab. Er zeichnete schon als kleiner Steppke in der Schule, insbesondere Karikaturen seiner Lehrer. Folgerichtig arbeitete er mit 20 Jahren für ein belgisches Zeichentrickstudio und entwarf für die humoristische Zeitschrift Moustique unzählige Titelbilder.

1946 schlug die Geburtsstunde von LUCKY LUKE in der Zeitschrift Spirou: Neben dem einsamen Cowboy mit dem großen Herzen und dessen unzertrennlichem Freund Jolly Jumper entwarf MORRIS eine ganze Bande skurriler Figuren, unter die er auch Berühmtheiten des Wilden Westens mischte, z. B. die Gebrüder Dalton, Billy the Kid, den Richter Roy Bean und nicht zuletzt die legendäre Sarah Bernhardt.

Tagungskalender

Unser überregionaler Kalender zu Tagungen, Konferenzen und Symposien aus dem Bereich der Psychoanalyse